Ich habe am 28. September mal spontan das schöne Wetter genutzt und bin auf die Zugspitze gefahren. Wollt ich schon lange mal machen. Ab Garmisch-Partenkirchen (708 m ü. NN) ging es mit der Bayrischen Zugspitzbahn hinauf. Bis Eibsee (973 m ü. NN) war die Fahrt noch recht gemütlich. Dann wurde es steil, man sah aber nicht viel, denn die Strecke führte komplett durch den Berg. Die einzigen Hinweise auf die Höhe waren Schilder an der Tunnelwand, wie z.B. “2000 Meter über Görlitz”.
Raus kam man auf dem Zugspitzplatt in ca. 2650 Meter Höhe. Dort war die Aussicht nach Süden schon gigantisch. Noch 300 Meter weiter oben überragte die Zugspitze alles. Hoch ging es mit einer kleinen Seilbahn.
Sagte ich schon dass die Aussicht gigantisch war? Es war WOW! Und nicht mal sonderlich kalt. Wer den Mut hatte, konnte auch bis zum Gipfelkreuz hoch klettern, über kargen Fels, Halt nur an einem Stahlseil. Aber ich habe es gewagt, dort entstand dann auch das obere Foto. Höher geht es in Deutschland nirgends.
Das die Luft in 3000 Meter schon dünner ist, das konnte man deutlich spüren. Anfangs hatte ich ein leichtes Schwindelgefühl und auch beim einfachen Treppensteigen hatte ich zu tun.
Noch in 3000 Metern Höhe gibt es Vögel, die Alpendohle, die sich vom Aufwind treiben lassen und sehr nah an die Menschen ran kamen um sich füttern zu lassen.
Ich habe auch einen kurzen Abstecher nach Österreich gemacht. Dort gibt es ein kleines Museum.
Hinunter ging es wieder mit der Eibseeseilbahn. 2000 Höhenmeter in 10 Minuten, da knackt es ordentlich in den Ohren. Die letzte halbe Stunde habe ich noch genutzt, um mir den supersauberklaren See anzuschauen.
Und wem die Bilder nicht reichen, in meinem Fotoalbum bei Picasa gibt es noch mehr.
Na da habe ich mir ja mal wieder schön zeit gelassen. Die Frage war, was das ist:
Und die Lösung ist, wie so oft, ganz einfach, es handelt sich um eine Lichterkette. Genau genommen, einen Lichtschlauch. Damit hat es sogar einer gewusst!
Es ist wie immer: Antifaschistischer Widerstand wird bestraft.
Am heutigen Morgen um 6:00 Uhr wurden in Stuttgart die Wohnsitze von vier AntifaschistInnen von Vertretern des Baden-Württembergischen LKA, der Dresdner Staatsanwaltschaft, der Dresdner SOKO 19/2 und dem Stuttgarter BFE aufgesucht. Ihnen wird vorgeworfen, an den antifaschistischen Protesten gegen den Naziaufmarsch am 19.02.2011 in Dresden beteiligt gewesen zu sein.
Im Rahmen der Durchsuchungsaktionen stürmte die Polizei vermummt und mit gezogenen Waffen unter anderem die Wohnung von Unbeteiligten und durchsuchte den Wohnsitz einer Betroffenen ohne dass Sie oder Bekannte dabei gewesen waren.
Zwei Antifaschisten wurden in den Morgenstunden für Verhöre auf der Arbeit und in der Schule aufgesucht, einer Antifaschistin wurde nach Festnahme, Verhör und erkennungsdienstlicher Behandlung unverzüglich eine DNA-Probe entnommen.
Hannah Stein, die Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) Stuttgart erklärt zu den Hintergründen: “Die erfolgreichen Proteste gegen die Großaufmärsche der Nazis der letzten zwei Jahre in Dresden waren ein voller Erfolg und haben die gesamte antifaschistische Bewegung bundesweit gestärkt. Polizei und Staatsanwaltschaften arbeiten nun über Ländergrenzen hinweg zusammen, um diesem Erfolg einen Dämpfer zu verleihen und um Beteiligte einzuschüchtern. Sobald sich unsere Bewegung effektiv und selbstbestimmt artikuliert, versuchen die Repressionsbehörden uns wieder schwächen”
Dieses Jahr waren es über 21.000 Menschen, die den Aufmarsch mit vielfältigen Mitteln blockierten und verhinderten. Die Polizei ging während den Protesten mit Knüppeln und Pfefferspray gegen NazigegnerInnen vor und zeichnete zeitgleich die Daten von hunderttausenden Mobiltelefonen in Dresden auf, die immer noch ausgewertet werden.
Seit dem 19. Februar wird weiterhin unter anderem unter Anwendung des Vereinigungsparagraphen §129 gegen AntifaschistInnen ermittelt, die an der Organisation der Blockaden beteiligt gewesen sein sollen.
Die Pressesprecherin kommentiert die aktuellen Ereignisse in Stuttgart: “Was uns heute präsentiert wurde, war in jeder Hinsicht unverhältnismäßig.
Jugendliche aus der Schule und Arbeit zu zerren, ihnen vermummt geladene Waffen vor den Kopf zu halten und DNA-Proben zu entnehmen ist ein klarer Versuch der Einschüchterung. Die Proteste in Dresden waren legitim und hinsichtlich der bedrohlich anwachsenden Nazibewegung in der BRD unbedingt notwendig. Es hat wieder einmal nur wenige getroffen – dennoch gilt es nun zusammenzuhalten!”
Der eine oder andere hat es ja mit bekommen, neben den eher unwichtigen Themen wie Papstbesuch in Deutschland, Eurokrise und den morgen erscheinenden Neutrinos, die gestern gesehen wurden, ist auch noch ein NASA-Satellit auf die Erde gestürzt. Erste Gerüchte von einer erschlagenen Kuhherde in Kanada haben sich zwar glücklicherweise nicht bestätigt, aber inzwischen gibt es auch ein Video des Absturzes. (Nicht der auf dem Oktoberfest!)
Ja, so schnell kanns gehen. Und wer bezahlt das jetzt?
… kann man bei einer solchen Filmankündigung nur bekommen:
“Meteorologe Jack steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Als in Folge einer Sonnenfinsternis die Ozonschicht reißt und einen tödlichen Kältenebel auf die Erde entlässt, beginnt für Jack ein harter Kampf. Denn die erbarmungslose Kaltfront vernichtet alles, was sich ihr in den Weg stellt.”
Das Experiment ist ein Science-Fiction-Roman von Arkadi und Boris Strugazki. Er wurde zwischen 1969 und 1975 verfasst, konnte aber erst 1989 veröffentlicht werden. Das Werk kann als Abrechnung mit politischen Ideologien und als eine Parabel auf das menschliche Streben nach Erkenntnis betrachtet werden.
(…)
„Das Experiment“ ist ein intellektuelles Buch, das sich fast ausschließlich mit politischen, ideologischen oder geschichtsphilosophischen Reflexionen Andrejs beschäftigt. Trotzdem wird die Handlung vorangetrieben, und es entwickeln sich idyllische Momente. Beim Lesen wird schnell klar, dass es sich nur um hypothetische Fragen, Ideen oder Bilder handelt, die nicht entschieden werden können.
Zum Inhalt könnt ihr selber bei Wikipedia schauen. Ganz kurz und knapp zusammengefasst: Menschen aus verschiedenen Zeiten und Ländern leben, eine Sprache sprechend, in “der Stadt” zusammen. Und dann schauen wir mal, was passiert…
Ich habe mich in den letzten Tagen da durchgekämpft. Wenn man das gelesen hat, erkennt man viele Parallelen zur faschistischen Diktaturen, aber auch zu den Zuständen in den sozialistischen Ländern, insbesondere der Sowjetunion.
Und so schreibt Boris Strugatzki im Anhang der aktuellen Ausgabe:
Das Rohmanuskript des Romans wurde in sechs Arbeitstreffen geschrieben (…)Am 27. Mai 1972 setzten wir den Schlusspunkt, atmeten erleichtert auf und legten die ungewohnt dicke Mappe in den Schrank. Ins Archiv. Für lange Zeit. Für immer. Uns war völlig klar, dass der Roman keine Chancen hatte.
Die Strugatzkibrüder haben ein Buch geschrieben mit dem vollen Bewusstsein, dass dieses nie (in der Sowjetunion) veröffentlicht werden kann.
Da muss man schon mal die Frage stellen: Was unterscheidet die Zensur der staatlichen Stellen noch von der Bücherverbrennung?
Da könnt ihr es direkt bei Amazon bestellen, und ja, ich bekomme dann auch was dafür.
Zur Drehrichtung bei Schrauben: Eine ganze Reihe von interessierten Lesern – zuerst HM – haben auf Varianten eines, äh, geschichtsträchtigen deutschen Merkspruchs hingewiesen:
Solange das Deutsche Reich besteht, wird die Schraube nach rechts gedreht.
Was die Frage aufwirft, ob es spezielle Schrauben für Antifas gibt.
Für mich persönlich war REM nie eine besonders interessante Band. Aber eines muss ich ihnen lassen, sie haben einige absolut geniale Songs geschrieben.
R.E.M. – Everybody Hurts
Wenn man allerdings in dem Moment, wo man das Lied mal wieder seit langem eher zufällig hört (haha, meine romantische Ader grad!), wo man also in dem Moment liest, das REM ihre Auflösung bekannt gegeben haben, dann ist das schon a bissel gruslig.