Ein Gauckler kotzt sich aus

Widerlich. Mehr faellt mir zu dem Typen nicht ein.

Verständnis allerorten – die Aktivisten der Anti-Banken-Bewegung ernten fast überall Zustimmung. Nur einer stellt sich quer: der ehemalige Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck. Er spottet über die Debatte und prophezeit dem Protest ein schnelles Ende. (…)

Nun kritisiert er die Anti-Banken-Bewegung. Die derzeitige Finanzmarktdebatte halte er für „unsäglich albern“. Der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, sei eine romantische Vorstellung, sagte Gauck bei einer Veranstaltung der „Zeit“.

Die Demonstrationen gegen die Banken und das Finanzsystem werden sich nach seiner Ansicht nicht zu einer dauerhaften Protestbewegung entwickeln. „Das wird schnell verebben“, sagte Gauck. In Anspielung auf die DDR erklärte er: „Ich habe in einem Land gelebt, in dem die Banken besetzt waren.“ Es sei zu bezweifeln, dass die Bankeinlagen sicherer wären, wenn die Politiker in der Finanzwirtschaft das Sagen hätten. (…)

(Spiegel Online)

Na da ist wohl einmal mehr klar, wieso man diesen Menschen zum Bundespraesidenten machen wollte….

  1. 3 Reaktionen

  2. Von gewe am 17. Okt 2011 um 19:39 Uhr

    Die Geschichte hat uns gelehrt, dass der Oberinquisitor die Inquisition richtig fand und deren Notwendigkeit befürwortete.
    Doch die Geschichte hat auch gelehrt, dass die Menschen das überwinden und sich von Inquisition und Klerikalismus befreien oder dabei sind, dies zu tun.
    Ob der Herr Oberideologe nun den Marx wahr haben will oder nicht. Er wird nach einiger Zeit vergessen sein und das heutige Ausbeutersystem überwunden. Da ändert des Herrn geistige Befangenheit nichts.
    Ist bemerkenswert, wie weit ein Kirchenmann seine eigene Überzeugung in den Schmutz treten kann. Aber Geld versaut bekanntlich den Menschen. Dies bewahrheitet sich hier besonders offensichtlich.

  3. Von Jerry am 17. Okt 2011 um 20:06 Uhr

    In unseren schnellebigen Tagen möchte ich definitiv nicht ausschließen, daß auch dieses Thema relativ schnell wieder verschwindet. Die öffentliche Meinung ist sprunghaft und konzentrationsschwach. Die Antiatombewegung konnte in diesem Jahr Erfolge für sich erzielen, sicher nicht zuletzt, weil im fraglichen Zeitraum Landeswahlen anstanden, was die Bundesregierung zum Handeln angetrieben hat. Andernfalls würde außerhalb der gewöhnlichen Milieus heute auch kaum noch jemand darüber reden, und das Thema wäre ausgesessen. Ähnlich sehe ich die Sache bei der gegenwärtigen Kapitalismuskritik – wenn in den nächsten ein bis zwei Monaten nichts passiert, gehen diejenigen, die derzeit die Straßen bevölkern, wieder nach hause, und die Sache ist erledigt. Nur fehlt es derzeit eben an realem Druck für die unentschlossene Bundesregierung; bis Schleswig-Holstein tut sich, vorausgesetzt, in NRW läßt die Linke die Regierung so lange im Amt, erst einmal nichts.

    Die Bürger träumen derzeit vom Sozialismus. Wie lange hält die Masse diesen Traum durch, ohne daß sich tatsächliche Erfolge zeigen, bis sie sich wieder mit der verkorksten Gegenwart zufriedengeben? Mit mehr als Phrasenwürfen rechne ich auf politischer Ebene jedenfalls vorläufig nicht.

    Was die Gaucksche Bewertung eines staatlichen Finanzwesens angeht, da stimme ich natürlich nicht mit ihm überein. Hat schon seine Gründe, daß mir bereits vor der Wahl Wulff als das „kleinere Übel“ aus linker Sicht erschienen ist.

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  2. 18. Okt 2011: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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