Vegetarisch essen

Ich habe ja bekanntlich vor einiger Zeit angefangen, mich nur noch vegetarisch zu ernähren. Nicht vegan, also sind durchaus noch tierische Produkte wie Ei oder Milch dabei, aber ohne Fleisch, Wurst, Fisch, Speck u.ä.. Angefangen habe ich damit aus einer Laune heraus. Es ging mir dabei nicht um Tierschutz sondern einfach darum, was Neues auszuprobieren.

Ich stellte es mir zu Anfang schwieriger vor, als es letztlich war und ist. Auf meine geliebte Pizza Hawaii (Mit Schinken) oder Broiler (Hendl, Huhn) zu verzichten lies mir manchmal noch das Wasser im Munde zusammen laufen, aber es ging. Es war auch so, das manchmal noch ein Stückchen Fleisch oder Wurst auf meinem Teller landete. Aber das verlief sich.

In Bayern wohnend ist es sicher auch von Vorteil, das sowohl ALDI SÜD als auch Kaufland hier ein recht umfangreiches Angebot vegetarischer Kost im Angebot haben. Auch in der Kantine meiner Arbeitsstätte gibt es immer mittags eine vegetarische Mahlzeit. Ok, da sind halt oft Nudeln dabei, aber wenn es schmeckt. Bei Pizza kann man im Supermarkt auf lecker Alternativen mit Käse und Spinat zurückgreifen, und Kuchen geht sowieso immer. Wie gesagt, vegetarisch, nicht vegan. Letzteres würde es wohl wesentlich schwieriger machen. Eine Freundin hat mir davon erzählt. Man muss sich sein Essen immer zu Hause vorbereiten, denn unterwegs außer Obst und Gemüse veganes Essen zu bekommen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Was mich bei manchen Veganern irritiert, ist der Umstand, dass es z.B. vegane Entenbrust gibt. Das habe ich tatsächlich in einem veganen Restaurant in Berlin gesehen. Ich meine, wenn ich aus Überzeugung keine Tiere esse, dann brauche ich doch auch nicht so zu tun. Aber sei es drum.

Über das Internet lassen sich auch einige leckere Sachen bestellen. Z.B. bei alles-vegetarisch.de, wo ich inzwischen meinem zweiten „Großeinkauf“ getätigt habe. Es ist zwar etwas teurer als im Laden und die Versandkosten kommen dazu, aber das hält sich in Grenzen. Übrigens sind die Lebensmittel dort alle vegan.

Abgenommen habe ich davon übrigens nicht. Aber ansonsten keinerlei gesundheitlichen Nachteile verspürt. Im Gegenteil, ich habe sogar den Eindruck, das seit dem meine Erkältungen weniger und schwächer geworden sind. Aber das ist nur meine ganz persönliche Feststellung.

Fazit: Mit ein wenig Willen kann man sich problemlos vegetarisch ernähren. Ich werde es weiter tun.

(Die Grafik ist geklaut!)

  1. 5 Reaktionen

  2. Von gewe am 25. Okt 2011 um 18:16 Uhr

    Vegetarisch ist nicht kalorienfrei.
    Abnehmen klappt nur durch viel Bewegung (ob auf Rad oder per Fuß ist egal). Letztendlich geht es darum, weniger Kalorien dem Körper zuzuführen, als er verbraucht. Dann funzt das auch … nur nicht bei mir. 😆

  3. Von geru am 29. Okt 2011 um 21:18 Uhr

    einmal die woche gibt es bei uns immer einen vegetarischen tag und wenn ich zuviel gekocht habe dann halt auch zwei,bolognaise mit bulgur statt hack schmeckt sogar besser sagt mein weib

  4. Von Thomas Trueten am 30. Okt 2011 um 11:02 Uhr

    Also ich kämpfe ja auch mit der Ernährungsumstellung, allerdings auch aus politischen Gründen. Neben den moralischen Apekten der Massentierhaltung sollte auch die aktuelle WWF Studie die Alarmglocken schrillen lassen:

    „Die Deutschen benötigen eine Fläche von der Größe Österreichs, nur um ihren Hunger auf Fleisch zu stillen. Für den Anbau des Viehfutters und die Weiden seien 8,42 Millionen Hektar des weltweit knappen Agrarlandes nötig, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Umweltorganisation WWF. Mindestens 23 Prozent davon befinde sich außerhalb Europas, denn auf 1,9 Millionen Hektar stünden Sojapflanzen, die fast vollständig importiert werden. (…)

    (…) Jeder Bundesbürger sorgt mit seinem Fleischverzehr im Schnitt dafür, dass laut Studie auf 1.000 Quadratmeter Futtermittel angebaut werden müssen. Ein Schweinebraten-Gericht bedarf demnach 3,12 Quadratmeter Anbaufläche pro Person, 71 Prozent davon für den Fleischanteil. Zum Vergleich: Für einen vegetarischen Pasta-Teller mit Tomatensoße sind nur 0,46 Quadratmeter Acker nötig. Der große Unterschied liegt vor allem darin, dass viel mehr der in Pflanzen gespeicherten Energie verloren geht, wenn Tiere sie in Fleisch umwandeln, als wenn Menschen die Pflanzen direkt essen. (…)“

    Via konsumpf, wo übringens auch herausgearbeitet wurde, dass es Bayern wegen des Flächenfraßes bald sowieso nicht mehr gibt. Siehe dazu auch einen ausnahmsweise interessanten Artikel bei SPON.

  5. Von Malte am 23. Apr 2013 um 16:15 Uhr

    mir gefällt die grafik!! 😆

  1. 1 Trackback(s)

  2. 30. Okt 2011: trueten.de - Willkommen in unserem Blog!

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