Marktforscher: Fast drei Viertel der deutschen Internet-Nutzer bei Facebook

Schreibt heise online.

Facebook ist in Deutschland trotz Kritik von Datenschützern und Politikern die beliebteste Social-Media-Plattform. Laut einer Studie besuchen 72,7 Prozent der deutschen Online-User im Alter über 15 Jahren die Seite des weltgrößten Online-Netzwerks. (…)

Hätten die Marktforscher mal im heise-Forum nachgefragt…

… dann wüssten sie die absolut unumstössliche Wahrheit, nämlich das eigentlich absolut niemand bei dieser Mode, diesem „Fratzenbuch“ ist und wenn doch, dass die Millionen alles nur Fakeaccounts sind, die nur dazu dienen, sich die Bilder der anderen Fakeaccounts anzuschauen. heise-User sind nämlich überstdurchschnittlich gebildet und würden nienieniemals ihre Daten irgendwo eingeben. Und niemand der heise-User kennt jemanden, der bei diesem FB ist, außer die mit dem Fakeaccounts, die… Ach, ich wiederhole mich. Also der normale heise-User hat nur genau drei echte Freunde, die er auch Nachts um drei anrufen kann, wenn er jemanden spontan für einen Umzug braucht. Alles andere sind sowieso keine echten Freunde. Aber bei FB hat natürlich trotzdem niemand einen Account. Also abgesehen jetzt von den Fakeaccounts…. Na ja, egal. Ist halt so. Das weiß der heise-User genau. Und weil er das so genau weiß, kann es gar nicht anders sein.

Aber vielleicht ist es auch einfach besser, das die Marktforscher nicht im heise-Forum nachfragen…

  1. 8 Reaktionen

  2. Von gewe am 6. Dez 2011 um 19:38 Uhr

    Ich bin kein FazeBuch-User und habe keinen FakeAccount.
    Ja Leute, es muss auch Ausnahmemenschen geben, so unverständlich das sein mag. Ja, auch weil zu alt dazu aber vor allen weil Alter mit Lebenserfahrung verbunden ist.
    Allerdings habe ich beruflich bedingt etwas mehr als Durchschnittswissen, was Themen wie IT-Security angeht. Naja und zeigefreudig bin ich außerhalb meines Intimmileus auch nicht gerade.
    Aber es bleiben ja noch Millionen über Millionen Menschen, die sich täglich da tummeln können und ihrer Mitteilungspflicht an die Welt nachkommen. Meine Ansprüche sind in der Beziehung halt arg bescheidener. Nee, muss keiner verstehen. Wie gesagt, die Ausnahmen machen das Leben bunt und nicht, wenn alle gleich ticken.
    Vielleicht auch ein Grund, dass ich immer noch den Kommunismus für die bessere Lösung der weiteren Existenz der menschlichen Zivilisation halte. Naja, Ausnahmemensch halt …

  3. Von AMEole am 6. Dez 2011 um 21:03 Uhr

    Und wieder gehörte ich der Minderheit an … Juhu.

  4. Von Woschod am 6. Dez 2011 um 23:22 Uhr

    Das Problem ist ja nicht, ob jemand einen FB-Account hat oder nicht. Ich finde es aber sch***, wenn Leute ohne FB-Account sich als die Weisen des Abendlandes hinstellen und alle anderen fuer dumm, doof, rettungslos erklaeren.

  5. Von Martin am 7. Dez 2011 um 06:49 Uhr

    @Woschod: Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Man sollte aber stets bedenken was man dort preisgibt. Jetzt werde ich vielleicht ein bisschen abschweifen…
    @Gewe: Auch ich verstehe mich als Anhänger des DiaMats, wenngleich ich die Einschätzung der 89er Ereignisse als von Euch gedeutete „Konterrevolution“ zum großen, aber nicht alleinigen Teil NICHT zustimmen kann. Die DDR aber als „degenerierten Arbeiterstaat“ zu werten wie es MLPD /Trotzkisten tun halte ich für falsch. Ich bin weder stalinophil oder trotzkistisch, doch halten wir uns mal ausschließlich an die kommunistische Bewegung bis 1924, dann müßten uns rein nüchtern betrachtet folgende Tatsachen bewußt sein. Der Übergang zum Sozialismus kann nur durch die Revolution erfolgen. Diese wurde jedoch in keinen RGW Staat außer der Sowjetunion nicht, bw nicht erfolgreich umgesetzt. Warum ich das schreibe? Nun, ich möchte Euch dazu anregen die wissenschaftlichen Lehren so zu interpretieren, dabei auch die alltäglichen Begebenheiten wirtschaftlich, menschlich richtig zu werten, damit der Sozialismus endlich siegreich zustande kommt. Der derzeitige „ideologische“ Ansatz der KI wird m.E leider nicht zum Erfolg führen. Es währe lobenswert nur dogmatisch auf der Linie bis zum Tode Lenins zu berufen- alles was danach im Namen des Sozialismus geschah sollte kritisch hinterfragt werden. Was Heinz Keßler über die Mauer schrieb ist vom logischen richtig, auch ist er für mich in seiner Rolle als Antifaschist eine bedeutende Persönlichkeit. Doch die Mauer trennte Menschen und Familien. Wer dies nicht richtig deuten kann wird nicht die Menschen hinter sich vereinigen können! Ich bin heute ein enttäuschter Wähler der „LINKEN“. Ich würde gerne wieder ein aufrechter Sozialist werden. Nicht nur mit nüchternen Verstand, sondern mit glühenden Herzen.

  6. Von Felix am 7. Dez 2011 um 16:08 Uhr

    Also vorweg ich habe auch kein FB-Account auch keinen bei Google +, diversen VZ-Seiten oder was es noch so gibt, ich ab auch keine HP oder ein Blog.
    … und nun zur Sache.
    Dumm, doof und rettungslos ist nicht der der solche Medien nutzt, sondern der darin Sachen preisgibt die er nicht für jeden einzelnen Menschen auf der Welt einsehbar machen will denn genau das sind sie dort.

  7. Von Woschod am 8. Dez 2011 um 02:30 Uhr

    Felix, sind sie nicht.

  8. Von gewe am 8. Dez 2011 um 20:24 Uhr

    Naja Martin, eine erste, wichtige Erkenntnis auf Deinem Weg zurück zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Marx bis Lenin hast Du schon geschafft, wenn Du die LINKE richtig einschätzen kannst.

    Eine Revolution muss nicht immer mit Gewalt geführt werden. Das erst recht, wenn Sie von Konterrevolutionären und ehemaligen Revolutionären gemeinsam geplant und durchgeführt wird. Die Millionen Menschen, die 1989 auf die Straßen gegangen sind, wollten alle keine Konterrevolutionäre sein. Sie sind aber solchen auf den Leim gegangen und dadurch ungewollt zu Konterrevolutionären geworden.
    Bekanntlich verstehen wir unter einer gesellschaftlichen Revolution die Entwicklung zur nächst höheren Gesellschaftsform. Eine gegenteilige Konterrevolution sorgt dafür, dass die Entwicklung auf die vorhergehende Gesellschaftsform, hier also den Kapitalismus mit all seinen „Segnungen“ zurück gefahren wurde.

    Die Geschichte der Arbeiterbewegung nach Lenin und speziell die Entwicklung in Rußland nach Lenin bis zum Tod Stalins kann man gern diskutieren. Du wirst sehen, dass sogenannte „Stalinisten“ sich um eine ehrliche, mühsame Aufarbeitung bemühen. Da werden auch Prozesse kritisch reflektiert.
    Die grundsätzliche Frage ist jedoch immer wieder: Wem dient es?
    Warum hat die KP unter Stalins Führung mit den Moskauer Prozessen Hitlers 5.Kolonne beseitigt, ja beseitigen müssen?
    Marxisten sind auf der Grundlage ihrer wisssenschaftlichen Weltanschauung in der Lage, die Ursachen für gesellschaftliche Prozesse zu erkennen und darauf aufbauend Entwicklungen in den politischen Systemen vorher zu sehen. Stalin (und immer gemeinsam mit der KP) hat doch nicht einen Vertrag mit Hitler abschlossen, weil beide dicke Freunde waren oder werden wollten. Das behaupten unsere Gegner gern, damit sie die Kommunisten und Faschisten in einen Topf werfen können. Aber die Wahrheit war wohl eine andere. Die Stalin (und die KP) hatten klar erkannt, welche politischen und militärischen Ziele ein Hitler verfolgte. Stalin wollte seine Heimat auf die faschistische Aggression vorbereitet sehen. Dazu brauchte er noch mehr Zeit, als er letztendlich bekommen hat. Aber der Vertrag hat der sowjetischen Wirtschaft eine zusätzliche Zeitspanne geliefert, um letztendlich die Faschisten zu besiegen.

    Die nach 1945 entstandenen sozialistischen Staaten konnten die Revolution vergleichsweise gewaltfrei durchführen. Die Gewalt hatte bereits von 1939 bis 1945 stattgefunden. Die im Land stehende rote Armee und die politische Unterstützung durch die Sowjetunion haben es den progressiven gesellschaftlichen Kräften ermöglicht, den übergang zum Sozialismus zu planen und in Angriff zu nehmen. Die DDR z.B. entstand als Demokratische Deutsche Republik. Da in Deutschland die bürgerliche Revolution 1948 gescheitert oder zumindest nicht zu ende gebracht wurde, war es nach 1945 erforderlich, zunächst eine demokratische und später eine sozialistische Republik (die an sich alle mal demokratischer als jeglicher heutiger scheindemokratischer Staat ist) aufzubauen.
    Dabei erfolgte schrittweise die Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse (Eigentum an PM, Planwirtschaft, Wechsel vom Knecht der Eigentümer zum Besitzer der PM usw.). Das ist ein revolutionärer Progess, denn es werden neue Verhältnisse geschaffen. Das brauchte zu diesem Zeitpunkt keine irgendein Gebäude mit Waffen stürmenden Arbeiter und Bauern. Ausnahme ist hier ende der Fünziger die Kubanische Revolution.
    Gehalten haben sich die Ergebnisse dieser sozialistischen Revolutionen, solange die führende Partei und deren führende Köpfe konsequent auf marxistisch, leninistischen Kurs blieben.

    Die Ergebnisse der sozialistischen Revolution zu sichern, machte die Schaffung bewaffneter Einheiten erforderlich (immer als Reaktion auf die diesbezüglichen Entwicklungen auf gegnerischer Seite). Das machte letztendlich auch Kampfgruppen der Arbeiterklasse und das MfS und 1961 den Bau der Mauer und deren schrittweisen Ausbau (inklusive der Grenzanlagen zur BRD) erforderlich.
    Stell Dir vor, erziehst lange Zeit Deine Kinder und steckst auch ordentlich Geld in deren Ausbildung. Statt für den Staat zu arbeiten, den Du mit aufgebaut hast und dessen Weiterentwicklung zu sichern, verschwinden sie in einen anderen Staat. Ergebnis: die Investitionen kannste abschreiben, die Entwicklung Deines Staates wird gebremst und es dauert viel länger, bis die erhofften Ziele erreicht werden.
    Gleichzeitig läßt Du in Deiner Wohnung Tag und Nacht alle Türen und Fenster offen. Da bedienen sich doch andere gern an Deinem Eigentum oder brennen Dir die Hütte ab (Sabotage).
    Dem Treiben wird keiner dauerhaft und tatenlos zuschauen. Irgendwann schließt Du Türen und Fenster und baust einen Zaum um Dein Haus und wenn das nicht reicht, stellst Du noch etliche Wächter an den Zaun.
    Heißer Krieg ist absoluter Mist, Kalter Krieg aber auch kein freudiges Händchen halten.

    Warum es die DDR-Wirtschaft letztendlich nicht geschafft hat, erfordert sicher noch viele Analysen – vor allen objektive Analysen. Dennoch in Kürze, die DDR-Wirtschaft war etwa mitte der Fünziger Jahre durchaus der BRD-Wirtschaft einige Zeit überlegen. Leider wurden die Vorhaben von Walter Ulbricht (NÖS) in Moskau nicht akzeptiert.

    Die Wirtschaftspolitik nach Ulbricht setzt falsche Akzente, was den Anteil von Investitionen zu Konsumtionen betrifft. Das entzog der DDR-Wirtschaft viele Mittel zum weiteren Ausbau und der weiteren Entwicklung. Nein, die Menschen waren von 1970 bis 1989 in der DDR nicht faul. Es waren fehlerhafte wirtschaftliche Zielsetzungen, die die Früchte fleißiger Arbeit letztendlich zunichte machten.

    Politisch begann mit Chruschtschows Geheimrede der Revisionismus in den Kommunistischen Parteien Fuß zu fassen und sich zu verbreiten. Damit wurden politische Zugeständnisse an den Klassengegner gemacht, die es unter einem Stalin wohl nicht gegeben hätte. Auf alle Fälle war mit einer geschwächten sozialistischen Wirtschaft und dem verbreiteten Revisionismus in fast allen KPs die Grundlage für den endgültigen Verrat durch Gorbatschow und den Säufer Jelzin geschaffen.

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