Meine Kritiker

Ich möchte Euch heute mal eine wahrscheinlich provokante Äußerung von mir vorstellen. Ihr dürft gerne Eure Meinung dazu sagen.

Ich muss mich hauptsächlich mit zwei Arten von Kritikern rumschlagen.

Da wären auf der einen Seite die, die meiner Meinung nichts abgewinnen können, mir aber erklären, wie ich mich mit meiner Meinung zu verhalten habe. „Du als Kommunist…“ Diese Personen sind für mich und mein Handeln nicht weiter relevant, ich erwarte nichts Konstruktives von ihnen.

Schwieriger sind aber die Kritiker aus den eigenen Reihen, die in verwanztem Schlabberlock in den Bioladen gehen um aller Welt zu zeigen, wie alternativ sie sind und mir erklären, auf was ich alles verzichten muss, um politisch korrekt zu sein. Daheim aber an ihrem 2000 Euro iMac (Weil ist ja alternativ zum bösen Microsoft!) das nächste Flugblatt gegen die Globalisierung entwerfen, während aus der sündhaft teuren Sony-Stereoanlage die Musik Eingeborener aus dem Amazonas ertönt. Mit Bassverstärker! Es darf nur keiner wissen, denn das könnte ja peinlich sein. Die nächste Aktion kann man ja auch in der verrauchten Kneipe bei einem Bier besprechen.

Die wenigsten scheinen zu verstehen, das sich sozial zu engagieren nicht bedeutet, auf die schönen Dinge im Leben zu verzichten, sondern dafür zu kämpfen, dass allen Menschen diese schönen Dinge zugänglich sind. Fortschritt bedeutet nicht, im Gestern gefangen zu sein.

  1. Eine Reaktion

  2. Von Anonymous am 2. Okt 2012 um 04:07 Uhr

    Hi. Soweit stimme ich zu, als Marxist im Hier und Jetzt nicht auf schöne Dinge des Lebens zu verzichten… Ich fände es aber wichtig beharrlich und offen aufeinander zuzugehen, um einen gemeinsamen Konsens zu finden… Ich verfolge seit Jahren Deinen interessanten Blog, stelle aber auch fest, das auch „unnötige“ Streitkulturen gepflegt werden, welche einer sachlichen Kommunikation hinderlich sind. So z.B die MLPD Satire und auch die, wenn auch etwas blauäugige Art des Gen Lothar Häupl… Man kann verschiedener Meinung sein, sollte sich aber nicht zu sehr verspotten. Man beachte die leninsche „Klarheit vor Einheit“…

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