1. Mai in Stuttgart

Dieses Jahr war ich wieder in Stuttgart zur Revolutionären 1. Mai Demo. Die konnte ich schon zweimal begleiten und war jedes Mal beeindruckt.1

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Diesmal startete um 10 Uhr die DGB-Demo in Stuttgart am Marienplatz. Im Vorfeld gab es bereits einige Polizeikontrollen, bei denen „links aussehende“ Menschen von Kopf bis Fuß abgetastet wurden.

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In einem langen Zug mit über 2000 Teilnehmern ging es zum Markplatzplatz in Stuttgart. Vertreten waren viele linke Organisationen, ein großer Teil auch von Menschen mit türkischen und kurdischen Migrationshintergrund. Dabei waren auf der einen Seite natürlich die sozialen Forderungen ein Thema, aber auch der Antifaschismus und aktuell die NSU-Thematik wurden angesprochen. Besonders aus dem Antikapitalistischen Block waren viele Parolen für eine bessere Gesellschaft zu hören.

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Auf dem Schlossplatz Marktplatz hielt der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber eine Rede, die ich allerdings inhaltlich eher schwach fand. Revolutionäre Positionen erwartete man bei der Parole „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.“ da natürlich vergebens.

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Noch während seiner Rede liefen viele Jugendliche mit roten Fahnen und Parolen zum Schlossplatz, dort war der Auftakt der Revolutionären Maidemo. Diese verlief nach dem Start eine Weile problemlos, auch die Polizei hielt sich zurück, entgegen der Erfahrungen der vorherigen Jahre. Kurz vor dem Ende kam es dann doch zu einer gewaltvollen Konfrontation, als die Jugendlichen nach dem Herunterzählen eines Countdowns ca. 50 Meter vorwärts stürmten.

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Die Polizei, sichtlich überfordert, reagierte mit Knüppeln und Pfefferspray und den vergeblichen Versuchen, Transparente zu entreißen. Dabei gab es auf Seiten der Demonstration mehrere Verletzungen, zwei Genossinnen mussten anschließend am Kopf genäht werden. Anschließend ging es als Wanderkessel zum Endpunkt der Demonstration am Erwin-Schöttle Platz. Nach einer Rede liefen die Jugendlichen geschlossen zum Linken Zentrum Lilo Herrmann, wo bis in die späten Abendstunden ein Straßenfest stattfand.

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Weitere Berichte:

trueten.de
Linksunten
Bei Abriss Aufstand

  1. Mein Bericht kommt etwas verspätet, weil ich vorher keinen Computer zur Hand hatte. []
  1. 5 Reaktionen

  2. Von Mur Phy am 3. Mai 2013 um 01:16 Uhr

    „Nach einer Rede liefen die JUGENDLICHEN geschlossen zum Linken Zentrum Lilo Herrmann“

    Da fühl ich mich als Ü30 durchaus etwas diskrimminiert. Die Revolution ist ja zum Glück nicht allein Sache der Jugendlichen 🙂

  3. Von Alex am 3. Mai 2013 um 01:33 Uhr

    Hinweis – kleiner Fehler im Text:
    „Auf dem Schlossplatz hielt der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber eine Rede“
    Das war der „Marktplatz“

    PS eine Rückfrage – bist du sicher das die beiden am Kopf genäht werden mussten?

  4. Von Woschod am 3. Mai 2013 um 09:32 Uhr

    Ich habe mich mit einer unterhalten. Die Wunde neben der Stirn wurde auf jeden Fall genäht und die bei der anderen Genossin oben auf dem Kopf genäht oder geklammert. Ich glaube Letzteres.

    (Danke für den Hinweis.)

  5. Von Anno Nym am 16. Mai 2013 um 22:49 Uhr

    Nice Pics, so viele Fahnen mit Hammer & Sichel sieht man nicht alle Tage, allenfalls noch die SOL in Hamburg. Zumindest wenn man die Pics auf Indy betrachtet. Über Hammer & Sichel in Frankfurt kann ich diesmal nichts aussagen, mußt im Ostend Nazis blockieren.

  1. 1 Trackback(s)

  2. 3. Mai 2013: Revolutionäre 1. Mai Demo | SchaeferWeltWeit.de

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