Freiwilliger Sklavenmarkt

Quelle: Regio Personalagentur (Und so wohl viele andere auch)

4. Vergütung ohne Vermittlungsgutschein

Sollte der Auftraggeber, zum Zeitpunkt der Einstellung oder einer Einigung über eine Beschäftigung, nicht in Besitz eines gültigen Vermittlungsgutscheines sein, so wird die nachfolgend genannte Vermittlungsgebühr fällig. Der Anspruch des Vermittlers auf Vergütung ist nach Abschluss eines Arbeitsvertrages zwischen dem Auftraggeber und dem Arbeitgeber, sofern der Kontakt durch den Vermittler zu Stande gekommen ist, nach vierwöchiger Beschäftigungsdauer fällig. Die Höhe der Vergütung beträgt 500,00 Euro. Die Vergütung ist in Bar oder per Überweisung auf das unten genannte Konto zahlbar.

Und bringt der Arbeitssuchende einen Vermittlungsgutschein mit, verdient die Personalagentur sogar noch mehr:

5. Vergütung auf Grundlage eines Vermittlungsgutscheins der Agentur für Arbeit

Sofern der Auftraggeber zum Zeitpunkt der Eingehung eines Beschäftigungsverhältnisses im Besitz eines gültigen Vermittlungsgutscheins der Agentur für Arbeit ist, verpflichtet sich die Agentur für Arbeit, den nach diesem Vertrag entstehenden Vergütungsanspruch des Vermittlers zu begleichen (vgl. § 421g Abs. 1 SGB III) Die Vermittlungsvergütung einschl. Umsatzsteuer beträgt bei Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein 2000 €(gem. § 296 Abs. 3 SGB III in V. mit § 421g Abs. 2 SGB III). (…)

Das Perfide daran ist ja, das in vielen Stellenanzeigen ein Vermittlungsgutschein gefordert wird. D.h. die Firmen schalten selber gar keine Stellenanzeige mehr sondern die Personalagentur, die den Bewerber dann direkt durchreicht.

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