75 Jahre Münchner Abkommen – Antikriegsaktion

Gestern startete die Internationale Antikriegsaktion zum 75. Jahrestag des „Münchner Abkommen“.

www.himmlischevier.de

Start war gegen 13 Uhr vor dem ehemaligen Führerbau, jetzt der Musikhochschule München. Dort wurde nochmals ausdrücklich bei der Polizei nachgefragt, ob es irgendetwas zu beanstanden gibt. Dem war nicht so.

Der nächste Halt des Konvoi war für eine Viertelstunde vor der CSU-Zentrale eingeplant, am Ende wurden daraus über vier Stunden. Denn obwohl die Polizei vorher nichts zu beanstanden hatte, meldete sich der Staatsschutz, der mit mehreren Leuten vor Ort war, und monierte die Uniformen zweier darstellender Künstler auf dem Zug. Erst wurde die gesamte Uniform beanstandet, später dann die darauf zu sehenden Hakenkreuze. Wie gesagt, beim Start des Zuges war das noch kein Problem. Der führende Polizeibeamte wälzte sich in Unschuld, er könne da gar nichts machen, wenn der Staatsschutz da was sagt und anschließend die Staatsanwaltschaft auf Beschlagnahme der Uniformen besteht. Er müsse also dem Anfangsverdacht wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole (§86a) nachgehen. Obwohl deutlich war, dass es sich bei dieser Antikriegsaktion eben um eine ANTIkriegsaktion und künstlerische Darstellung handelte, wurde von Seiten der Polizei argumentiert, Münchner könnten auf den Gedanken kommen, jetzt fahren die Nazis wieder in den alten Uniformen durch die Stadt. (Die Uniformen wurden für viel Geld in einem Theaterkostümverleih geborgt.) Die Polizei weigerte sich an die begleitende Rechtanswältin die Telefonnummer der Staatsanwaltschaft rauszurücken. Nach mehreren Stunden gelang es der Rechtsanwältin dann, einen Eilrichter zu erreichen, damit diese Angelegenheit rechtskräftig geklärt werden kann. Der äußerte sich letztlich dahingehend, dass er da nichts entscheiden kann, weil das nicht von der Staatsanwaltschaft ausgeht sondern eine Polizeiaktion vor Ort wäre. Ach? Also musst entweder die Polizei vor Ort oder der Richter lügen. Diese Angelegenheit hat auf jeden Fall noch ein Nachspiel. Und dadurch, dass dies nicht geklärt wurde, muss davon ausgegangen werden, dass der Konvoi in den kommenden Tagen wieder deshalb aufgehalten wird. (Siehe auch den Bericht dazu.)

Nach über 4 Stunden Wartezeit verzichtete der Zug auf das Anfahren der weiteren geplanten Plätze Odeonsplatz und Staatskanzelei und vor direkt durch den Münchner Norden zum MAN-Werk, wo am nächsten Morgen die nächste Aktion geplant war.

Weitere Termine und Haltepunkte des Zuges in den kommenden Tagen könnt ihr dem Flugplatt (PDF-Datei) entnehmen, besonders wäre da hervorzuheben der 3. Oktober!

Ein aktuelles Tagebuch findet ihr hier (Aktuelle Artikel auf der rechten Seite auswählen.)

ANTIKRIEGSAKTION-01 ANTIKRIEGSAKTION-02 ANTIKRIEGSAKTION-03

ANTIKRIEGSAKTION-04 ANTIKRIEGSAKTION-05 ANTIKRIEGSAKTION-06

ANTIKRIEGSAKTION-07 ANTIKRIEGSAKTION-08 ANTIKRIEGSAKTION-09

ANTIKRIEGSAKTION-10 ANTIKRIEGSAKTION-11 ANTIKRIEGSAKTION-12

ANTIKRIEGSAKTION-13 ANTIKRIEGSAKTION-14 ANTIKRIEGSAKTION-15

ANTIKRIEGSAKTION-16 ANTIKRIEGSAKTION-17 ANTIKRIEGSAKTION-18

ANTIKRIEGSAKTION-19 ANTIKRIEGSAKTION-20 ANTIKRIEGSAKTION-21

ANTIKRIEGSAKTION-22 ANTIKRIEGSAKTION-23 ANTIKRIEGSAKTION-24

  1. Eine Reaktion

  2. Von Georg am 2. Okt 2013 um 10:36 Uhr

    Selbst Schuld,wie können die es auch wagen in der Hauptstadt der Bewegung soll ein Theater zu veranstalten

Zu diesem Beitrag sind keine Kommentare möglich.