Archiv für die Kategorie ‘Bayern’

Fernsicht: 200 Kilometer

Am gestrigen Montag stürmtes im Norden des Landes, im Süden dagegen war es relativ ruhig. Sonne satt, Temperaturen bis 23 Grad und eine fantastische Fernsicht dank Föhn. Ich habe mir daher den Spaß gemacht und bin auf dem Flughafen München kurz vor Sonnenuntergang auf den Besucherberg gestiegen. Der Fotoprofi weiß ja: Am Morgen und am Abend ist das Licht am schönsten.

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Der Blick reichte dann auch bis zur Zugspitze (120km) und noch viel weiter.

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Eine Weitwinkelsicht nach Süden, Osten, Norden, Westen zeigte auch gut, wo das schlechte Wetter sich versteckte.

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Es gab einen schönen Sonnenuntergang…

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…bei fast komplett klaren Himmel.

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Vielleicht kennt sich ja jemand mit den Alpen westlich der Zugspitze aus und kann mir sagen, welche Berge man da sieht. Die Fotos sind von Zugspitze im Südwesten nach Westen geordnet. Rechts ist also auf jeden Fall Österreich. Reicht der Blick da bis Vorarlberg?

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Ich schwöre, ich war es nicht!

CSUm kotzen!

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Meine Stimme ging an die Linkspartei.

So kommuniziert man in Bayern. ;)

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Muss ich ja alles lernen, da ich ein integrationswilliger Mensch bin.

Dafür sind die Berge schön und das Wasser sauber.

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Nur als ich gesagt habe: “Nennt mich Jesus, ich kann übers Wasser laufen”, gab es Ärger.

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Und dann die Verständigungsprobleme…

Isarhochwasser 3. Juni 2013 – Marzling bis Landshut

Weitere Bilder flußabwärts von Freising aus.

Isarbrücke Marzling

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Isarhochwasser 3. Juni 2013 – Freising

Heute ist der Pegel der Isar im Vergleich zu gestern noch mal über einen halben Meter gestiegen, auf ca. 380cm. Im Stadtteil Lerchenfeld sind vor allem die Keller der kleinen Häuser vollgelaufen, allerdings mit Grundwasser, daher ist das relativ sauber. Am Deich steht weiterhin die Feuerwehr und pumpt, die Sekunde 300 Liter. Das sind über eine Million in einer Stunde, bzw. über 1000 Kubikmeter. Die Stimmung erinnert mich langsam an Dresden 2002, überall Martinshörner, Feuerwehren und THW. Mehrere Straßen wurden bereits gesperrt. Seit kurz nach 18.30 Uhr gilt im Landkreis Freising Katastrophenalarm. Nun ja, die Pfützen in der Tiefgarage sind noch nicht größer geworden.

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Isarhochwasser 2. Juni 2013

Es ist schlimmer gekommen, als wir dachten. Inzwischen hat die Isar den zweithöchsten Pegelstand nach dem Hochwasser von 2005. Damals waren es 450cm. Derzeit (22:00 Uhr) sind es ca. 343cm.

Im Folgenden einige Bilder des Tages.

Das ist die Nordseite der Isar bei Oberhummel. Hier wird der Deich sicher auch in den nächsten Stunden komplett geschlossen.

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Auf der Südseite wurde der Deich schon geschlossen. Wenn nicht, würde als nächstes Gaden unter Wasser stehen.

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Ich bin ein Freisinger

Seit heute bin ich offiziell Bürger der Stadt Freising. Mein Hauptwohnsitz in Dresden und mein Nebenwohnsitz in Marzling (Bayern) sind bereits abgemeldet. Damit wird mich Dresden in Zukunft nur noch 2-4 mal im Jahr sehen, wenn ich einen Schlafplatz finde.

Meine neue Wohnung hat 65qm, da ist alleine das Schlafzimmer größer als meine gesamte Wohnung in Dresden. Dachgeschoss, kein Fahrstuhl und ein schöner Blick Richtung Süden. Da gibt es im Sommer sicher wieder ein paar schöne Gewitterfotos. Ach ja, 750€ warm inkl. Stellplatz in der Tiefgarage.

Was das alles kostet… Erst mal Küche einrichten, zum Schlafen ein Klappbett, für das Wohnzimmer ein Sofa, den Rest eher über Ebay Kleinanzeigen: Aus Dresden nehme ich ja außer der Waschmaschine und ungezählten Büchern nichts weiter mit. Der ganze Rest kommt so nach und nach.

Dafür habe ich dann superschnelles Internet per Kabel. Ganz alleine für mich!

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Politischer Frühshoppen in Marzling

Nachdem ich das Wochenende schon linke Politik erlebt habe, wurde es am Sonntagmorgen mal so richtig schön bürgerlich. In dem kleinen Marzling, wo ich seit fast 5 Jahren lebe, gab es einen politischen Frühschoppen. Um mich anzupassen, habe sogar ich schon um 11 Uhr ein Bier getrunken. ;)

Die musikalische Einstimmung verpasste ich, was ich aber auch nicht schlimm fand. Mich hat vor allem die politische Diskussion interessiert.

Als Gäste waren geladen:

  • MdL Dr. Christian Magerl
  • Landrat Michael Schwaiger
  • Bürgermeister von Freising, Dieter Werner
  • Als Moderator: Chefredakteur des Freisinger Tageblatt, Helmut Hobmaier

Die Themen waren:

  • 3. Startbahn des Münchner Flughafen
  • Ostortsumfahrung Freising (B301)
  • Erweiterung des Sportgelände
  • Asylanten im Landkreis (sic!)

Alles also eigentlich sehr regionale Themen, darum will ich Euch darüber, bis auf den letzten Punkt, auch nicht weiter informieren. Mich selber interessierte auch am meisten das Thema Asylpolitik.

Korrekterweise sprechen wir natürlich auch nicht von “Asylanten” sondern von “Asylsuchenden” oder “Migranten”. Das Wort “Asylanten” ist aber in dieser Runde nicht weiter gefallen.

Hauptsächlich sprach zu dem Thema Michael Schwaiger. Er schilderte die Probleme von überfüllten Aufnahmestellen in München und das kaum noch Kapazitäten vorhanden wären. Die Situation ist jedoch, das sich unsere Regierungen auch aus den weltweiten Krisenherden mehr zurück ziehen und viele Bürger (Ja, er sagte wirklich “Bürger”) zu uns kommen. Im Landkreis besagt die Zuteilungsquote, dass ca. 160 Asylsuchende aufgenommen werden müssen, derzeit sind es 140 Menschen. Dafür werden unbedingt weitere Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Das können auch normale Mietswohnungen sein, die zu normalen Kosten bezahlt werden. Das Landratsamt unterstützt dabei, wichtig sind aber auch die vielen freiwilligen Helfer. Desweiteren ist es ein Ziel, die Abwendung vom Sachwertprinzip (Asylsuchende müssen Lebensmittel bestellen und bekommen 3 mal die Woche eine Lieferung) hin zur Ausgabe von Gutscheinen, mit denen sie in den örtlichen Geschäften einkaufen können.

Der Moderator Helmut Hobmaier sprach davon, das die Ängste gegen Asylbewerber unbegründet sind, die Asylbewerber sind selber auch froh, wenn sie hier sein können.

Michael Schwaiger stimmte dem zu, wies aber nochmals darauf hin, das die fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten ein großes Problem sind. Derzeit wird praktisch alles angemietet, was bau- und brandrechtlich möglich ist. In Marzling z.B. gibt es quasi keine offenen Mietwohnungen, da diese immer gleich weiter vermietet werden. Das führt auch dazu, das Asylsuchende in Unterkünften weit ab von Orten untergebracht werden müssen. Er bezeichnete die Asylbewerberverfahren teilweise als menschenverachtend, die Leute haben jede Menge Probleme, wenn sie flüchten. Wenn sie auf abweisende Bürger stoßen, fühlen sie sich nicht zu Hause.

(Meine persönliche Einschätzung ist übrigens, so wie ich das bisher in Marzling mitbekommen habe, die Immigranten freundlich aufgenommen werden und vieles versucht wird, ihnen zu helfen. Das ist auch des Öfteren eine Notiz im Marzlinger Rundblatt wert.)

Nach diesem Thema war die politische Runde fertig, mein Weißbier alle und auf das anschließende Hendl verzichtete ich. ;) Alles in Allem war ich aber positiv überrascht von der Atmosphäre.

Klassenkampf statt Weltkrieg (Veranstaltungsbericht)

Die Veranstaltung „Klassenkampf statt Weltkrieg“ am 29. September 2012 in einem gemieteten Saal der Musikhochschule stand bis zu Letzt auf der Kippe. Zwar gab es eine Entscheidung des Amtsgericht München, das der Mietvertrag vom Kanzler der Hochschule eingehalten werden muss, doch dieser fühlte sich nicht daran gebunden und sprach die Kündigung nochmals aus, er wollte sich vor dem Bayrischen Landgericht sein „Recht“ holen. Das Landgericht jedoch bekundete, die Entscheidung nicht mehr dieses Wochenende zu fällen. Somit war der Kanzler der Musikhochschule gezwungen, sich an die vertraglichen Bedingungen zu halten und die Veranstaltung konnte ungehindert stattfinden.

Der Saal war auf eine gruslige Weise dekoriert. Rote Fahnen mit einem weißen Kreis und einem Hakenkreuz in der Mitte erschreckten den Besucher zuerst. Beim näheren Hinschauen konnte man jedoch erkennen, dass das Hakenkreuz zerstört ist. Gut so!

Zu Beginn der Veranstaltung gab eine junge Genossin einen Rückblick auf die Geschichte des Hauses. Der „Führerbau“ wurde 1937 eingeweiht, 1938 fand hier die Besiegelung des Münchner Abkommens statt. Daran nahmen Delegationen Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Deutschlands teil. Die tschechoslowakische Delegation, also die Abgesandten des Landes, welches betroffen war, durften nicht an dem Treffen teilnehmen. Sie wurden im nachhinein nur über das Ergebnis informiert, welches die Abtretung größerer Gebiete an Nazideutschland vorsah.

Seit 1957 wird das Gebäude von der Hochschule für Musik und Theater genutzt. 1995 wurde an diesem Ort die Münchner Konferenz durch linke Aktivisten nachgestellt.

Während des Rückblick marschierten vier Gestalten über die Bühne, erkennbar als Soldat, Bundespolizist, Helfer des THW und Hitler. Die Veranstalter, u.a. FDJ, Arbeiterbund und Gewerkschaftsjugend, warnen seit Jahren vor dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren und der unmilitärischen Mithilfe von Organisationen wie dem THW im Krisenfalle zur Bekämpfung von Aufständen. Aufstände, wie wir sie derzeit massiv in Griechenland, Spanien und weiteren europäischen Ländern sehen.

Thomas Schmitz-Bender begrüßte die Anwesenden und gab noch mal einen kurzen Rückblick auf den Kampf um den Platz in der Hochschule. Das Ergebnis war eindeutig: „Wir haben gewonnen!“

Anschließend wurde der Film der internationalen Antikriegsaktion „Klassenkampf statt Weltkrieg“ gezeigt, bei der mit mehren LKWs deutsche, tschechische und polnische Städte besucht wurden und dort Aktionen stattfanden. Einer der LKW konnte an diesem Tag vor dem Gebäude betrachtet werden.

Tanja sprach über die derzeitige Krise und vor allem, was sie für die Jugend bedeutet. An Hand einiger Zahlen erläuterte sie, welchen Gewinn Deutschland derzeit aus der Eurokrise zieht. Die Frage ist deshalb: Was heißt es für die Jugend, wenn sie jetzt nicht den Kampf gegen das System beginnt? Während ihrer Worte liefen einige gelb-rot gekleidete Zwerge, einen Sarg tragend, über die Bühne.

Karel Janda (Vorsitzender des Klubs des tschechischen Grenzlandes (K?P) und Mitglied des RFB) erläuterte das Münchner Abkommen und zeigte Parallelen zur heutigen Zeit auf. Nach ihm sprach Radim Gonda ebenfalls über das Thema. Heute führt Deutschland keinen Krieg mehr gegen seine Nachbarländer sondern unterdrückt sie wirtschaftlich. Viele große Firmen in Tschechien und Polen befinden sich in deutscher Hand. Der Zeitungsmarkt in Tschechien wird fast nur durch deutsche Konzerne besetzt.

Marcin Popiuk von der Kommunistischen Partei Polens richtete Grüße aus seinem Land aus und schilderte die Situation in Polen.

Eindringliche Worte kamen von Helge Sommerrock über die Gefahr, die Deutschland in Europa darstellt und wie weit es seine Fühler schon wieder in andere Länder ausgebreitet hat. “Krieg und Faschismus wird es solange geben, wie die Produktionsmittel einer Minderheit gehören.”

Zum Ende kamen wieder die gelb-roten Sargträger. In dem Sarg befand sich das Krokodil, welches man schon von der Aktion der Himmlischen Vier kannte, es stand symbolisch für den Deutschen Imperialismus. Die Zwerge fingen an zu singen „Deutschland, Deutschland…“ Doch schon während der ersten Strophe standen im Publikum Personen auf und fingen an „Vorwärts, und nicht vergessen“ zu singen. Ihr Gesang, in dem immer mehr Anwesende einstiegen, übertönte den „Trauergesang“ der Zwerge. Zu guter Letzt wurde das Krokodil von der Bühne gekippt.

Während nochmals alle Mitwirkenden auf der Bühne erschienen, spielte ein Trompeter die Internationale. Dieser Tag war für alle Gäste ein beeindruckendes Erlebnis.

Erlebnisse aus München

Am Mittwoch war ich mal wieder in München.

Schon die Hinfahrt war problematisch. Auf unserem Dorf wollte ich auf dem Bahnsteig eine Singletageskarte (11 Euro) für den gesamten MVV-Bereich ziehen. Jedoch sprang der Fahrkartenautomat aus der Auswahl immer wieder in den Startbildschirm zurück. Man konnte diese Karte also nicht kaufen.

In München auf dem Hauptbahnhof wollte ich den Automaten im Kundenzentrum melden, am 1. Klasse-Schalter wurde ich allerdings harsch zurückgewiesen, ich muss eine Nummer ziehen. Da ich allerdings nicht 10 Minuten warten wollte, bleibt der Automat also ungemeldet. Der Person hinter dem Schalter war das egal.

Na zumindest hatte ich leichte Leselektüre dabei.

Das eigentliche Ziel in München war die Schufa, um mal herauszubekommen, was die über mich gespeichert haben. Eine Auskunft pro Jahr muss ja kostenlos gemacht werden.1 Ich habe sie in der Eisenheimer Straße 61 dank Smartphonenavigation auch schnell gefunden. Vor dem Ziel gab es aber noch eine Hürde zu bewältigen, der Fahrstuhl war defekt. Aber da bekam ich einen tollen Tipp:

Am Ziel angekommen: Bätsch! Die ganzen Adressen, die man im Internet findet, kann man vergessen. Es gibt die Fiale nicht mehr. Dafür wird man an einen Kreditanbieter in München verwiesen. Ich habe den besucht, aber der konnte mit für die kostenlose Selbstauskunft nur ein Formular in die Hand drücken. Na da hätte ich auch drauf verzichten können.

Also bin ich ein bisschen in München herumspaziert und habe die wichtigsten Läden der Stadt besucht.

Auf dem Marienplatz war 12 Uhr gerade das Glockenspiel des Rathausturms zu sehen. Interessant, dass es anscheinend inzwischen modern ist, mit einem Tablet2 zu fotografieren… Na ja, jeder wie es ihm/ihr gefällt.

Anschließend war ich im Kino und habe mir “Das Bourne Vermächtnis” angeschaut. Waren aber eher langweilige 2 Stunden.

  1. Sorry für der holprige Deutsch []
  2. Nein, nicht nur iPads, u.a. habe ich eines von Asus gesehen! []