Archiv für die Kategorie ‘Internet’

Ich und meine Freunde

Bei heise online zum Thema „Drei Viertel der deutschen Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken“ meint mal wieder ein Oberschlauer:

Und ich frage mich bei der Gelegenheit, ob diese 73 Prozent eigentlich wissen, was „direkter zwischenmenschlicher Kontakt“ bedeutet.

Oder bezieht sich das Pflegen von „Freundschaften“ mehr auf die „Freunde“, die man nur von Gesichtsbuch & Co. kennt und in seinem Leben noch nie real gesehen hat..?

Weitere Frage, die sich mir stellt: Kennt von denen eigentlich noch den Unterschied zwischen Bekanntschaft und Freundschaft? Ich zweifle daran.

Da frage ich mich doch, Woher kommt bei einigen eigentlich der Wahn, das man persönliche Freundschaften immer nur im direkten menschlichen Kontakt pflegen soll, und die sonst keine richtigen Freundschaften sind? Muss ich denn mit Freunden immer in der verqualmten Kneipe oder der kalten Bushaltestelle zusammenhocken? Nur weil wir das bisher ja auch immer so gemacht haben?

Ich kann mit meinen Freunden auch daheim über Internet prima kommunizieren. Sehr praktisch vor allem, da ich arbeitsmäßig gezwungen ziemlich am Arsch der Welt lebe. Ich hau mir meinen Heavy Metal um die Ohren und kann trotzdem chatten, Fotos tauschen, Spaß haben und vieles mehr. Und ich kann auch Freunde daran teilhaben lassen, die gerade zu einem bestimmten Termin keine Zeit haben.

Meine Freundesliste bei Facebook umfasst derzeit 86 Person. Mindestens 75 davon kenne ich persönlich und sehe ich auch ab und an. Aber auch wenn ich öfters mit denen online kommuniziere als an der frischen Luft, sind sie trotzdem meine Freunde.

Zeiten ändern sich, wir leben nicht mehr im vordigitalen Zeitalter.

Der 22. Juni 1941…

… war nicht der Anfang des Zweiten Weltkrieges. Aber er war ganz sicher der Anfang vom Ende des „Tausendjährigen Reiches“. Darum, um es mit den Worten Ernest Hemingways zu sagen:

„Jeder Mensch, der die Freiheit liebt, hat der Roten Armee mehr zu verdanken, als er jemals in seinem Leben bezahlen könnte.“

(via Weltendenzwischen, und nebenbei, abonniert das Blog ruhig mal. Es ist neu, wird aber sicher noch einiges Interessantes zu bieten haben. 🙂 )

Kleinigkeiten im Blog / Trackback Ping von WordPress zu Serendipity

Ab sofort müssen keine Angaben mehr bei Name, Mailadresse oder Webseite eingegeben werden, wenn man kommentiert. Auch keine Fakeangaben. Allerdings ist dabei die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr groß, dass die Kommentare automatisch als Spam aussortiert werden.

Eine Frage an die Blogexperten: Es gelingt mir seit einiger Zeit fast nie, ein mit Serendipity gehostetes Blog anzupingen. Also zum Beispiel diesen Eintrag bei treuten.de. Automatisch bekommt trueten.de da sowieso keinen Trackback. Aber auch das manuelle Einfügen der Trackback-URL

http://www.trueten.de/comment.php?type=trackback&entry_id=7110

in das entsprechende Feld bei WordPress hier löst keine Reaktion aus. Es bleibt auch nach Veröffentlichung des Artikels so stehen.

Eigentlich sollte es dann so aussehen (andere Adresse, aber egal):

Hat irgendjemand eine Idee?

Schade

Eines meine Lieblingsblogs wurde beendet.

Station57

Skandal! Google Street View schaut sogar in Toiletten rein!

Wie schlimm Google Street View wirklich ist, kann man jetzt an Oberstaufen erkennen. In dem Ort, der vermutlich derzeit die meisten virtuellen Touristen anzieht, hat Google mit seinen Street View-Autos sogar in der Rothenfelsstraße in die Toiletten reingeschaut.

Wer hätte das gedacht! SKANDAL!

„Diskussion der Gewaltfrage“

Zitat aus einem Artikel von annalist: „Das Besondere an Stuttgart 21 (ist gar nicht so besonders)“

…eins der Probleme bei der ‘Diskussion der Gewaltfrage’ ist ja eh, dass sich nur eine Seite unbefangen äußern kann, weil alle anderen mindestens mit interessierter Beobachtung durch die Behörden zu rechnen haben und nicht selten später mit Repressalien. Beobachtung habe ich schon garantiert, Repressalien indirekt auch schon ausreichend. Das macht eine ausgewogene Diskussion sowieso unmöglich.

Annalist ist das lesenswerte Blog der

…Partnerin von Andrej Holm, der morgens um 7 Uhr in unserer Wohnung als Terrorist festgenommen wurde. Danach begann ich, über das Innenleben einer Terrorismus-Ermittlung zu bloggen (vor allem hier nachzulesen, mehr in der Mediathek). Nach Juli ’07 fand die Bundesanwaltschaft nichts, was den Vorwurf erhärtet hätte und ermittelte noch bis zum 5. Juli 2010 weiter. Seit nicht mehr so spürbar ermittelt wurde, schreibe ich über Terrorismus- und Extremismus-Diskurse sowie über Polizeien im allgemeinen und besonderen. Es ist zu befürchten, dass der Verfassungsschutz weiter überwacht.

Um das auch mal hier erwähnt zu haben.

Google Homeview

Im Zusammenhang mit Google Street View wird ja derzeit viel diskutiert. Ich persönlich finde es gut, dass Google endlich Nägel mit Köpfen macht und los legt. Um so absurder ist die Aussage von Linken-Politiker Bodo Ramelow:

„Aber Street View ist äußerst heikel, weil der Nutzer die Perspektive eines Fußgängers einnehmen kann.“

Ach? Ist ja ein Ding! Eines der beliebtesten Argumente ist dabei, wie er selber auch sagt:

„Die Zugangsmöglichkeit zu meinem Haus kann dann jeder studieren. Einbrecher will ich aber nicht unbedingt haben.“

Also mal ganz ehrlich, wenn ich irgendwo ernsthaft als Einbrecher wo einsteigen will, dann nutze ich für die Planung nicht Jahre alte Fotos sondern schaue mit das vorher live an.

Mit dem Thema Datenschutz hat sich Dennis Knake auseinandergesetzt: Google Street View: Die Stunde der Hypokriten“.

Als es um die mittlerweile vom Bundesverfassungsgericht gestoppte Vorratsdatenspeicherung ging, war Frau Aigner weniger zimperlich. Die Telekommunikationsanbieter sollten verpflichtet werden, systematisch das Kommunikationsverhalten eines jeden Bürgers sechs Monate lang zu speichern: Also wann und wie lange ein Telefonat von A nach B geführt wurde und wann und wie lange eine Internetverbindung aufgebaut war oder wann und zu wem eine E-Mail gesendet worden ist. So schrieb sie 2007 auf abgeordnetenwatch.de warum sie sich für die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen hatte:

„Für etwaige Eingriffe in den privaten Lebensbereich durch solche Ermittlungsmaßnahmen muss es jedoch hohe Schranken geben. Die vor kurzem verabschiedeten Regelungen tragen dem voll Rechnung. So werden bei der Vorratsdatenspeicherung keine Gesprächsinhalte aufgezeichnet, sondern lediglich die Verbindungsdaten für sechs Monate gespeichert.“

Na da konnten wir ja froh sein, dass man “nur” die Verbindungsdaten, nicht aber auch noch die Inhalte speichern wollte. Google fotografiert doch auch nur die Häuserfronten und nicht etwa wo Oma ihr Sparschwein im Küchenschrank hinter dem Mehl deponiert hat.

Ich denke ja, die, die jetzt am lautesten protestieren, sind die ersten, die über Google Earth schauen, ob die Nachbarin nackt im Garten liegt.

Zum Schluss noch zwei Artikel aus dem Google WatchBlog, die hierbei natürlich als parteiisch zu sehen sind:

Aufreger des Tages

Meine Fresse, Fefe war beim LKA vorgeladen und ist da natürlich auch brav hingetrabt. Hat schön mit denen geplaudert und glaubt jetzt vielleicht, dass sie von ihm ja doch nichts erfahren haben.

Von „Anna und Arthur halten´s Maul!“ hat er sicher noch nichts gehört, aber wenigstens kann er mit seiner Unwissenheit prahlen. Na ja, braver Staatsbürger halt. Immer ein bisschen aufmüpfig, aber oh Gott!, ja nicht zuviel.

So, komme gerade von der LKA-Zeugenvernehmung zurück. (…) Die Ermittlung war gegen unbekannt wegen Amtsanmaßung. (…)

Die für mich interessanteste Frage an der ganzen Chose war ja, ob ich mich als Blogger auf Quellenschutz berufen kann. Da konnte sie mir auch nicht helfen. Sie erklärte mir, dass ich im wesentlichen die Aussage mit Hinweis auf den Quellenschutz verweigen könne bei ihr, und dann geht das zur Staatsanwaltschaft, und die prüft das dann, ob ich das tatsächlich machen kann. Schade, da hatte ich mir eine klarere Aussage erhofft.

Inhaltlich konnte ich denen nicht weiterhelfen. (…) Ich frage noch vorsichtig an, ob die wirklich glauben, nach vier Jahren den Verfasser eines Anschlages an einer Uni in Thüringen ermitteln zu können. Sie zeigte sich auch eher zurückhaltend enthusiastisch bezüglich der Aufklärungswahrscheinlichkeit 🙂

Aber ich bin jetzt doch neugierig. Vielleicht liest ja hier ein Anwalt für Presserecht mit und mag mir das mal kurz erläutern mit dem Quellenschutz. Mein Eindruck ist, dass ich ein Journalist bin und damit die Aussage verweigern kann. Wenn dem eurer Meinung nach nicht so ist: warum nicht? Was fehlt? (Danke, [Name])

(Hervorhebung von mir)

Ja, vielleicht sollte man erstmal den Kopf einschalten. Danach ist es zu spät.

Wirklich unglaublich, diese Naivität.

Gefällt mir!

Ich habe jetzt den Button „Gefällt mir“ für Facebook eingebaut. Den seht Ihr allerdings nur, wenn Ihr Euch einen Artikel einzeln anzeigen lasst.

Da könnt ihr also jetzt bei Facebook kundtun, dass Euch der Artikel gefällt. Ich hoffe, das wird auch regelmäßg gemacht. 😀 Vorausgesetzt natürlich, ihr seid bei Facebook angemeldet.

So richtig gefällt mir das mit dem Knopf aber noch nicht. 😉 Vor allem stört mich, dass es als Iframe geladen wird. Mit diesem Codeschnipsel, gefunden beim Kulturbanausen.

Kennt jemand eine bessere Möglichkeit für WordPress?

Ohne Worte…