Archiv für die Kategorie ‘Linux’

Probleme mit (k)Ubuntu und TV-Karte

Ich frage mich langsam, ob das Ubuntu-Team nicht noch einen Monat hätte an der aktuellen Version 7.04 arbeiten sollen, ehe es veröffentlich wurde. Nicht nur das Scanner-Problem… Insbesonder KDE enthält so einige Bugs. So wird bei verschlüsselten Mails in kmail einfach angegeben, dass die Passphrase falsch ist, anstatt sie wenigstens erstmal abzufragen. Ich muss erst Evolution starten, um die Mail öffnen zu können. 🙁

Weiteres Problem, meine TV-Karte brachte nur minimalsten Sound. Inzwischen habe ich rausbekommen, warum. Zwar kann ich über KMix den Line-In ein- und ausschalten, aber die Lautstärke nicht veändern. Eine Verstellung des Reglers bring genau nichts. Das habe ich festgestellt, nachdem ich das Gnome-Alsa Mischpult installiert habe. Damit lässt sich die Lautstärke des Line-In endlich ändern. *grummel*

Weil ich so viel Zeit habe …

beschäftige ich mich auch mit vielen nützlichen anderen Dingen. Einige Beispiele möchte ich euch heute vorstellen.

1. Ich kann mir nie merken, wann welche Feiertage sind. Da dies aber zum Grundwissen in den Neuen Urlaubsbundesländern gehört (ja, ja wir sind ein einziger Freizeitpark hier), habe ich im Indernetz ein tolles Programm gefunden. Das kann jeder, der Zugang zum Indernetz hat, nutzen. Na, nun mal etwas Geduld bitte. Hier kommen ja schon alle unwichtigen Informationen. Also ihr könnt das tolle Programm – eine wirkliche Perle – im Indernetz unter Kalender finden.
Toll, nicht? Ab sofort könnt ihr immer mit dem exakten Wissen über alle Feiertage in eurem Bunzelland prahlen. Aber nur, wenn ihr Zugang zum Indernetz habt.

2. Nahezu täglich muss ich Kubikwurzeln ziehen. Das hängt mit dem dreidimensionalen Raum zusammen, indem wir uns nunmal alle befinden. Nun jammert deswegen nicht. Es wäre viel schwieriger, wenn wir uns im elfdimensionalen Raum befinden würden. Nicht immer habe ich einen meiner Taschenrechner zur Hand. Aber an jeder Ecke gibt es ja ein Indernetzkaffee. Da habe ich per Indernetz Zugriff auf folgende Anleitung zum Ziehen einer Kubikwurzel gefunden: QWurz Einen Fetzen Papier und was zum Draufkritzeln hat man doch immer. So kann ich dann ganz fix meine Kubikwurzeln schriftlich raus bekommen.
Wenn so ein Indernetzkaffee mal geschlossen hat, vielleicht weil die Inder darin gerade mal streiken, dann geht es sogar ohne Taschenrechner und Indernetzkaffee. Ich habe vor kurzem gelernt, wie man Kubikwurzeln mit Kopfrechnen raus bekommen kann. Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal unter QKopf

3. Besonders knifflig wird es beim Thema Fliegen. Warum fliegt so eine große Kiste aus Blech, Plaste, Stoff und vielen Computern eigentlich? Die Antworten sind auch heute noch recht umstritten. Gängige Meinungen findet ihr z.B. auf dieser Indernetzseite Flug, das ist auch die Meinung eines anderen klugen Kopfes, wie auf dieser Indernetzseite AuchFlug
Ich habe lange über dieses Problem nachgedacht. Ich glaube, ich habe die wirkliche Ursache gefunden, warum so eine große Kiste fliegen kann. Das kann nur an den Computern liegen. Mit Computern – das sagt mein Papa immer – kann man nämlich alles machen. Warum dann nicht auch fliegen?

4. Nun noch etwas ganz lustiges. Eigentlich ist das was sehr, sehr kurioses. Ich habe lange darüber nachgedacht. Doch vielleicht könnt ihr mir sagen, wo der Kerl von diesem Programm die Indernetzkamera in meinem Wohnzimmer versteckt hat. Anders kann doch das Phänomen nicht funktionieren, oder?

Linux ist ja schön, aber das hat keinen Internet Explorer

Nö, hat es nicht. Und das ist auch gut so.

Aber wer sich gerne quält, machbar ist alles:

ielinux.jpg

MS Excel oder MS Word laufen auch. Inklusive aller Sicherheitslücken natürlich!

Übrigens, um mich mal wieder zu outen: Ich halte MS Word immer noch für die derzeit beste Textverarbeitung.

Steinigt mich!

Kleine Ubuntu-Umfrage

Na dann wollen wir Yoda mal ein bisschen unter die Arme greifen.

http://blog.yoda.ch/?p=1318

Scannen mit Canon Scan Lide 20/… unter Ubuntu 7.04 „Feisty Fawn“

Da wollte ich heute mit meinem Canon LIDE 20 ein paar Zeugnisse für eine Bewerbung scannen und es ging nicht. Weder mit kooka noch mix xsane. Ups! Dabei hatte ich mir vor einem Jahr extra den Scanner gekauft, da er volle Linux-Unterstützung durch sane genießt.

Ubuntu 7.04 „Feisty Fawn“ hat im Kernel eine USB-Option zum Energiesparen aktiviert, die genau das verhindert. Der Bugreport ist bereits bekannt, vielleicht wird es ja noch in diesem Frühjahr mit einem passenden Update.

Da der Zustand jetzt ziemlich blöd ist, muß entweder der Kernel manuell kompiliert werden (Viel Spaß!) oder scanimage an der Konsole genutzt werden.

Der Scanner wird erkannt mit:

scanimage -L

Anschließend:

scanimage -d plustek -x 215mm -y 297mm >picture.jpeg --resolution 100 --mode Gray

„Gray“ kann bei Bedarf durch „Lineart“ oder „Color“ ersetzt werden. Die Resolution kann auch individuell eingestellt werden. Natürlich kann auch der Dateiname individuell gewählt werden.

Mehr Optionen erfährt man mit:

scanimage -h

Anschließend die Datei picture.jpeg beispielsweise mit Gimp bearbeiten.

Das ist sicher nicht die eleganteste Art, reicht aber fürs Nötigste.

Ubtunu 7.04 und die kleinen Probleme (vmware)

Seit gestern habe ich (k)ubuntu 7.04 laufen. Dabei handelt es sich um die Daily-Version vom 17.4.2006. Heute soll es ja offiziell erscheinen.

Ein paar Dinge sind mir leider negativ aufgefallen:

1. Bisher konnte ist der Ton meiner TV-Karte (Hauppauge PCI) nur als jämmerlich bezeichnen. In der Version 6.10 musste ich zwar auch den Regler suchen, den ich einschalten und aufdrehen musste, um ordentlich Ton zu haben, bisher war das aber leider erfolglos.

2. Achtung, der neue Kernel 2.6.20-15 und vmware / vmware Server kommen nicht miteinander klar. vmware bricht irgendwann bei der Installation ab. Offensichtlich hilft es bei einigen, den Patch /vmware-any-any-update109/runme.pl zu starten, damit soll es zu Ende laufen.
Eine Alternative ist die kostenlos verfügbare Beta 6 von vmware, damit funktioniert es klaglos. (Und hey, Vista-Support ist auch schon drin!)

3. Spamassassin ist mir mehrmals beim Start von kmail sofort abgestürzt. Inzwischen habe ich es komplett de- und nochmals neu installiert, vielleicht klappts ja jetzt wieder. Bei ca. 100 Spammails am Tag tut das Not!

Positiv ist mir aufgefallen, dass die Installation des mp3-Support mit Amarok inzwischen problemlos läuft.

Aber vielleicht kann mir jemand sagen, wo der Knopf ist, mit dem ich den Nvidia-3D-Treiber einfach installieren kann und wo dann der Knopf ist, der den 3D-Desktop einschaltet?

Tja, uns sonst? ’s läuft.

Dafür hat anscheinend die neue Version 2.1.3 von WordPress ein paar Macken im Editor, aber das hat nix mit Ubuntu zu tun. 🙂

Kuba steigt auf Linux um

Auch wenn dieser Artikel bei heise online ziemlich dämlich anfängt[*], ist die Info doch sehr interessant. Kuba wird seine behördlichen PCs auf Linux umstellen.

Eigentlich auch logisch, dürfte es doch zumindest offiziell kein Windows auf Kuba geben. In der EULA von Microsoft steht:
„4. AUSFUHRBESCHRÄNKUNGEN. Hiermit stimmen Sie zu, daß Sie dieses SOFTWAREPRODUKT nicht in ein Land, an eine Person, eine juristische Person oder einen Endbenutzer, der/die/das den durch die Vereinigten Staaten von Amerika verhängten Ausfuhrbeschränkungen unterliegt, exportieren oder reexportieren werden. Ausfuhrbeschränkungen gelten zu diesem Zeitpunkt für Kuba, Iran, Irak, Libyen, Nordkorea und Syrien, sind aber nicht notwendigerweise auf diese Länder beschränkt. Sie geben hiermit die Gewähr und erklären, daß weder das US-amerikanische Amt für Exportgenehmigungen noch eine andere Bundesbehörde Ihre Exportgenehmigung ausgesetzt, widerrufen oder abgelehnt hat.“

Wusstet ihr übrigens, dass der Vater von dem Helden, dem Rebellen und Führer, Linus Torvalds, Kommunist war?

* heise online schreibt: „Im Kommunismus gehört alles allen, Privateigentum ist verpönt.“
Das ist falsch. Es geht bei der Eigentumsfrage immer um „Eigentum an Produktionsmitteln“. Das Privateigentum, Auto, Wohnung, Handtasche, Computer, etc. ist davon nicht berührt.

Hardwareerkennung unter Linux

Klar läuft nicht jede Hardware unter Linux. Als ich mir vor vielen Monaten einen Scanner gekauft habe, habe ich vorher nachgeschaut, ob dieser unter Linux unterstützt wird. Heute starte ich nach der Installation von Ubuntu das Programm Kooka und der Scanner läuft.

Am Beispiel meiner TV-Karte kann ich aber zeigen, dass die Hardwareerkennung unter Linux manchmal sogar besser ist als unter Windows.

TV-Karte eingebaut.

Linux: System gebootet, TV-Anwendung gestartet, läuft.

Windows: Siehe Bild.

windows.jpg

Windows hat keine passenden Treiber gefunden. Ich musste erstmal die Installations-CD der TV-Karte suchen und nach einem Neustart lief die TV-Karte dann.

Was ist benutzerfreundlicher?

PS: Ja, die Installation der Grafikkarte war richtig aufwändig. OMG! Ich musste tatsächlich den Treiber im Installationsprogramm von Ubuntu auswählen. Und das Schlimmste: Unter Umständen muss ich sogar noch in der Datei xorg.conf ein „nv“ durch ein „nvidia“ ersetzen.

PPS: Sagte ich schonmal, das ich außer bei der Erstinstallation nie wieder eine CD oder DVD benutzen musste, weil ich alle Installationspakete automatisch über das Internet einspielen kann?

PPPS: Hab ich schonmal erzählt, wie ich mir fast einen abbrechen musste, ehe ich mit dem Handy meine Schwester einen Kontakt zum Windows-PC hatte?

Letzten Endes ist das aber für den normalen Anwender zweitrangig, denn der soll sein System benutzen. Hardwareinstallation kann einmalig durch den Admin durchgeführt werden und hat sich danach erledigt.

*lol*

Mehr fällt mir dazu nicht ein:

„Wer aktualisieren will, benötigt ein installiertes und funktionsfähiges Windows auf seinem System. Wer aber eine Upgrade-Version auf seinem PC als Neuinstallation einrichten will, muss ebenfalls zuerst eine frühere Windows-Version zum Laufen bringen, dann Vista zusätzlich installieren und anschließend die alte Windows-Version wieder löschen. Dumm gelaufen, wenn später einmal ein Treiber etwa für Windows 2000 fehlt, aber eigentlich eine Neuinstallation von Windows Vista von einer Upgrade-DVD notwendig wäre.“

heise online: Besondere Bedingungen für die Upgrade-Versionen von Vista

Wer es einfacher mag:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Klappt aber nur bei Ubuntu&Co.

Im Herzen des Supercomputers

Bei der Standard.at/Web gibt es einen sehr interessanten Artikel über einen Supercomputer in der Nähe von München inkl. schöne Bilder aus dem Inneren. Der „Klotz“ mit 4096 Itanium-2-Prozessoren, immerhin auf Rang 18 der Top 500 der Supercomputer, läuft mit Linux. Warum, wird in dem Artikel gut erklärt.

(Die Pfeile unter den Bildern zum Vorwärtsblättern benutzen!)