Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Die Novemberrevolution in Deutschland (Thesen anläßlich des 40. Jahrestages)

Die Broschüre mit dem Titel „Die Novemberrevolution in Deutschland (Thesen anläßlich des 40. Jahrestages)“ stammt aus dem Jahre 1958. Die ist wirklich sehr zu empfehlen, ein Text von bestechender Klarheit.

Dazu gehört auch ein Referat von Walter Ulbricht mit dem Titel „Begründung der Thesen über die Novemberrevolution 1918“. Es wurde auf der 2. Tagung des Zentralkomitees der SED am 18. und 19. September 1958 gehalten.

Beide Texte sind zusammen auch als PDF-Datei erhältlich.

62. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Am 15. April fand die Gedenkveranstaltung zur Selbstbefreiung des KZ Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar statt. Leider musste man dabei feststellen, dass es jedes Jahr weniger Menschen gibt, die an dieses Ereignis denken. Ein paar Bilder sollen trotzdem Eindrücke vermitteln.

Die Gedenkveranstaltung auf dem Lagergelände:

Buchenwald Buchenwald Buchenwald

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Kranzniederlegung am Glockenturm:

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Anschließend fand ein Gespräch mit zwei ehemaligen Häftlingen des KZ statt. Dies waren der heute Vize-Vorsitzende des internationalen Buchewaldkomitees und Vorsitzende der deutschen Sektion sowie ein dunkelhäutiger Insasse, der damals einer der jüngsten Häftlinge in Buchenwald war. Letztere hatte es durch seine Hautfarbe besonders schwer, dass er überlebte, verdankte er hauptsächlich dem Zusammenhalt unter den Häftlingen, und laut seiner Aussage, insbesondere den Kommunisten im Lager. Dies betonte er auch nochmals.
Ebenfalls interessant war, dass von beiden extra darauf hingewiesen wurde, dass das Lager durch die Häftlinge befreit wurde und nicht, wie es heute gerne gesagt wird, durch die US-amerikanische Armee. Diese erreichte das Lager erst einige Zeit später. (Natürlich war die Nähe der Amerikaner bekannt und der Zeitpunkt des Aufstandes wurde entsprechend gewählt.)
Mir persönlich es ist es Rätsel, wie Historiker und Politiker heute eine offensichtliche Lüge von der Befreiung durch die Amerikaner verbreiten können, obwohl dem die Aussage von Häftlingen, die damals dabei waren, eindeutig entgegensteht.
Die Zeugen berichteten auch darüber, dass es heute unter den US-amerikanischen Soldaten, die damals das Lager nach der Selbstbefreiung erreichten, einen Verein gibt, der gegen die heutigen Lügen auftrit.

Stalin: „Schriftsteller, Ingenieure der menschlichen Seele“

Danke an Neo, der folgende Geschichte gefunden hat.

In dem Buch „Ingenieure der Seele – Schriftsteller unter Stalin“ von Frank Westermann (Ch. Links Verlag, Berlin, 2003) wird der Abend des 26.10.1932 auf mehreren Seiten beschrieben. Es heißt, daß der Abend anhand verschiedener Schriftsteller-Memoiren ziemlich genau rekonstruiert werden konnte.

„Am 26. Oktober 1932 werden Dutzende Moskauer Autoren unerwartet aufgefordert, im Hause des Volksschriftstellers zu erscheinen. Gorki begrüßt seine Gäste (…) Erst als alle Platz genommen haben, öffnet sich die Tür ein weiteres Mal, und Stalin tritt ein. (…) In seinem Begrüßungswort stellt Gorki fest, daß die Literatur der Sowjetunion inzwischen eine stattliche Bibliothek umfaßt. ‚Es besfinden sich darin gute Bücher, aber auch schlechte.‘ Er findet es höchste Zeit, sich Gedanken über die Schaffung einer Sowjetliteratur auf hohem Niveau zu machen, ‚eine Literatur, die dem 15. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution würdig ist.‘

Nach dem ersten Wodka erteilt Gorki den Schriftstellern das Wort. Es folgen eine Reihe vorsichtiger Ansprachen (…) Stalin, der bis dahin pfeiferauchend zugehört hat, übernimmt nach dem holprigen Beginn die Regie. ‚Unsere Panzer sind wertlos‘, legt er los, ‚wenn die Seelen, die sie lenken müssen, aus Ton sind. Deshalb sage ich: Die Produktion von Seelen ist wichtiger als die von Panzern…‘ (…) Stalin fährt fort: ‚Jemand merkte hier eben an, daß Schriftsteller nicht stillsitzen dürfen, daß sie das Leben in ihrem Land kennen müssen. Der Mensch erneuert sich durch das Leben, und ihr müßt behilflich sein bei der Erneuerung seiner Seele. Das ist wichtig, die Produktion menschlicher Seelen. Und deshalb erhebe ich mein Glas auf euch, Schriftsteller, auf die Ingenieure der Seele.'“

Das ganze geht noch interessant weiter. Es wird mehrfach auf das Wohl von Stalin angestoßen.

„Plötzlich springt Georgi Nikiforow auf. ‚Ich habe es satt!‘ ruft er mit schwerer Zunge. Wir haben jetzt bestimmt schon eine Million hundertundsiebenundvierzigtausendmal auf Stalins Wohl getrunken. Sicher kann er es selbst auch bald nicht mehr hören.‘

Nikoforows Worte lassen die versammelte Mannschaft erstarren; das Gemurmel weicht einer ungemütlichen Stille. Stalin steht auf und streckt seine Hand aus. ‚Genosse‘, sagt er und zeigt mit den Fingern auf den vorlauten Schriftsteller. ‚Du hast recht. Ich danke dir. Ich kann es tatsächlich nicht mehr hören.'“

Bolschewisten fressen kleine Kinder

Frage: Ist die in Deutschland von Ruth Fischer und Maslow verbreitete Behauptung richtig, dass die jetzige Führung der Komintern und der russischen Partei die Arbeiter an die Konterrevolution ausliefere?

Antwort von Stalin: Man muss annehmen, dass sie richtig ist. Man muss annehmen, dass die Komintern und die KPdSU(B) die Arbeiterklasse der UdSSR mit Haut und Haaren an die Konterrevolutionäre aller Länder ausliefern.

Mehr noch, ich kann Ihnen mitteilen, dass die Komintern und die KPdSU(B) dieser Tage beschlossen haben, alle aus unserem Lande verjagten Gutsbesitzer und Kapitalisten in die UdSSR zurückzuholen und ihnen die Fabriken und Werke zurückzugeben.

Und das ist noch nicht alles. Die Komintern und die KPdSU(B) sind noch weiter gegangen und haben beschlossen, dass für die Bolschewiki die Zeit gekommen ist, zur Ernährung mit Menschenfleisch überzugehen.

Schließlich gibt es bei uns einen Beschluss, alle Frauen zu nationalisieren und die Vergewaltigung der eigenen Schwestern zu praktizieren. (Allgemeine Heiterkeit. Einzelne Ausrufe: „Wer konnte eine solche Frage stellen?“)

Ich sehe, Sie lachen. Möglicherweise wird jemand von Ihnen denken, dass ich diese Frage nicht ernst nehme. Ja, Genossen, solche Fragen kann man nicht ernsthaft beantworten. Ich glaube, solche Fragen kann man nur mit Spott beantworten. (Stürmischer Beifall.)

Quelle: http://www.stalinwerke.de/band10/b10-016.html

Hubertus Knabe und Erich’s Luxus Duschbad

Das habe ich im Dezember 2005 bei FOCUS-Online gefunden, der Artikel ist dort leider nicht mehr verfügbar. aber da Knabe ja einer meine „Lieblingshistoriker“ ist, muss ich das mal hier reinschreiben.

Die Lebensmittelkette Reichelt hat sich wegen eines umstrittenen DDR-Duschbades bei allen Kunden entschuldigt und das Produkt aus dem Sortiment genommen.

Geschäftsführer Manfred Miller habe die Entschuldigung dem Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, vorgetragen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. Opfer der DDR-Staatssicherheit hatten sich bei der Gedenkstätte über das Produkt mit dem Namen „DDR – Erich´s Luxus Duschbad“ beschwert.
Auf der Verpackung des Duschbads, das laut Prospekt „von führenden Kombinaten, volkseigenen Betrieben und Genossenschaften empfohlen“ sei, war das DDR-Emblem mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz zu sehen. Gedenkstättenleiter Knabe erklärte, er habe den Reichelt-Chef zu einem Besuch eingeladen, um die Gefühle ehemaliger politischer Häftlinge besser verstehen zu können.

Holocaust = „Stasi-Verbrechen“?

Mein Lieblingshistoriker, der „profilierteste Kenner des DDR-Unterdrückungssystems“ (*lol*), Hubertus Knabe, hat sich anlässlich der Oscar-Verleihung für den Film „Das Leben der Anderen“ zu Wort gemeldet:

Was bedeutet der Oscar für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte?

Knabe: Die US-Serie „Holocaust“ hatte in Deutschland einst als Initialzündung gewirkt, sich mit der NS-Vergangenheit und der Judenvernichtung intensiver zu beschäftigen. Der Donnersmarck-Film könnte eine ähnliche Wirkung entfalten. Ich hoffe jedenfalls, dass sich jetzt auch andere Filmemacher und Literaten der Wirklichkeit in der kommunistischen Diktatur zuwenden. Für die Opfer der Stasi wäre das eine – wenn auch späte – Genugtuung.

Quelle: HNA online

Neues von Hubertus Knabe

Mein Lieblingshistoriker (Oh, wo ist mein Ironie-Plugin?) Hubertus Knabe (An der Mauer wurden die Menschen wie Hasen abgeschossen, „Wer in Ostdeutschland zu einer Landpartie aufbricht, könnte leicht auf die Idee kommen, die SED sei dort immer noch an der Macht“) hat sich wieder mal geäußert.

„Es ist alarmierend, dass die heutige Schülergeneration so gut wie gar nichts mehr über die DDR weiß“. Da hat er allerdings sogar mal Recht, die Jugend lernt heute in der Schule über die DDR nur noch drei Daten: 17. Juni 1953, 13. August 1961 und 9. November 1989. Was die DDR wirklich wahr, das wird nicht mehr vermittelt. Allerdings trägt der Hetzer Knabe dazu seinen Teil bei.

Nicht genau das, aber darüber, schreibt die Sächsische Zeitung. Und illustriert, wie raffiniert, den Artikel mit dem Bild des so genannten „Stasigefängnisses Bautzen II“.

Hubertus Knabes neuste Ergüsse

Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, angesehener Historiker, hat sich in SPIEGEL ONLINE mal wieder ausgekotzt. Diesmal ging es um Straßennahmen in Ostdeutschland.

„Wer in Ostdeutschland zu einer Landpartie aufbricht, könnte leicht auf die Idee kommen, die SED sei dort immer noch an der Macht: Ernst-Thälmann-Straße, Rosa-Luxemburg-Straße, Straße der Einheit, Straße der Freundschaft – so heißen fast in jedem Dorf die wichtigsten Straßen.“

Ja, Hubi, das tut weh, was?

Aber was soll man von so Jemanden schon erwarten? Nichts als blanker Hass auf alles Fortschrittliche halt.

„Während die Diktatur der SED in den Straßennamen des Ostens fortlebt, spielt der Widerstand gegen das Regime so gut wie keine Rolle. Ein Aufruf prominenter Bürgerrechtler aus dem Jahr 2003 hat daran kaum etwas geändert.“

Och, wirklich? Wie tragisch!

„An den Volksaufstand von 1953 erinnern heute lediglich 16 Straßennamen…“

Na meine kleine Schwester hat sich gefreut, das es jetzt auch in Dresden eine Straße des 17. Juni gibt. Da hat sie nämlich Geburtstag.

Das dies genau die selbe Straße ist, von der es ein Bild einer strammen Faschistenparade unter Hakenkreuzfahnen gibt, mag ja Zufall sein, ist aber auch irgendwie passend.

Der ganze Artikel bei SPIEGEL ONLINE hier.

Gefunden via redblog

Das war die Mauer wirklich.

Die Besucher erfahren nicht, was die Mauer wirklich war: ein Monstrum, an dem die Menschen wie Hasen abgeschossen wurden.

Der „Historiker“ Hubertus Knabe in einem SPIEGEL-Interview

Was soll man da noch sagen…