Archiv für die Kategorie ‘Medienkritik’
Veröffentlicht am 3. Mai 2010 um 11:16 Uhr
Um nur mal einen kleinen Aspekt der absurden Berichterstattung über Griechenland diese Tage zu beleuchten, hier ein Zitat aus einem Artikel von Michalis Pantelouris, “Die Rentenlüge, Folge 192″:
Tatsache ist: Griechische Beamte haben nach 35 Jahren Dienst einen Anspruch auf eine Pension, die sie vom Erreichen des Rentenalters an (bisher 60, ab jetzt 63*) ausgezahlt bekommen. Es kann also kein griechischer Beamter mit 50 oder noch früher in den Ruhestand gehen. Falls er allerdings mit 14 oder 15 Jahren angefangen hat, zu arbeiten (was es damals tatsächlich nicht so selten gab), dann könnte er mit 50 kündigen, zehn Jahre etwas anderes arbeiten oder von Luft und Liebe leben und dann mit 60 in den Ruhestand gehen.
Und dazu noch ein kleiner Leitfaden aus dem BILDblog: “Wie hetze ich gegen ein Land auf?”.
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Veröffentlicht am 13. Juni 2009 um 18:59 Uhr
Im deutschen Strafgesetzbuch steht:
§ 103 Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten
(1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, oder einen im Bundesgebiet beglaubigten Leiter einer ausländischen diplomatischen Vertretung beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe, im Falle der verleumderischen Beleidigung mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Ist die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen, so ist § 200 anzuwenden. Den Antrag auf Bekanntgabe der Verurteilung kann auch der Staatsanwalt stellen.
BILD nennt den gewählten Präsidenten des Irans, Mahmud Ahmadinedschad, fortlaufend “Irrer von Teheran”.
Aber für BILD gelten ja Gesetze nicht, nichtmal ihre eigenen Forderungen.
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Veröffentlicht am 29. September 2008 um 19:40 Uhr
An die Waffen Kampfgenossen, in Bayern ist die Revolution ausgebrochen!

Na gut, im Ernst, wahrscheinlich wird es auf eine CSU/FDP-Koalition rauslaufen. Und was wird sich ändern? Im Grunde nichts.
Interessant finde ich das Ergebnis im Stimmkreis Freising: CSU: 31,6% / Grüne: 23,5%. 2003 sah das noch anders aus: CSU: 62,0% / Grüne: 13,5% Hier dürfte das Problem 3. Startbahn am Flughafen die entscheidende Rolle spielen. Damit haben die Grünen in Freising ihr mit Abstand bestes Ergebnis in Bayern eingefahren.
Die Ergebnisse im Detail.
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Veröffentlicht am 17. September 2008 um 11:19 Uhr
Sicher mit gierigen Blick hast Du den Artikel bei WELT Online gelesen: “Politiker entsetzt über Lafontaines Enteignungsplan” Dort steht bereits im Teaser:
Linken-Chef Oskar Lafontaine ist mit seiner Einschätzung, die Milliardenvermögen einzelner Familienunternehmen seien “grundgesetzwidrig”, auf Ablehnung gestoßen. Lafontaine befinde sich “in schlechter Enteignungstradition von Sozialisten und Kommunisten”, sagte Wolfgang Bosbach (CDU) der “BZ”.
Das fandest Du sicher ganz schlimm, das der Lafontaine in einem Land, welches sich demokratisch nennt und das stolz auf seine Meinungsfreiheit ist, es sich wagt, so etwas zu sagen. Bestimmt ist Dir auch nicht der klitzekleine Fehler aufgefallen, denn wenn Lafontaine wirklich gesagt hat: “Das Grundgesetz verbiete Enteignung.”, dann sollte er doch mal lieber im Grundgesetz die Artikel 15 und 15 lesen.
Aber was solls, das interessiert Dich sicher nicht im Geringsten, Du hast lieber die Gelegenheit genutzt, mal wieder gegen die Kommunisten zu hetzen. Das dabei einer Deiner Vorredner mit dem treffenen Namen “Verwirrt” geschrieben hat:
Ist doch beides das Gleiche. Kommunisten sind doch nur “rotlackierte Nazis”, hat schon Kurt Schumacher erkannt.
… war für Dich sicher die gelungene Steilvorlage und so konntest Du Dich am 16.09.2008 um 21:40 Uhr mal so richtig mit diesem Kommentar auskotzen:
Nazis (NationalSOZIALISTEN) und Kommunisten sind beides dreckiger, verbrecherischer Abschaum der Menschheit, Hitler und Stalin haben ja auch beim Raubzug gegen Polen super zusammengearbeitet. Geknallt hat es erst, nachdem kein Land mehr zwischen ihnen lag, das man ausplündern konnte.
Also wieso soll Oskar nicht für den Kommunismus sein und gleichzeitig gegen “böse” Fremdarbeiter hetzen ?
Wenn man ein skrupelloser, machtgeiler Egozentriker ist und keine Prinzipien hat, geht das wunderbar, solange es genug Idioten gibt, die einen wählen und damit die Machtbasis für den Ausbau des eigenen Millionenvermögens liefern.
Ach Du armseliger Mathematiker, ich will es Dir gerne mal erklären. Die Verbrecher um Hitler (Zumindest da sind wir uns einig) nannten sich zwar NationalSOZIALISTEN, aber mit Sozialisten hatten sie absolut nicht gemeinsam, im Gegenteil, die Sozialisten von SPD bis KPD und weitere fortschrittlich denkende Menschen wurden von diesen Verbrechern verfolgt, gefoltert und umgebracht. Diese Verbrecher waren ganz gewöhnliche Faschisten. Sie haben zwar vielen Juden ihr Eigentum geraubt, aber nicht zum Wohle der Gemeinschaft sondern aus blanker Gier. Diese Faschisten haben niemanden der reichen Großkapitalisten enteignet um der Gesellschaft etwas Gutes zu tun. Diese Faschisten waren niemals auch nur im Ansatz Sozialisten.
Meinst Du, Du könntest das verstehen? Ich glaube es nicht…
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Veröffentlicht am 18. August 2008 um 16:14 Uhr
Na das nenne ich mal Gehorsam von Seiten der Linkspartei!
DDR-Verklärung im Internet: Voller Selbstbewusstsein haben frühere SED-Funktionäre und DKP-Kader auf der Homepage der Linkspartei die ostdeutsche Diktatur idealisiert. Auf einen entsprechenden SPIEGEL-Bericht hat die Parteizentrale jetzt reagiert – die Publikation ist im Netz nicht mehr zu lesen.
Zu lesen im Sturmgeschütz der Demokratie.
Die Parteizentrale der Linken hat noch am Montag auf die Veröffentlichung des SPIEGEL reagiert. Unter der Überschrift “Nachhut der Arbeiterklasse” hatte der SPIEGEL berichtet, wie frühere SED-Funktionäre, DKP-Kader und ehemalige Stasi-Offiziere auf der Homepage der Partei die DDR bejubeln. Noch am Montag nahm die Partei die entsprechenden Publikationen vom Netz.
In dem SPIEGEL-Artikel finden sich so schöne Formulierungen wie:
Im Rausch des Erfolgs der Linken nutzen alte Kader mit neuem Selbstbewusstsein die Gunst der Stunde, um ihr Bild von der Geschichte unter das Parteivolk zu bringen. Es ist ein rosarotes Gemälde der DDR und ein Horrorbild der Bundesrepublik Deutschland.
Schon in seinen Memoiren hat Modrow, 80, ein geschöntes Bild der DDR gezeichnet, in der es keinen Schießbefehl gab, sondern lediglich eine “Schusswaffengebrauchsbestimmung”, die angeblich nicht einmalig unter der Sonne war.
(Hervorhebung von mir)
Und die Linkspartei? Mit ihrer verachtenswerten Anbiederungspolitik nimmt sie die Befehle aus dem Hause SPIEGEL entgegen und kuscht.
Aber haben wir etwas anderes erwartet?
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Veröffentlicht am 31. Juli 2008 um 10:41 Uhr
Da öffne ich eben einen Link zur Berliner Morgenpost und was sehe ich? Das:

Was hier verkleinert dargestellt wird hat im Original eine Darstellungsauflösung für die Seite von 1680×883 Pixel. Im Firefox sah es ähnlich besch*** aus. Da erkennt mandoch gleich, wo die Prioritäten liegen.
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Veröffentlicht am 21. Mai 2008 um 08:00 Uhr
Das der Spiegel die Linkspartei nicht mag, das ist ja nichts Neues. Schließlich muss das Sturmgeschütz der Demokratie ja immer fleißig rumballern. Ganz besonders wenig mag SpOn natürlich Sara Wagenknecht von der Kommunistischen Plattform, wie der Artikel “Kampferklärung einer Betonkommunistin” zeigt. Es reicht wiedermal, den Artikel einfach zusammenzufassen:
(…) DDR-Nostalgikerin Sahra Wagenknecht (…) Politikerin der Linkspartei, Wortführerin der vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften “Kommunistischen Plattform”, DDR-Nostalgikerin. (…) Alle distanzierten sich vom Stalinismus – bis auf Wagenknecht (…) eine Erinnerung an längst verarbeitet geglaubte Zeiten. (…) Eine DDR-Verklärerin in einem wichtigen Parteiamt? (…) SED-Nachfolgepartei PDS (…)
Ja, so ist er, unser Spiegel. Journalistische Distanz ist da ein Fremdwort.
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Veröffentlicht am 12. Mai 2008 um 02:00 Uhr
Mir ist Verona eigentlich schnurzpiepegal, aber bei der Schlagzeile fällt mir nur das Wort “Sippenhaft” ein.

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Veröffentlicht am 25. März 2008 um 16:16 Uhr
Medienjournalist Stefan Niggemeier, bekannt durch das hervorragende BILDblog, stellt kommentarlos ein Bild der Reporter ohne Grenzen in sein Blog.

Ein Zeitpunkt, auch mal kritischen Stimmen über die Reporter mit Grenzen Gehör zu verschaffen.
Redblog: Onlinedemo in wessen Sinne?
Die Organisation steht jedoch unter massiver Kritik, die im Mainstream konsequent verschwiegen wird. Dabei geht es unter anderem um die Finanzierung der ROG. Der Haushalt der Organisation betrug 2006 4 Millionen US-Dollar. Davon stammen 57 % aus dem Verkauf eigener Publikationen, 24 % von Institutionen, Unternehmen und Stiftungen. Zu diesen Geldgebern zählen neben dem National Endowment for Democracy (NED) auch das Center for a Free Cuba (CFC). Offiziell gelten beide Organisationen als Nichtregierungsorganisationen, jedoch nur auf den ersten Blick. Das NED wurde erstmals 1982 unter Präsident Reagan gefördert und soll “die Demokratie fördern”. Einen Großteil des Geldes wird vom US-Außenministerium gegeben, somit ist auch wenig verwunderlich, daß das NED ein zentrales Instrument US-amerikanischer Außenpolitik ist. Das Center for a Free Cuba agiert ebenfalls offiziell als Non-Profit-Organisation und setzt sich für die Menschenrechte und einen “demokratischen Wandel” in Kuba ein. Leiter des CFC ist der in Kuba geborene Frank Calzón, ein einschlägig bekannter CIA-Agent und ehemaliger Söldner der paramilitärischen Gruppe Alpha66, die in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Anschläge in Kuba vornahm. Auch Otto Juan Reich gehört zum Umfeld des CFC, in den 80er Jahren spielte Reich eine zentrale Rolle in der aggressiven US-Politik gegen das sandinistische Nicaragua.
Junge Welt: Mission Desinformation (Leider nur mit Abo lesebar)
Die Menschenrechtsorganisation “Reporter ohne Grenzen” sorgt sich um die Pressefreiheit in Venezuela und Kuba. Aus den USA wird sie finanziell versorgt.
Und noch ein Ausschnitt aus Wiklipedia:
Ein von Reporter ohne Grenzen verfasster Bericht zu der Nichtverlängerung der terrestrischen Sendelizenz des Privatsenders RCTV seitens der venezolanischen Telekommunikationsbehörde CONATEL stieß wegen seiner Polemik, Unfairness und Parteinahme für den Medienkonzern auf heftige Kritik. In einer Analyse des Berichts im Fernsehsender teleSUR unter dem Titel “La consolidación de una mentira mediática a través de 39 embustes” (deutsch: “Die Verankerung einer Medienlüge durch 39 Schwindeleien”) wurde dem Bericht in 39 Punkten unlautere Berichterstattung vorgeworfen.
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