Archiv für die Kategorie ‘Antideutsch’

Homosexualität

Geklaut bei Fefe:

Kurzes Update zum Stand der Welt: Bei einer nichtbindenden (!) UNO-Resolution, die dazu aufruft, Homosexualität weltweit zu dekriminalisieren, haben die folgenden drei Länder dagegen gestimmt: der Vatikan, Saudi Arabien, und die USA. Gut und noch 47 andere, hauptsächlich Fundi-Moslems und vermutlich Juntas mit homophoben El Presidentes. Aber da wächst mal wieder zusammen, was zusammen gehört.

Übrigens, nur zur Informationen, Antideutsche argumentieren ja immer damit, wie liberal Israel ist, weil dort Homosexualität erlaubt ist. Ok, bin ich einverstanden. Aber Antideutsche sind auch bekennende USA-Fans.

Und nun?

Diese Antideutschen mal wieder (5)

Was für ein hirnverbrannter Mist! Unglaublich!

Dieses „Plakat“ habe ich bei der Antideutschen Assoziation Dresden gefunden, diese wiederum haben es von „dieser Kommunikationsplattformen für Schüler und Studenten mit zu viel Zeit“ her.

Und offensichtlich findet man diesen Dreck sogar bei der AAD zu schlimm, wie man den Kommentaren entnehmen kann:

Das ist nicht nur zu viel des Guten, sondern schlicht und ergreifend verkehrt und eine gefährliche Gleichsetzung (aber man erwartet ja langsam auch nichts weniger Schreckliches mehr).

Erinnert schon stark an Extremismustheorien à la CDU.

Schön zu sehen, dass man in Dresden nicht derart kaputt ist wie bei manch anderen ADs.

Diese Antideutschen mal wieder (4)

Heute gibt es wieder mal ein paar Stilblüten aus der Kategorie „Ich bin ein toller Antideutscher und Israel & USA sind die besten, das muss ich als Linker mal gestehen.“ Alle folgenden Zitate sind aus einer Diskussion einer mir bekannten Quelle. Die Rechtschreibung und Grammatik wurde von mir nicht verändert.

Übrigens schreibt der korrekte Antideutsche jetzt nicht mehr „ss“ in Wörtern wir „Tasse“ sondern „sz“. Also „Tasze“. Sowas in der Art hatte ich ja schonmal.

Mal ein ganz einfaches Thema: Das Zeigen von Fahnen der USA und Großbritannien auf Demos. Natürlich kontert der korrekte Antideutsche den Nationalismusvorwurf so:

was haben usa-/israelfahnen mit nationalismus zu tun? man bekennt sich damit doch nur zu deren demokratischer schutzraumfunktion und weder zur gegenwaertigen regierung, noch zum patriotismus der jeweiligen staaten.

Ist doch schön, wenn man sich die Welt so zusammenphantasieren kann… Weiter heiß es dann:

sicherlich ändern sich die zeiten und die politik, aber ich halte es dennoch für „in ordnung“ sich zum beispiel durch das zeigen einer solchen flagge der alliierten kräfte, sich damit in einer art solidarischem akt bei den leuten zu bedanken, die gegen die nationalsozialisten gekämpft und letztendlich die shoah gestoppt haben und dafür auch ihr leben ließen.

Darauf habe ich geantwortet: „Dann sollte man aber in allererster Linie die Flagge der Sowjetunion schwenken!“ Und das war die Reaktion:

ach ehrlich mal: halt einfach die fresse und lawar nicht soviel scheiße!
sing lieber daheim deine internationale und salutier vor an stalin poster 😉

Das liegt ungefähr auf dem selben Niveau einer anderen Person, die mir erklärte:

Auf der politischen Linken in Westdeutschland und in der DDR haben antiimperialistische und antizionistische Ideologien eine lange Tradition. Auch Stalin und sein Umfeld verfolgten in der UdSSR einen antiisraelischen und vielfach auch antisemitischen Kurs. In der sowjetischen Propaganda wurde Israel als imperialistischer und monopolkapitalistischer jüdischer Staat bezeichnet.

brenn du sau.

Klasse sage ich da mal. Sind wir schon wieder soweit, das wir Menschen verbrennen?

In der selben Diskussion zum Thema Nationalfahnen erwähnte ich: „Dann sei nur mal daran erinnert, wer Auschwitz befreit hat und wer die meisten Opfer dieses Krieges auf sich nahm.“

Was war die einzige logische Antwort aus der Sicht eines 18-Jährigen?

und dann erinner dich mal, welcher machthaber diese zahlen an menschen nur ausgenutzt hat, um somit seine eigene hetzerische propaganda durchzubringen!!! denk mal nach, stalin ging es damlas sicherlich nicht um die menschen 😉

Eine Person, die auf einem Foto vor einer Israel-Fahne post, schreibt:

ruszland wurde nie teil des absoluten raszen-und vernichtungswahns hitlers.

Das ist soviel geschichtliche Dummheit, das mag man gar nicht glauben. Ich konnte darauf aber nicht mehr antworten, denn ich wurde da aus der illustren Diskussionsrunde schon rausgeschmissen. Mit der Begründung an mich gerichtet:

Nun ja für dich spricht es auch nicht, dass du noch immer nicht Stellung dazu genommen hast, wieso du Stalin ganz stolz auf einem deiner T-Shirts trägst, meinst du nicht?

Wie gesagt, nimm Stellung dazu, oder finde dich damit ab, dass du Stalinist UND Kommunist bist (was, wie mensch sieht anscheinend doch wunderbar zusammen passt..)

Blöderweise war ich die letzten 4 Nächte mit einer 12-Stunden-Nachtschicht beschäftigt. Als ich darauf hinwies knallte mir so ein kleiner 18-Jähriger Pimpf an den Kopf:

uiui was für ein roter bilderbuchproletarier 😀 in nem sozialistischen staat hättest sicher schon nen orden bekommen :D:D

Und was sagt da einer, auf die Aussage „aber ich denke von 15 millionen toten sowjet-zivilisten können wir hier schon sprechen.“ hin?

ich werd mal nach quellen suchen. das ist aber trotzdem kein vergleich zu dem was „den juden“ passiert ist.

Oh mannomann, das bundesteutsche Schulsystem zeigt Wirkung.

So, mir reichts.

Bei sowas kriege ich dann wirklich das Kotzen, wofür man mir wahrscheinlich wieder einen latenden Antisemitismus und eine verkürzte Kapitalismuskritik vorwerfen wird:

1183.jpg

Vielleicht kann man es als Entschuldigung für die Antideutschen gelten lassen, dass dort, wo ich obige Zitate her habe, hauptsächlich noch nicht volljährige Kinder versuchen zu diskutieren.

Das Pali-Tuch – Geschichte und Entwicklung eines Symbols

Von Samah Fakhoury

Tradition und Tracht

Das Palästinensertuch (Hatta auch Kofiya genannt) ist ein viereckiges Stück weichen weißen Baumwollstoffes, das zum Dreieck gefaltet um den Kopf gelegt wird, wobei die Zipfel auf Schultern und Nacken herabfallen. Das Tuch gehörte zur traditionellen Tracht der männlichen Landbevölkerung in verschiedenen arabischen Ländern. Die Farbe der Tücher gibt Auskunft über seinen Träger:

schwarz – weiß Palästinenser
rot – weiß Jordanier
weiß Golfstaaten

Im Sommer tragen die Araber das Tuch zum Schutz vor der Sonne. Im Winter schützt das Tuch seinen Träger vor der Kälte.

Symbol des Selbstbestimmungsrechts (1922-1948)

Während der britischen Mandatszeit über Palästina (1922-1948) kämpften die Palästinenser um ihr Selbstbestimmungsrecht und die Entstehung eines palästinensischen Staates. Die Freiheitskämpfer trugen das Tuch, um ihre Identität zu verdecken. Die britische Kolonialmacht nahm jeden fest, der das Tuch trug. Daraufhin trugen alle Palästinenser das Tuch als Protest gegen die Mandatsmacht, nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen, damit die Freiheitskämpfer weniger auffielen. So ist das Tuch ein Symbol für die Selbstbestimmung und gegen den Kolonialismus sowie gegen die jüdische Besiedlung geworden.

Symbol der Zugehörigkeit (1948-1964)

Nach der Entstehung des Staates Israel im Jahre 1948 wurden mehr als 750 000 Palästinenser aus ihrer Heimat Palästina vertrieben. Statt einen eigenen Staat zu erhalten, wurden sie zu Flüchtlingen. Es sind heute mehr als 4.5 Millionen Palästinenser, die meisten von ihnen leben seit mehr als 60 Jahren in Flüchtlingslagern. Das große Ziel der Palästinenser nach 1948 war es, ihre palästinensische Identität in dieser neuen Situation zu bewahren. Die palästinensischen Flüchtlinge trugen das Tuch als Symbol der Rückkehr in ihre Heimat Palästina. Andere Palästinenser weisen mit dem Tragen des Tuches auf ihre palästinensische Identität hin.

Symbol des Freiheitskampfes (1965-1973):

Das Jahr 1965 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des palästinensischen Volkes. In diesem Jahr begannen die Palästinenser den Befreiungskampf unter der PLO (engl.: Palestine Libaration Organisation, dt.: palästinensische Befreiungsorganisation). Die palästinensischen Freiheitskampfer trugen das Tuch. Verkörpert wurde dieses Symbol durch den langjährigen Palästinenserführer Jassir Arafat.

Internationales Symbol der Solidarität (1970-1989)

Am 13. November 1974 hielt Jassir Arafat, der damals das Tuch trüg, auf Einladung der Vereinten Nationen (UN) als erster Palästinenser und als erster Repräsentant einer Freiheitsbewegung eine Rede vor der UN-Vollversammlung.

Die Rede Arafats fand weltweite Beachtung. Er legt die Probleme seines Volkes dar und streckte die Hand zur friedlichen Koexistenz aus. Viele Staaten – mehr als 100 – erkannten die PLO an. (Der erste Staat des Westens war Österreich im Jahre 1980.)

1977 beschloss die Generalversammlung, den 29. November Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk, diesen Tag alljährlich als internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu begehen. Am 29. November 1947 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 181 (II) die Teilung Palästinas angenommen. Diese Resolution teilte Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Weltweit bemächtigten die palästinensischen Studenten und Akademiker sich in den 1970ern dieses Symbols, um so ihre Verbundenheit mit dem Volk auszudrücken.

Nach und nach kam das Tuch nicht nur nach Deutschland, sondern in allen Ländern der Welt. Es wurde zum Symbol der Solidarität mit dem palästinensischen Volk.

Symbol des Friedens (90er Jahre)

Das Palästina-Tuch hat mit dem Beginn der Friedensverhandlungen zwischen Palästinensern und Israel an Bedeutung vor allem in den westlichen Ländern gewonnen. 1994 erhielt Arafat den Friedens-Nobelpreis für seine Rolle im Nahost-Friedensprozess. In den neunziger Jahren wurde das Tuch als Symbol des Friedens bezeichnet.

Modeaccessoire

In den westlichen Industriestaaten wurden die PLO-Tücher in den siebziger Jahren zum Modeaccessoire, das mit dem Flair eines militanten „radical chic“ verbunden wurde. Zugleich drückte es in politischen Kreisen die Verbundenheit mit dem Freiheitskampf der Palästinenser aus.

Pali-Tücher gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. In Europa findet man oft Billigprodukte, die nur als Halstuch geeignet sind. Hochwertige Tücher erkennt man am eingewebten oder durchgewebten Muster und an der Qualität des Gewebes. Diese sind in Spezialläden für islamische Bekleidung erhältlich und oft nicht teurer als die Billigprodukte. Heute kann man in Deutschland für rund fünfzehn Euro unter dem Etikett „Palästinensertuch“ schöne neue Tücher mit Fransen in verschiedenen Farben kaufen.

Quelle: www.kommunisten-online.de
Original-Quelle: www.freunde-palaestinas.de

Anmerkung von mir: In den Neunziger war das Palituch vor allem ein Symbol für eine linke Einstellung. Damals wurde man von den Rechten noch als Zecke beschimpft. Heute tragen das leider auch Rechte, allerdings kann man bei denen davon ausgehen, das sie vor allem deshalb solidarisch mit Palästina sind, weil sie damit ihren Judenhass zeigen können ohne angreifbar zu sein. In Deutschland lebende Palästinenser würden die Rechten aber sicher am liebsten sofort ausweisen. Für das Tragen des Palituchs wird man dafür heute von den so genannten Linken, den nationalistischen und rassistischen Antideutschen angegriffen.

"Antisemitische Kurdenfreunde"

Bei manchen sich "links" nennenden Jugendlichen, wird man ja heutzutage als Antisemit beschimpft, wenn man ein Palituch trägt. Der Spruch "Ist dir kalt oder hast Du was gegen Juden?" gehört bei solchen politisch Korrekten zum Standard. Neulich war ich besonders böse. Da hatte ich nicht nur ein Palituch um sondern noch einen Pullover mit der Aufschrift "CCCP". Und wer die Sowjetunion toll findet, ist natürlich gleich ein Nationalist, weil die SU ja ein Nationalstaat war. (Aus vielen Nationen, aber das übersteigt ja der meisten Menschen Wahrnehmungsvermögen) Aber nach Meinung der antideutschen Träumer ist jeder Nationalstaat grundsätzlich böse. (Außer Israel natürlich, das ist kein Nationalstaat sondern tarnt sich nur als ein solcher, um zwischen den ganzen bösen Nationalstaaten überleben zu können. Israel ist ja der "bewaffnete Versuch der Juden, den Kommunismus lebend zu erreichen.")

Und nun die Erklärung, wie ich auf "antisemitische Kurdenfreunde" komme. Da, wo ich arbeite, sind auch viele Türken angestellt. So weit, so gut. Ich, der ich früh mit dem Rad 10 km zur Arbeit fahre, habe dabei ein Palituch um, damit mir der kalte Wind nicht in den Hals reinweht. In der Gadarobe meinte vor ein paar Tagen ein türkischer Kollege zu mir: "Ah, das Tuch, wie PKK."

Die Frage, was die geliebten Antideutschen dazu sagen, stelle ich lieber gar nicht erst. Denn der Kampf der Kurden gegen die Türkei ist nach deren Definition bestimmt genauso schlecht wie der Befreiungskampf des vietnamesichen Volkes gegen den US-Agressor im Vietnamkrieg. "Völkisch und nationalistisch".

Der türkische Kollege meinte seinen Spruch übrigens mit einem Lachen. Einen Antideutschen habe ich noch nie lachen sehen.

Diese Antideutschen mal wieder (3)

bei Indymedia gibt es einen Beitrag der sich kritisch mit einer Karikatur in einer DKP-Zeitung auseinandersetzt, welche Auschwitz relativieren soll. (Siehe dort)

In Teilen stimme ich der Kritik zu. Es gab also das übliche Hin und Her, unter anderem von einen sich kommunistisch nennenden Antisemiten, der mir schon bei anderer Gelegenheit über den Weg gelaufen ist.

erwähnungen

antistar 08.09.2007 – 20:04

Also, das Hauptopfer des Nazionalsozialismus war der kommunismus und das Terrorsystem wurde eigentlich nur für Kommunisten errichtet. Somit sollten die Kommunisten auch die Lizensrechte daran haben. Wenn die kommunisten es für Nötig halten, mit „Arbeit macht frei“ daherzukommen, haben sie alle Rechte dazu.
Daran, dass ihr jetzt gegen die DKP hetzt liebe Antideutsche, erkennt man euer wahres spalterisches und systembefürwortendes Gesicht!

Ziemlich dumm. Das lies sich aber von antideutscher Seite noch steigern.

was soll der scheiß

madfan 09.09.2007 – 00:10

die hinrichtung von rechtskräftig verurteilten kpdlern mit der vernichtung der juden gleichzusetzen ist ja wohl geschmacklos.die kpdterroristen verübten anschläge auf unschuldige zivilisten.außerdem tragen sie die schuld am naziregieme und sind somit auch für den holocaust verantwortlich.
mit israel zum kommunismus

Oh weh!

[UPDATE] Selbst wenn dieser Text, wie in den Kommentaren hier angedeutet, eine Satire sein soll, trifft es doch ziemlich genau auf die Hardcore-Antideutschen, die schonmal mit Sprüchen wie „Waffen für Israel statt Brot für die Welt“ kommen oder erklären, dass Israel ja ein kommunistischer Staat ist (Schon das ist ein alberner Widerspruch!), der sich nur bürgerlich tarnt um zu überleben. Ja, wirklich, alles schon erlebt.

Diese Antideutschen mal wieder…

Es gibt mal wieder einiges zu erzählen. Nennt es von mir aus auch lästern. 😉

Wikipedia und die Antideutschen

Ich habe vor einiger Zeit ein Bild bei Wikipedia hochgeladen für den dortigen Artikel über Antideutsche. Das wurde am Rande der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestages der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 10. April 2005 von mir aufgenommen und anonymisiert.

menschen_mit_us-_und_israel-flagge.jpg

(Bildlink)

Die Diskussion über Antideutsche bzw. den Artikel bei Wikipedia ist auch interessant.

Aber zurück zu dem obigen Bild. Es ist in dem Artikel inzwischen nicht mehr enthalten. Irgendwann störten sich einige an dem Namen der Datei „Antideutsche.jpg“. Deshalb ist es jetzt unter dem Titel „Menschen_mit_US-_und_Israel-Flagge.jpg“ enthalten. Na soviel politische Korrektheit muß natürlich sein! Ich meine, wo würden wir hinkommen, wenn man hinter zwei Menschen mit einer Israel- und einer USA-Fahne zum dem Anlaß gleich Antideutsche vermuten würde? Nie im Leben!

Darum wohl auch diese Begründung hier:

„Ich vermeide schwafeln. In der Sache ist es so, dass das Bild Menschen mit Flaggen der USA und Israels darstellt, die (nur aufgrund dieser Anknüpfungspunkte?) als „Antideutsch“ bezeichnet werden. Das nennt man Denunziation. Es nicht nur unencyklopädisch, sondern auch rechtlich unzulässig, d.h. hier können erhebliche rechtliche Probleme auf die WP zukommen, die sie nicht erdulden muss, nur damit Du hier Politik betreiben kannst.“

Witzigerweise ist es nichtmal mein primäres Ziel, bei Wikipedia Politik zu betreiben. Da könnt ich Spannenders und Sinnvolleres tun, zum Beispiel meine Socken sortieren. insofern gehen mir solche Nachrichten wie diese auch am Allerwertesten vorbei.

Wie wär`s denn, wenn Du mal den Müll in Deinem „das rote blog“ wegräumst,der halt u.a.auch noch da ist und so vor sich hinstinkt,- dann wird doch noch was Gescheites und Nützliches aus diesem Deinem Tagebuch!

Nun zu etwas ganz anderen.

Kann man als Jude Schuld am Holocaust sein?

In der Tat, eine provozierende Frage. Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine solche Frage selbstverständlich mit „Nein!“ beantworte. Wer mich kennt, weiß aber auch, das für mich nicht jeder Deutsche per Definition ein „Täter“ ist, wie es die Antideutschen gerne behaupten. (Und dann selber den deutschen Pass in der Tasche tragen.)

Inspiriert hat mich zu dieser Frage der Artikel im Politblog, der sich damit beschäftigt, das es Tausende Juden gibt, die die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen und die berechtigte Frage aufwirft:

Ohoh, was machen die Antideutschen jetzt nur mit ihrer Hetze, wenn jetzt sogar schon Juden aus Israel kein Problem mehr damit haben, Deutsche zu sein?

Wenn das alles für die nationalistischen Freunde mit der blau-weißen Nationalfahne des kapitalistischen Staates Israel zu antisemitisch unverständlich war, dann hier noch etwas Hilfreiches.

In 10 Schritten zum perfekten Antideutschen

Gefunden bei der schwarzen Katze

  1. Fahren Sie nicht auf die Bahamas, sondern lesen Sie die Zeitschrift gleichen Namens. Rund um das Berliner Blatt „Bahamas“ gruppieren sich die wahren Antideutschen.
  2. Vergessen Sie Slogans wie „Kein Blut für Öl“ und all die schmutzigen Dinge, die Sie früher mit der amerikanischen Flagge angestellt haben. Respekt! Schließlich haben die USA einst die Sklaverei abgeschafft und die Nazis besiegt.
  3. Lassen Sie auch den „Soldaten sind Mörder“-Quatsch hinter sich und unterstützen Sie die Kriegspolitik der USA. Denn deren militärische Zivilisierungskampagnen richten sich weltweit gegen den „islamischen Faschismus“, gegen fortschrittsfeindliche, völkische und theokratische Regime.
  4. Die Propagandafilme von Michael Moore sind ab jetzt tabu. Die USA dürfen nicht geschwächt werden, denn Sie haben noch den offenen Konflikt mit Deutschland vor sich.
  5. Auch über die Springerpresse müssen Sie neu nachdenken, weil die Redakteure dort verpflichtet werden, sich für Israel und die USA einzusetzen.
  6. Geben Sie ihr Palästinensertuch in die Altkleidersammlung. Es ist ein Symbol des „palästinensisch-islamistischen Faschismus“.
  7. Nehmen Sie stattdessen auf sämtliche linken Demos eine israelische Fahne mit. Dann gibt es einen prima Flaggenstreit. Wenn sich andere Linke erwartungsgemäß über die eitle Aktion aufregen, dann sind diese als Antisemiten überführt.
  8. Was die islamistischen Hass-Prediger können, können Sie schon lange. Die linken Palästina-Freunde dürfen Sie ruhig mal als „autonomen SA-Trupp“ bezeichnen und die „Friedensfuzzis“ mit der NPD vergleichen.
  9. Und wenn es mal netter sein soll, probieren Sie es mit den Parolen „Koks´n´Cola statt Koran“ oder „Natürlich müssen alle Staaten weg – Israel jedoch als letzter“.
  10. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn jemand behauptet, dass Ihr Argumentationsstil besonders deutsch sei. Das kann gar nicht sein.

PS

Wer mich jetzt als Antisemiten beschimpft, der hat es einfach nicht kapiert. Ich mag alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, welcher Nationalität, welcher Herkunft, welcher Religion (oder nicht) oder Geschlecht. Ich richte mich gegen jeglichen Nationalismus, Verfolgung und Ausgrenzung. Denkt dran, es muß alles gestattet sein, was anderen nicht schadet.

shalomsvg.png

(Bildquelle „Shalom“ bei Commons Wikimedia)

Ten German Bombers

Na schauen wir es uns nochmal an, weil es so schön ist.

Nun freue ich mich wieder auf die Kommentare, das ich ja soooo antideutsch bin. „Warum spielst du hier die Hyhme der Antideutschen?“ (!sic)

Was ich bisher nicht wusste, aber diesem Wikipedia-Artikel entnehmen konnte: Das Lied wurde bereits während des 2. Weltkrieges von britischen Schulkindern gesungen.

Zehn deutsche Bomber waren in der Luft,
(…)
Und die RAF aus England schoss einen ab
(…)

Dann waren keine deutschen Bomber in der Luft,
(…)
Denn die RAF aus England schoss sie ab,
(…)

Das dieses Lied heute als Schlachtgesang britischer Fußballfans benutzt wird… Na und?

Ulbrichts Linie: Kampf dem Hauptkriegstreiber der Welt …

Ulbrichts Linie: Kampf dem Hauptkriegstreiber der Welt und dem Hauptfeind der demokratischen Kräfte Europas, Kampf dem deutschen Imperialismus!

In diesem Artikel im offen-siv-Heft 04/2006 geht der Autor auf die Gründe ein, warum die alte, aber immer noch aktuelle Aussage Liebknechts „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ sowie „Bekämpft den deutschen Kriegskurs nach Innen und nach Außen“ weder antideutsch noch nationalistisch sondern das Gebot der Stunde ist.

Lesenswert!

Kurt Gossweiler:Die „Antideutschen“ – wütende Verteidiger der schlimmsten Reaktionäre in der Welt

Quelle: offen-siv 11/2006

Ich kann ebenso wenig „antideutsch“ wie antifranzösisch, antirussisch oder antijüdisch sein, weil ich Kommunist, Marxist und damit gegen jeglichen, auch „umgestülpten“ Nationalismus und Rassismus bin und weil ich es unsäglich reaktionär und dumm finde, eine ganze Nation oder ein ganzes Volk wegen der reaktionären Seiten ihrer/seiner Geschichte am liebsten von der Erde verschwinden zu lassen.

Das Schlimmste ist, dass das „Antideutschtum“ offenbar einen Sog dahin entwickelt, dass seine Anhänger sich zu wütenden Verteidigern der schlimmsten Reaktionäre in der Welt machen – wenn die nur auch „antideutsch“ sind, und sogar, wenn sie das gar nicht sind, sondern nur dafür ausgegeben werden. Dafür sind die Zeitschrift „konkret“ und der Artikeln von Nassauer in „Streitbarer Materialismus“ (Heft 26 und 27), „Deutscher Jihad“, erschreckende Beispiele.

Dass Nassauer Aufnahme in Eggerdingers „Streitbaren Materialismus“ finden konnte, beun-ruhigt mich sehr. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, dass Nassauer die Verbrechen des faschistischen deutschen Imperialismus aufwühlt und bewegt, und natürlich schon gar nicht, dass Nassauer Nazideutschlands verbrecherische Vorstöße in die sowjetischen Ölgebiete schildert und verurteilt.

Aber wie schildert er die Welt nach 1990? Gibt es bei ihm außer dem deutschen Imperialismus noch eine andere imperialistische Macht, die ebenfalls die Völker unterdrückt, Kriege um Öl vom Zaune bricht, nach Weltherrschaft strebt? Bei Nassauer gibt es das nicht. Es gibt bei ihm keine weltbeherrschenden Vereinigten Staaten von Amerika, es gibt keine Brzezinski-Doktrin und auch keine Bush-Doktrin, die besagt: das 21. Jahrhundert ist das us-amerikanische Jahrhundert, nach dem Ende der Supermacht Sowjetunion „sind wir die einzige Supermacht und müssen dies für immer bleiben: jeden Versuch, eine uns annähernd gleiche Macht aufzubauen, werden wir – von wo und von wem er auch ausgeht – mit allen Mitteln zerschlagen.“

Nein, bei Nassauer gibt es das alles nicht. Ob der Balkan, ob Irak, ob Iran, überall entfachen nur „die Deutschen“ Krieg und Expansion, – die USA werden nur erwähnt als jene, die den deutschen Expansionismus zu bremsen suchen. Und was die Araber und die Palästinenser betrifft, die sind immer nur die Helfershelfer der Deutschen bei deren Bestreben, ihre Konkurrenten auszuschalten und die Juden zu verfolgen und zu vernichten. Die BRD kommt nicht etwa als das vor, was sie im Nahen Osten in erster Linie ist, – der Fürsprecher und Geldgeber Israels gegen die Palästinenser, sondern als Ermunterer und materieller Unterstützer der Palästinenser bei deren Bemühungen, Israel zu bekämpfen, um es auszulöschen.

Wie bei „konkret“ und bei den radikalsten Antideutschen in „Bahamas“ ist auch bei Nassauer Antiamerikanismus gleichgesetzt mit Antisemitismus, und natürlich ist für beide auch Antizionismus nur verkappter Antisemitismus. Das Antideutschtum ist deshalb, genauer betrachtet, in Wahrheit Parteinahme für den gegenwärtig rabiatesten, expansionistischsten Imperialismus im Weltmaßstab, für den US-Imperialismus, und für die brutalste expansionistische Macht im Nahen Osten, Israel: damit aber in Wahrheit Parteinahme auch für den deutschen Imperialismus, der nicht nur Konkurrent, sondern vor allem auch Bundesgenosse ist des US-Imperialismus bei dessen Feldzügen zur Rekonolialisierung der Länder der „dritten Welt“ und der „zweiten Welt“, der Länder der ehemaligen Sowjetunion.

Die Antideutschen denunzieren gerne „die Linken“ wegen ihres Anti-Imperialismus als Antisemiten und sind gleichzeitig bemüht, sich selbst als „Linke“ zu drapieren. Typisch dafür Nassauer: auf den 155 Seiten deines „Deutscher Jihad“ in den beiden Heften 26 und 27 des „Streitbaren Materialismus“ ist nirgendwo auch nur ein leiser Hauch davon zu spüren, dass wir es bei ihm mit einem Sozialisten oder gar einem Kommunisten zu tun hätten. Aber im vorletzten Satz seiner 155 Seiten versucht er sich plötzlich in der Terminologie der Arbeiterbewegung und will damit wohl den Eindruck erwecken, „einer von uns“ zu sein: „Damit die Völker des Nahen und Mittleren Ostens nicht lange Spielball solcher Intrigen sind, dazu werden sie, werden die Arbeiter und Bauern dort sich unweigerlich auf die alte Wahrheit besinnen, dass die nationale Frage die Magd der sozialen zu sein hat und dass es eben nicht umgekehrt sein darf.“

Aber er beherrscht unsere Sprache sehr schlecht und kommt von seiner bürgerlichen nicht los: Als Marxist hätte er gesagt, dass die nationale Frage der sozialen untergeordnet sein muss, als bürgerlicher Ideologe denkt er aber bei einer Unterordnung halt in den Kategorien von Herren und Knechten, Herren und Mägden.

Kurt Gossweiler,
Berlin