Liebe Leser des Roten Blog. Wir beenden unser heutes Programm zum 62. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik mit der Nationalhymne.
Den heutigen Tag werden wir mal mit ein wenig Musik verbringen. Die Interpretationen der Texte mag jedem selbst überlassen sein, nicht immer ist alles so gemeint, wie es gesagt wird.
Klare Worte sprechen aber Engerling mit “Legoland”.
Auf der Seite Freiheit und Sozialismus, die laut dem Logo zur Linkspartei gehört, findet sich dann auch der Aufruf: “Keine Kooperation mit der Jungen Welt!” Da bekommt man doch nur noch das Kotzen, wenn man das liest.
Ein richtiger und passender Kommentar kommt dazu von einem Johnny Michel aus Chemnitz, den ich hier im Ganzen wiedergeben will:
An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten
Ich schäme mich als Genosse für die Aktion gegen die junge welt. Allein das Lesen des Erstunterzeichners des Offenen Briefes, des Islamhassers M. Broder, der immer noch nicht gemerkt hat, dass der Kalte Krieg zu Ende ist, bereitet mir Schmerzen. Dass sich führende Genossen, wie der Kreisvorsitzende Chemnitz, Nico Brünnler, ebenfalls an der Aktion beteiligen, stimmt mich zornig. Viele der Unterzeichner bedienen sich Zeitschriften, die alles andere als der LINKEN wohl gesonnen sind. Und das ist scheinheilig. Sicher kann man über die Titelseite unterschiedlicher Meinung sein – aber gleich eine Boykott-Hetze lostreten? Zu DDR-Zeiten entschied die jeweilige Bezirksleitung der SED darüber, was in den Zeitungen stehen darf und was nicht. Manche der Unterzeichner scheinen sich in diese alten Zeiten zurück verlieben zu wollen. Oder braucht man schon jetzt einen Buhmann für die zu erwartenden schlechten Wahlergebnisse? Dazu taugt die junge welt nicht. Diese Wahlergebnisse sind Partei-hausgemacht. Mit einem Unterstützungsentzug für die Zeitung beweisen die Unterzeichner mangelndes Demokratieverständnis nach dem Motto: Wasch’ mich, aber mach’ mich nicht nass. Von solchen Menschen möchte ich nicht regiert werden.
Insofern ist es kein Zufall, dass das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend in der DDR ebenfalls “junge Welt” hiess, ging es doch darum, die Tradition der HJ fortzusetzen. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass die jW sich heute bei Mauermördern bedankt, die einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz (also mit Autobahnen, Kraft durch Freude aber ohne Auschwitz) geleistet haben.
Aber es ist halt symptomatisch für viele Linke in Deutschland, dass sie lieber auf ihre Feinde hören statt zu dem zu stehen, was eine revolutionäre Linke ausmachen sollte. Dann meinen sie sich vorschreiben lassen zu müssen, insbesondere von Rechten, wie sie sich als Linke zu verhalten haben.
“Ich sage an dieser Stelle einfach mal danke, daß mit solchen Zeitungsartikeln der Ruf des linken Spektrums starken Schaden nimmt und den antisozialistischen Hetzern Munition geliefert wird…”
Wer sind wir, dass wir von unseren Gegnern unser Verhalten vorschreiben lassen sollen?
… für die Berichterstattung, Information und Aufklärung in historischen Zusammenhängen, die unumstößliche Wahrheiten darstellen. Wen wundert es, dass diese Fakten zum 13. August 1961 den Interessen der Mächtigen des Kapitals und deren Medien zuwiderlaufen?
So ist der Klassenkampf noch immer! Wer ihn aber leugnet, wie ein Teil der VorstandsLINKEN, vertritt eben nicht sozialistische Interessen, sondern landet – na wo schon? …, und setzt den Bestand der PDL aufs Spiel! Wo die Mitglieder und Sympathisanten des RFB e. V. stehen, symbolisiert auch das Foto: an der Seite der jungen Welt!
Rot Front!
Gerd Hommel, Bundesvorsitzender des RFB.
Und vor allem, Junge Welt, es gibt für uns nichts wofür wir uns bei unseren Gegnern entschuldigen müssen.
Eine dem antikommunistischen Konsens der Regierenden und der Stichwortgeber aus Kreisen der Finanzoligarchie hörige Meute von Print-, Hörfunk-, Fernseh-, Film-, und Internetmedien nimmt den 50. Jahrestag des „Mauerbau“ zum Anlass, primitivste Sichtweisen über Geschichte in Geschichten zu suggerieren. Diese Täuschung der Öffentlichkeit kann nicht unwidersprochen hingenommen werden. Ehre den Journalisten, Medienleuten und Kulturschaffenden, die den Mainstream -Vorgaben kritisch gegenüberstehen.
des Antifaschistischen Komitees gegen Krieg und Sozialraub zum 50. Jahrestag der Sicherung der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik am 13. August 1961
Die Sicherung der Staatsgrenze der DDR, insbesondere gegenüber den drei Westsektoren Berlins, am 13. August war eine historisch notwendige Maßnahme der sozialistischen Staatengemeinschaft zur Abwehr der sich zuspitzenden Kriegsgefahr in Europa.
Es muss daran erinnert werden, dass der deutsche Imperialismus nach 1945 zu keinem Zeitpunkt seine Absichten aufgegeben hat, wirklich demokratische Entwicklungen und jegliche Ansätze einer sozialistischen Entwicklung zuerst in der sowjetischen Besatzungszone und dann in der DDR mit allen Mitteln zu verhindern und nach Möglichkeit rückgängig zu machen.
Mit allen Mitteln hieß auch mit allen dem Imperialismus zu Gebotes stehenden nicht friedlichen Möglichkeiten – Unterwanderung, Hetze, Abwerbung von Fachkräften, Sabotage, Terror, Mord und Todschlag. Dieser immer aggressiveren, auf die Beseitigung der DDR gerichteten Politik des Westens Einhalt zu gebieten, war im Sommer 1961 unausweichlich.
Die Warschauer Vertragsstaaten schoben mit ihren abgestimmten Maßnahmen den Einmischungs- und Interventionsabsichten in der zu diesem Zeitpunkt einzig möglichen Weise einen wirksamen Riegel vor und errichteten mit den Grenzsicherungsmaßnahmen den antifaschistischen Schutzwall.
Damit wurden die unter Führung der Arbeiterklasse bis dahin noch nie in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung erkämpften politischen, demokratischen und sozialen Errungenschaften wirksam geschützt. Die DDR hatte im Bündnis mit den Staaten des Warschauer Vertrages nun günstigere und berechenbarere Voraussetzungen für eine zielgerichtete sozialistische politische, ökonomische und sozial-kulturelle Entwicklung.
Insbesondere den Konzernen der BRD war es nicht mehr möglich, ihren Fachkräftebedarf vor allem auf Kosten des zu jederzeit hervorragenden Bildungssystems der DDR zu decken.
Die friedenssichernden Maßnahmen im Herzen Europas waren über Jahrzehnte eine wichtige Garantie für ein weitgehend friedliches Neben- und Miteinander der Völker.
Die Sicherung der Staatsgrenze der DDR zur BRD, die sich wegen des Bruches der Bestimmungen des Potsdamer Abkommens bezüglich der drei Westsektoren Berlins, auch auf die Grenze zwischen der DDR und Westberlin erstrecken musste, war zu keinem Zeitpunkt eine sogenannte „Innerdeutsche Grenze“. Sie war von Anfang an die Grenze zwischen den stärksten und aggressivsten imperialistischen Kräften und ihrem Militärbündnis NATO und der sozialistischen Staatengemeinschaft mit dem Warschauer Vertrag in Europa.
Zum Verdruss der imperialistischen Staaten, vor allem gegen den erklärten Willen der BRD, erlangte die DDR trotz der fortwährenden Verleumdungskampagnen und der unausgesetzten Angriffe auf alle nur denkbaren Bereiche ihrer Entwicklung, erinnert sei nur an die letztlich erfolglose „Hallstein-Doktrin“ zur diplomatischen Blockade, internationales Ansehen, so dass schließlich 1973 die Deutsche Demokratische Republik in die Völkergemeinschaft aufgenommen wurde.
Es kann nicht verwundern, dass das Kapital und die politischen Kräfte der BRD nach der Vereinnahmung des Territoriums der DDR im Jahre 1990 heute mehr denn je gegen all die Menschen zu Felde ziehen, die mit ihrem persönlichen Einsatz diese friedenssichernden Maßnahmen beginnend mit dem 13. August 1961 ermöglicht und nachhaltig durchgesetzt haben. Die Diskriminierung der Grenzsoldaten, die oft unter Einsatz ihres Lebens diese Grenze zuverlässig gesichert und geschützt haben, ist wesentlicher Bestandteil dieser Kampagne.
Die Bemühungen der imperialistischen Kräfte in Deutschland, ihrer Handlanger in Politik, Gesellschaft, Kultur und die sogenannten freien Medien, werden unverändert darauf gerichtet sein, den 13. August zu einem Schanddatum für die DDR und ihre Verantwortungsträger zu machen und die historischen Gegebenheiten der Vergangenheit und Gegenwart zu fälschen.
Die Spaltung Deutschlands und „Errichtung einer Mauer“ begann bereits mit dem von Winston Churchill am 5. März 1946 in seiner Rede in Fulton als Schlagwort geprägten „Eisernen Vorhang“ als Bezeichnung und Forderung der politischen und weltanschaulichen Trennlinie zwischen Ost und West und damit Beginn des Kalten Krieges durch die Westmächte, spätestens mit der einseitigen Währungsumstellung 1948 in den Westzonen und Westberlin sowie mit der Gründung der BRD.
Die Teilung Deutschlands hat viel persönliches Leid gebracht. Aber die persönlichen Schicksale gebieten es auch, den geschichtlichen Zusammenhang nicht zu negieren. Das macht dieses Leid nicht kleiner, aber es darf auch nicht die Sicht auf die Tatsachen verstellen.
Der 13. August 1961 bleibt ein Datum von großer Bedeutung, die weit über die „Mauer“ in Berlin hinaus reicht. Es sollte allen realistisch denkenden Menschen heute und in Zukunft vor Augen führen, dass ohne die damaligen Maßnahmen vor 50 Jahren die Gefahr eines verheerenden Krieges in Europa wesentlich gestiegen wäre. Vergessen wir deshalb nie diejenigen, die für die Erhaltung des Friedens seit Gründung der DDR und insbesondere seit jenem 13. August als Angehörige der bewaffneten Kräfte ihr Leben lassen mussten und auch die nach 1990 für ihr verfassungsgemäßes Handeln zum Schutze der DDR verfolgt, bestraft und inhaftiert wurden. Treten wir ein für ein friedliches und menschenwürdiges Leben, für eine Politik der nationalen Selbstbestimmung und Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten dieser Erde.
Alles Gute kann man Dir ja nicht mehr wünschen, Antifaschistischer Schutzwall, denn es gibt Dich ja leider nicht mehr. Trotzdem war es schön, dass Du da warst. Und als einfache Mauer die kleine aber starke DDR beschützt hast. An Deiner Sinnhaftigkeit kann es keinen Zweifel geben. Du warst die Grenzssicherung zwischen zwei Staaten, die verfeindet gegenüberstanden. Die Welt wäre vielleicht schöner gewesen, wenn es Dich nicht hätte geben müssen, aber es musste halt doch sein.
Und so warst Du, wie Peter Hacks Dich beschrieb:
Wer kann die Pyramiden überstrahlen?
Den Kreml, Sanssouci, Versailles, den Tower?
Von allen Schlössern, Burgen, Kathedralen
Der Erdenwunder schönstes war die Mauer.
Mit ihren schmucken Türmen, festen Toren.
Ich glaub, ich hab mein Herz an sie verloren.
Ohne den 30. Januar 1933 kein Zweiter Weltkrieg, ohne Krieg keine Spaltung, ohne Gründung der Bundesrepublik keine DDR, ohne Beitritt zur Nato kein Warschauer Vertrag, ohne Militärbündnisse keine Mauer zwischen ihnen – das ist die geschichtliche Logik, die verdrängt werden soll.