Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert. Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-M0502-306 / Otto Donath / CC-BY-SA [↩]
Das folgende Essay ,,Why Socialism” gehört sicherlich zu den unbekanntesten Arbeiten Albert Einsteins.
Die Tatsache, dass sich Einstein einen Großteil seines Lebens als Sozialist verstand und gegen Faschismus und Krieg engagierte wird von den bürgerlichen Medien gerne verschwiegen. ,,Why Socialism” wurde erstmals 1949 in der ersten Ausgabe der Zeitschrift ,,Monthly Review” veröffentlicht. Der Text wurde redaktionell überarbeitet.
Ist es nun ratsam für jemanden, der kein Experte auf dem Gebiet ökonomischer und sozialer Fragen ist, sich zum Wesen des Sozialismus zu äußern? Ich denke aus einer Reihe von Gründen, dass dies der Fall ist.
Lasst und die Frage vorerst vom Standpunkt der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus betrachten. Es mag so erscheinen, als ob es keine wesentlichen methodologischen Unterschiede zwischen Astronomie und Ökonomie gäbe: Wissenschaftler beider Gebiete versuchen allgemein akzeptable Gesetze für eine begrenzte Anzahl von Phänomenen zu entdecken um deren Zusammenhänge so verständlich wie möglich zu machen. Aber in Wirklichkeit existieren solche methodologischen Unterschiede. Die Entdeckung von allgemeingültigen Gesetzen im Bereich der Ökonomie wird dadurch erschwert, dass die zu betrachtenden ökonomischen Phänomene von vielen Faktoren beeinflusst sind, die einzeln schwer zu beurteilen sind. Außerdem waren die Erfahrungen, die sich seit Beginn der sogenannten “zivilisierten Periode” der menschlichen Geschichte angesammelt haben – wie wir wissen – stark von Faktoren beeinflusst und beschränkt, die keineswegs ausschließlich ökonomischer Natur sind. Zum Beispiel verdanken die größeren Staatengebilde ihre Existenz den Eroberungen. Die erobernden Völker machten sich selbst – gesetzlich und wirtschaftlich gesehen – zur privilegierten Klasse des eroberten Landes. Sie sicherten sich das Monopol an Landbesitz und ernannten Priester aus ihren eigenen Reihen. Diese Priester – die die Macht über das Erziehungswesen hatten – institutionalisierten die Teilung der Gesellschaft in Klassen und schufen ein Wertesystem, dass die Menschen von da an – in einem hohen Grad unbewusst – in ihrem sozialen Verhalten leitete.
Liebe Leser des Roten Blog. Wir beenden unser heutes Programm zum 62. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik mit der Nationalhymne.
Den heutigen Tag werden wir mal mit ein wenig Musik verbringen. Die Interpretationen der Texte mag jedem selbst überlassen sein, nicht immer ist alles so gemeint, wie es gesagt wird.
Klare Worte sprechen aber Engerling mit “Legoland”.
Auf der Seite Freiheit und Sozialismus, die laut dem Logo zur Linkspartei gehört, findet sich dann auch der Aufruf: “Keine Kooperation mit der Jungen Welt!” Da bekommt man doch nur noch das Kotzen, wenn man das liest.
Ein richtiger und passender Kommentar kommt dazu von einem Johnny Michel aus Chemnitz, den ich hier im Ganzen wiedergeben will:
An Scheinheiligkeit nicht zu überbieten
Ich schäme mich als Genosse für die Aktion gegen die junge welt. Allein das Lesen des Erstunterzeichners des Offenen Briefes, des Islamhassers M. Broder, der immer noch nicht gemerkt hat, dass der Kalte Krieg zu Ende ist, bereitet mir Schmerzen. Dass sich führende Genossen, wie der Kreisvorsitzende Chemnitz, Nico Brünnler, ebenfalls an der Aktion beteiligen, stimmt mich zornig. Viele der Unterzeichner bedienen sich Zeitschriften, die alles andere als der LINKEN wohl gesonnen sind. Und das ist scheinheilig. Sicher kann man über die Titelseite unterschiedlicher Meinung sein – aber gleich eine Boykott-Hetze lostreten? Zu DDR-Zeiten entschied die jeweilige Bezirksleitung der SED darüber, was in den Zeitungen stehen darf und was nicht. Manche der Unterzeichner scheinen sich in diese alten Zeiten zurück verlieben zu wollen. Oder braucht man schon jetzt einen Buhmann für die zu erwartenden schlechten Wahlergebnisse? Dazu taugt die junge welt nicht. Diese Wahlergebnisse sind Partei-hausgemacht. Mit einem Unterstützungsentzug für die Zeitung beweisen die Unterzeichner mangelndes Demokratieverständnis nach dem Motto: Wasch’ mich, aber mach’ mich nicht nass. Von solchen Menschen möchte ich nicht regiert werden.
Insofern ist es kein Zufall, dass das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend in der DDR ebenfalls “junge Welt” hiess, ging es doch darum, die Tradition der HJ fortzusetzen. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass die jW sich heute bei Mauermördern bedankt, die einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des Nationalsozialismus mit menschlichem Antlitz (also mit Autobahnen, Kraft durch Freude aber ohne Auschwitz) geleistet haben.
Aber es ist halt symptomatisch für viele Linke in Deutschland, dass sie lieber auf ihre Feinde hören statt zu dem zu stehen, was eine revolutionäre Linke ausmachen sollte. Dann meinen sie sich vorschreiben lassen zu müssen, insbesondere von Rechten, wie sie sich als Linke zu verhalten haben.
“Ich sage an dieser Stelle einfach mal danke, daß mit solchen Zeitungsartikeln der Ruf des linken Spektrums starken Schaden nimmt und den antisozialistischen Hetzern Munition geliefert wird…”
Wer sind wir, dass wir von unseren Gegnern unser Verhalten vorschreiben lassen sollen?
… für die Berichterstattung, Information und Aufklärung in historischen Zusammenhängen, die unumstößliche Wahrheiten darstellen. Wen wundert es, dass diese Fakten zum 13. August 1961 den Interessen der Mächtigen des Kapitals und deren Medien zuwiderlaufen?
So ist der Klassenkampf noch immer! Wer ihn aber leugnet, wie ein Teil der VorstandsLINKEN, vertritt eben nicht sozialistische Interessen, sondern landet – na wo schon? …, und setzt den Bestand der PDL aufs Spiel! Wo die Mitglieder und Sympathisanten des RFB e. V. stehen, symbolisiert auch das Foto: an der Seite der jungen Welt!
Rot Front!
Gerd Hommel, Bundesvorsitzender des RFB.
Und vor allem, Junge Welt, es gibt für uns nichts wofür wir uns bei unseren Gegnern entschuldigen müssen.