Archiv für die Kategorie ‘59 Jahre DDR’

Und ich?

Was bedeutet die DDR für mich? Ich schrieb es ja: Es ist meine Heimat. Für das Land wollte ich mindestens 10 Jahre zur NVA gehen. Bis dann 1989/90 etwas dazwischen kam…

In meiner Erinnerung ist die DDR ein Sonnentag und die BRD heute ein Regentag.

Mir wird gerne mal gesagt: In der DDR hättest Du heute keinen Computer und kein Internet.

Na und? Ob ich das nicht hätte, das ist erstmal nur spekulativ, und selbst wenn, es würde mich nicht jucken. Ich wäre Facharbeiter für Datenverarbeitung, hätte einen sicheren Arbeitsplatz, keine Zukunftsangst und vieles mehr, um das ich heute kämpfen muss.

Und das ich nicht nach Mallorca fahren könnte, das wäre mir sowas von egal!

Man hätte dafür aber auch einiges anderes machen müssen. Es ist nunmal eine Tatsache, spätestens in den 80′er Jahren ging es massiv abwärts. Aber aus den Fehlern werden wir lernen, und das Ende der Geschichte ist noch nicht erreicht!

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Lass uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muss uns doch gelingen,
Dass die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint.
Über Deutschland scheint.

Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
Schlagen wir des Volkes Feind!
Lasst das Licht des Friedens scheinen,
Dass nie eine Mutter mehr
Ihren Sohn beweint.
Ihren Sohn beweint.

Lasst uns pflügen, lasst uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eignen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in dir vereint,
Wirst du Deutschlands neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint.
Über Deutschland scheint.

Eines Tages…

Unsere Heimat

Spotlight (10) – Stalin zur Gründung der DDR

Telegramm an den Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik, Wilhelm Pieck, und an den Ministerpräseidenten der Deutschen Demokratischen Republik, Otto Grotewohl, anlässlich der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik

40 Jahre auf der sicheren Seite

Nochmals etwas von der FDJ:

Siehe dazu auf der Aufruf der FDJ zum 7. Oktober 2005: Jedes Land hat zwei Geschichten, zwei Traditionen.

Erich Honecker über die DDR

Quelle: Erklärung Erich Honeckers am 3.12.1992 vor der 27. Großen Strafkammer beim Landgericht Berlin-Moabit

Die Bilanz der 40jährigen Geschichte der DDR sieht anders aus, als sie von den Politikern und Medien der BRD dargestellt wird. Der wachsende zeitliche Abstand wird das immer deutlicher machen.

Was in der DDR alles verboten war

Letztes Jahr habe ich folgenden Text schonmal im Blog veröffentlich… Aber weils so schön ist, gefunden in einem Dokumentarfilm der DEFA über die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin, August 1972.

Wie reich die Bundesrepublik ist zeigt sich allein daran, dass wir wesentlich mehr Reiche haben als die DDR.
Wie hoch die Bundesrepublik entwickelt ist zeigt sich schon allein daran, dass auf jedes Kind im Vergleich zur DDR erheblich mehr Parkplätze entfallen.
Wie viel mehr Chancen die Arbeiter in der Bundesrepublik haben zeigt sich schon allein darin, dass die Chancen einen Arbeitsunfall zu machen bei uns doppelt so hoch sind.

In der DDR dagegen ist fast alles verboten. Die Deutsche Bank, Dr. Oettker, Gunther Sachs, … und vieles andere was der Arbeiter so zum täglichen Leben braucht.
In der DDR dagegen ist fast alles verboten. Preiserhöhungen, Mieterhöhungen, Krankenhausgebühren, Lehrermangel, Vermögensbildung in Arbeitgeberhand.
Außerdem sind in der DDR verboten Entlassungen, Dividentenerhöhungen … und sonst noch so alles, was den Kapitalismus für den Arbeiter attraktiv macht.

“Wollt ihr etwa die DDR wiederhaben?”

Immer wieder gerne von mit zitiert, weil ich es so, wie es da steht, unterschreiben kann. Aus einem Flugblatt der FDJ:

“Wollt ihr etwa die DDR wiederhaben?”

fragt man uns und wir sagen:

Wir wollen: Einen Staat, in dem man nicht länger vor Hartz & Rürup und all den anderen Knechtern und Lohndrückern Angst haben’ muss! Einen Staat, in dem das alles, diese verlogene “soziale” Marktwirtschaft abgeschafft wird! Einen Staat, in dem es Sinn macht, zu lernen, zu studieren, zu arbeiten, wo jede Hand, jeder Kopf gebraucht wird, ohne Massenarbeitslosigkeit! Einen Staat, in dem Kinder nicht länger zum Kostenfaktor erniedrigt sind. In dem Frauen Hochschulen besuchen, statt am Herd zu versauern!

Einen Staat, den wir gemeinsam planen, selber entscheiden, über den Reichtum, den wir gemeinsam schaffen! Einen Staat ohne eine Hand voll Milliardäre hier und Millionen Arme dort! Einen Staat, in dem die Fabriken und all das, was wir erarbeiten, uns gehört! Einen Staat, in dem die Konzerne und Banken, die Siemens, Daimler & Deutsche Bank, die sich an unserer Arbeit bereichern und zwei Weltkriege angezettelt haben, endlich enteignet werden!

Einen Staat, in dem der Frieden Grundsatz ist! Einen Staat, der kompromisslos gegen Nazis vorgeht, gegen die mit Knüppeln und die hinter Schreibtischen! Einen Staat, der Menschen nicht abschiebt, sondern sie willkommen heißt, in dem Völkerfreundschaft Grundsatz ist! Einen Staat, in dem all denen der Mund verboten wird, die nach “Ostgebieten” brüllen und in Landsmannschaften Blut und Boden frönen! Einen Staat, der überall dort hilft, wo man den Menschen noch bedrängt! Einen Staat eben, für den man sich anderen Orts nicht schämen muss.

Nun wisst ihr, was wir wollen. Wir wissen, dass es einen Staat gab, der von all diesen Dingen immerhin etwas erreicht hat, die DDR! Dieses Land war somit ein winziger Anfang von dem, wovon man so viel redet unter den Linken. Dieses Land. gibt es nicht mehr. Heute reden wir in einem Land, das nur noch eine Endstation ist, die man BRD nennt.

Manch einer hasst die DDR. So schön, um sie zu lieben, war sie sicher nicht, doch sie war das Beste, was die Deutschen je zu Wege gebracht haben! Zählt uns nicht die viele Dinge auf, mit denen die DDR schief lag, wir wissen davon!

Wir wollen nicht länger reden von einem Staat ohne Fehler, den es sowieso nicht geben kann. Ja, selbst wenn diese DDR noch schlimmer war, als uns das Fernsehen jeden Tag vorlügt: Ja, wir wollen diesen winzigen Anfang! Diesen Sack Probleme und Fehler der DDR, den wollen wir auch. Denn wir haben große Lust, uns zu versuchen an diesen Aufgaben! Weil es in einer fehlerhaften Gesellschaft hilft, an Fehlern zu arbeiten! Denn um zu einem staatenlosen, friedlichen Miteinander der Menschen zu kommen, müssen wir erst denen das Handwerk legen, die skrupellos über Leichen gehen für ihren Profit. Eine faulende Gesellschaft wie diese, die eine Sackgasse darstellt, in der wollen wir nicht länger herum doktern. Ein Anfang aber, wie klein er auch sein mag; ist immer die Zukunft!

Erst spätere Generationen werden begreifen…

Quelle: Beiträge zur Geschichte des Sozialismus in offensiv

Erst spätere Generationen werden begreifen, welche große historische Leistung die DDR voll-bracht hat, dass sie 40 Jahre lang es geschafft hat, sich dem gierigen Zugriff westlicher Kon-zerne zu entziehen und trotz aller Armut für die Bevölkerung ein, wenn auch nicht luxuriöses, so doch ein lebenswertes Leben zu ermöglichen, das in moralischer Hinsicht den westlichen Wertvorstellungen weit überlegen war, und das viele DDR-Bürger heute schmerzlich vermissen. Man darf westdeutschen Bürgern keinen Vorwurf machen, wenn viele von ihnen das nicht verstehen. Was man nicht selbst erlebt hat, kann man nur schwer beurteilen. Einverstanden, das Angebot an Konsumptionsmitteln hat sich mit der Eingliederung der DDR in die BRD erheblich verbessert. Das ist ohne Frage ein großes Positivum. Aber Lebensqualität ist nicht nur Konsum. Lebensqualität das ist auch ein Leben frei von Existenzangst, das ist auch ein gesicherter Arbeitsplatz, das ist auch eine für alle erschwingliche Freizeitgestaltung bei Sport, Kultur und Erholung, das sind Ferienheime, Kulturhäuser und Jugendclubs, das ist auch eine nahezu kostenlose liebevolle Betreuung der Jüngsten in Kindergärten und Krippen, das ist auch eine niedrige Kriminalität, das sind auch gleiche Entwicklungschancen für alle. Nehmen wir das Bildungssystem. Es war dem heutigen föderalen Bildungssystem um ein ganzes Jahrhundert voraus. Einverstanden, nicht jeder konnte Medizin studieren, was eine sehr lukrative Ausbildungsrichtung war, wie es unsere ehemalige Familienministerin unter Kohl, Frau Nolte gerne gewünscht hätte. Sie musste, welche Grausamkeit, Biologie studieren. Heute bekommen Zigtausende nicht einmal eine Lehrstelle. Nehmen wir das Gesundheitswesen. Ein durch-gängiges kostenloses Impfsystem ließ Krankheiten wie Pocken, Masern, Kinderlähmung, Tbc weitgehend verschwinden, Krankheiten die heute in der BRD wieder auf dem Vormarsch sind. Frei von Motiven der Gewinnsucht wurde eine bestmögliche und effektive und kostenlose medizinische Versorgung auf der Basis von Polikliniken gewährleistet.

Eine ganz besondere Fürsorge der DDR galt den Kindern und der Jugend. Jede Familie konnte es sich leisten, ihre Kinder für wenig Geld in Ferienlager zu schicken, wo sich die Kinder unbekümmert vom Geldbeutel der Eltern für ein paar Wochen bei Sport und Spiel erholen konnten, und das zum Teil an Plätzen, die heute nur noch der high society zugänglich sind.

Einverstanden, in der DDR konnte man keine Politiker lächerlich machen, was die heutigen Politiker nicht stört. Sie machen ohnehin, was sie wollen, bzw. was das Kapital will.. Aber dafür stand in der Verfassung der DDR das Recht auf Arbeit, ein elementares Lebensrecht für alle jene, die nichts anderes besitzen als ihre Arbeitskraft, und das ist die Mehrheit der Bevölkerung. Ohne das Recht auf Arbeit gibt es keine wirkliche Freiheit. Daß dieses Recht in der Verfassung der BRD nicht enthalten ist, zeigt die ganze Verlogenheit dieser freiheitlich demokratischen Ordnung. Freiheit gibt es in der BRD nur für die Reichen. Sie stellen zu allem Überdruß diesen Reichtum auch noch demonstrativ zur Schau. Lieschen Müller darf sich dann im Fernsehen ansehen, wie diese mal schnell mit dem Jet nach Paris fliegen und für ein paar Millionen ein bisschen shoppen. Der arbeitende Werktätige aber ist praktisch rechtlos. Mit der Mütze in der Hand steht er vor dem Unternehmer oder der Behörde und muß betteln, dass er arbeiten darf und dafür noch viele Belastungen auf sich nehmen, die dem DDR-Bürger fremd waren. Tut er das nicht, dann ab in Hartz 4.

Und noch ein Verdienst ist untrennbar mit der DDR verbunden. Vom Boden der DDR ging nie ein Krieg aus, kein Soldat der DDR hat je in feindlicher Absicht fremden Boden betreten.

Heute führt Deutschland wieder in fremden Ländern Krieg, befindet sich wieder in unseliger Tradition. Man ist wieder wer und fordert sogar einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat.

Weltjugendspiele 1973, eines der schönsten Lieder der Arbeiterklasse.

Wir sind überall