Archiv für die Kategorie ‘Stalin’

„Glamour-Tyrann Stalin“

Auch wenn der Artikel „Glamour-Tyrann Stalin“ bei RIA NOVOSTI sich gegen Stalin richtet, so ist folgender Absatz doch interessant:

Im Internet gibt es mindestens zehn Webseiten, die Stalin gewidmet sind. Sie enthalten Stalins Werke, Memoiren über ihn und „Entlarvungen“ von Antistalinisten wie auch Äußerungen namhafter Zeitgenossen Stalins, die Lobeshymnen an ihn richten mussten.

Ja! Und eine dieser Internetseiten ist meine Seite www.stalinwerke.de!

K.J. Woroschilow: „Stalin und die Streitkräfte der UdSSR“

Dieses Buch ist ab sofort auf www.stalinwerke.de verfügbar.

In drei Aufsätzen zu Stalins Geburtstagen, 1929, 1939 und 1949, schildert K.J. Woroschilow, Marschall der Sowjetunion. Stalins Verdienste in der Verteidigung der Sowjetunion im Bürgerkrieg, beim Aufbau der Roten Armee und bei der Zerschlagung der deutschen Faschisten im 2. Weltkrieg.

Hausarbeiten.de: Eine Stalin-Biographie

Irgendeiner hat bei hausaufgaben.de eine Stalin-Biographie ausgegraben, die muss ich hier einfach mal vorstellen. So ein richtig schöner Text, bei dem man vom vielen Kopfschütteln ein Schleudertrauma bekommen kann.

Russland unter Stalin
Autor: Carola Dietrich

Es folgen ein paar Zitate, natürlich in originaler Rechtschreibung. Alle hervorhebungen von mir.

Wie bei fast alle seiner Sorte folgen nun immer wieder Verhaftungen…

Hier habe ich dann noch etwas Neues gelernt:

1917 wird vom Parteiflügel der Menschewiki aufgedeckt, dass Stalin wegen der bewaffneten Raubüberfälle und seiner terroristischen Vergangenheit von der Parteiführung ausgeschlossen worden war, was er jedoch wohl zu verheimlichen gewusst hatte.

Ganz lustig:

Als 38 Jahre alter Berufsrevolutionär fühlt er sich nunmehr gezwungen einen weisen Mann und Vater des Staatsvolkes zu mimen.

Über Trotzki:

Stalin bildet mit Sinowjew und Kamenew eine Troika gegen Trotzkij. Trotzij wurde mit deren Hilfe parteipolitisch isoliert. Dabei half er selbst kräftig mit, indem er sich nur zu leicht provozieren ließ und sich selbst aus dem Zentralkomitee in einer lächerlichen Aktion, die der eines bockigen Kindes gleicht, mit den Worten ,,Ich bitte, mich aus der Schauspielerliste dieser erniedrigenden Komödie zu streichen“, um anschließend mit dem Versuch, eine übergroße schwere eiserne Tür des Zarenpalastes, in dem das ZK getagt hatte, zuzuschlagen, jedoch dabei nur in seiner Absicht deutlich zu werden, mit der Ausführung jedoch zappelnd und strampelnd an der Tür hängend zu scheitern.

Die obligatorische Hitler-Stalin-Gleichsetzung:

Später werden Propaganda und Terror, mit denen er seine Herrschaft aufrecht erhielt als ,,Personenkult“ bezeichnet. Ganz besonders in diesem Punkt scheint mir eine gewisse Nähe zu Hitler unübersehbar. Beide Diktatoren waren bemüht, eine Art Staatsreligion zu errichten, sich selbstin den Mittelpunkt dieser Religion setzend.

1939-1941:

Bei Bessarabien wurde Stalin dann sogar schon recht mutig unnd genehmigte sich sogar mehr, als ursprünglich im Zusatzprotokoll vereinbart. Die überrumpelte deutsche Regierung musste zustimmen. Ihr blieb gar nichts anderes übrig.

Biographien:

Stolperstein Größenwahnsinn

1939 wird eine erste kurze offizielle Biograhie herausgegeben, in der sich Stalin als den ,,großen Strategen der sozialistischen Revolution und ein allwissendes Genie“ nennt. Das sind jedoch noch bescheidene Töne im Gegensatz zu späteren Betitelungen, wenn er sich beipielsweise anlässlich seines 50. Geburtstages große Lobeshymnen auf sich singen die jedoch noch um ein vielfaches an seinem 60. Und dann später an seinem 70. Geburtstag übertroffen werden. Da läßt er sich dann schließlich nach und nach zum Gott über Russland stilisieren.

Nach 1945. Das versteh ich nicht wirklich:

Aus der deutsch Kriegsbesatzungszone von Deutschland wurde per Staatstreich die Deutsche Demokratische Republik.

Fazit:

Bleibt zu sagen, dass es sich bei dem Phänomen Stalin um ein ähniches wie bei dem Hitlers handelt und noch heute öffentliche Diskussionen zu verfolgen sind, in denen gestritten wird, welcher von beiden mehr Menschen auf dem Gewissen hat, grausamer oder einfach nur Schlimmer für die Menschheit gewesen ist. Zu einem eindeutigen Ergebnis ist man bis heute nicht gekommen und wird es wohlauch in Zukunft nicht.

Another view of Stalin – Stalin anders betrachtet

Das Buch „Stalin anders betrachtet“ von Ludo Martens gibt es in mehreren Sprachen. In deutscher Sprache ist es über den Ernst-Thälmann-Verlag der KPD(B) erhältlich, momentan aber leider vergriffen.

Die englische Ausgabe ist unter www.plp.org/books/Stalin/book.html komplett online verfügbar.

Das hier ist das Cover der spanischen Ausgabe, welches mir vom Zambonverlag zur Verfügung gestellt wurde:

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(Die Rückseite als PDF)

„Beiträge Stalins zur sowjetischen Militärwissenschaft und -politik“

In mehreren Heften, erschienen bei offen-siv und in der Schriftenreihe der KPD(B), ging Professor Ulrich Huar auf die Beiträge Stalins zur sowjetischen Militärwissenschaft und -politik ein. Diese sind nun erstmals als ein Sammelband in Buchform erschienen. Ich freue mich besonders, dieses Buch auf meiner Internetseite zum Download anbieten zu können. Leider hat es aus verlagstechnischen Gründen das letzte Heft, welches inhaltlich dazugehört, nicht mehr in die aktuelle Ausgabe des Buches geschafft.

Hier geht es direkt zum Download: http://www.stalinwerke.de/Diverses/stalinsbeitraege.html

8. Mai 1945 – Tag der Befreiung

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(Bildquelle: www.fdj.de)

ANSPRACHE DES GENOSSEN J. W. STALIN AN DAS VOLK

9. Mai 1945

Genossen! Mitbürger und Mitbürgerinnen!

Der große Tag des Sieges über Deutschland ist gekommen. Von der Roten Armee und den Truppen unserer Verbündeten auf die Knie gezwungen, hat sich das faschistische Deutschland für besiegt erklärt und bedingungslos kapituliert.

Am 7. Mai wurde in Reims ein vorläufiges Kapitulationsprotokoll unterzeichnet. Am 8. Mai haben in Berlin Vertreter des deutschen Oberkommandos im Beisein von Vertretern des Obersten Kommandos der verbündeten Truppen und des Obersten Kommandos der Sowjettruppen die endgültige Kapitulationsurkunde unterzeichnet, mit deren Verwirklichung am 8. Mai um 24 Uhr begonnen wurde.

Da wir die Wolfsnatur der deutschen Machthaber kennen, die Verträge und Abkommen als einen bloßen Fetzen Papier betrachten, haben wir keinen Grund, ihnen aufs Wort zu glauben. Seit heute morgen jedoch haben deutsche Truppen in Verwirklichung der Kapitulationsurkunde begonnen, in Massen die Waffen zu strecken und sich unseren Truppen gefangen zugeben. Das ist schon kein bloßer Papierfetzen mehr. Das ist die tatsächliche Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Allerdings sucht im Räume der Tschechoslowakei eine deutsche Heeresgruppe immer noch, sich der Kapitulation zu entziehen. Aber ich hoffe, dass es der Roten Armee gelingen wird, sie zur Besinnung zu bringen.

Jetzt haben wir vollen Grund zu erklären, dass der historische Tag der endgültigen Niederwerfung Deutschlands, der Tag des großen Sieges unseres Volkes über den deutschen Imperialismus gekommen ist.

Die großen Opfer, die wir für die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Heimatlandes gebracht haben, die unermesslichen Entbehrungen und Leiden, die unser Volk während des Krieges zu erdulden hatte, die auf dem Altar des Vaterlandes dargebrachte angespannte Arbeit im Hinterland und an der Front sind nicht vergeblich gewesen, sondern durch den vollen Sieg über den Feind gekrönt worden. Der jahrhundertelange Kampf der slawischen Völker um ihre Existenz und Unabhängigkeit hat mit dem Sieg über die deutschen Okkupanten und die deutsche Tyrannei geendet.

Von nun an wird das große Banner der Völkerfreiheit und des Völkerfriedens über Europa wehen.

Vor drei Jahren verkündete Hitler vor aller Welt, dass die Zerstückelung der Sowjetunion, die Losreißung des Kaukasus, der Ukraine, Bjelorußlands, der baltischen Länder und anderer Sowjetgebiete zu seiner Aufgabe gehört. Er erklärte unumwunden: „Wir werden Rußland vernichten, dass es sich niemals mehr erheben kann.“ Das war vor drei Jahren. Die wahnwitzigen Ideen Hitlers sollten jedoch nicht in Erfüllung gehen – im Verlaufe des Krieges sind sie wie Spreu im Winde verweht. Was in Wirklichkeit herauskam, ist das gerade Gegenteil dessen, wovon die Hitlerleute faselten. Deutschland ist aufs Haupt geschlagen. Die deutschen Truppen kapitulieren. Die Sowjetunion feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten.

Genossen! Der Große Vaterländische Krieg hat mit unserem vollen Sieg geendet. Die Periode des Krieges in Europa ist zu Ende. Die Periode der friedlichen Entwicklung hat begonnen.

Ich beglückwünsche euch zum Siege, meine lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen!

Ruhm und Ehre unserer heldenhaften Roten Armee, die die Unabhängigkeit unserer Heimat behauptete und den Sieg über den Feind errungen hat!

Ruhm und Ehre unserem großen Volke, dem Siegervolk!

Ewiger Ruhm den in den Kämpfen gegen den Feind gefallenen Helden, die ihr Leben hingaben für die Freiheit und das Glück unseres Volkes!

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Stalin: „Schriftsteller, Ingenieure der menschlichen Seele“

Danke an Neo, der folgende Geschichte gefunden hat.

In dem Buch „Ingenieure der Seele – Schriftsteller unter Stalin“ von Frank Westermann (Ch. Links Verlag, Berlin, 2003) wird der Abend des 26.10.1932 auf mehreren Seiten beschrieben. Es heißt, daß der Abend anhand verschiedener Schriftsteller-Memoiren ziemlich genau rekonstruiert werden konnte.

„Am 26. Oktober 1932 werden Dutzende Moskauer Autoren unerwartet aufgefordert, im Hause des Volksschriftstellers zu erscheinen. Gorki begrüßt seine Gäste (…) Erst als alle Platz genommen haben, öffnet sich die Tür ein weiteres Mal, und Stalin tritt ein. (…) In seinem Begrüßungswort stellt Gorki fest, daß die Literatur der Sowjetunion inzwischen eine stattliche Bibliothek umfaßt. ‚Es besfinden sich darin gute Bücher, aber auch schlechte.‘ Er findet es höchste Zeit, sich Gedanken über die Schaffung einer Sowjetliteratur auf hohem Niveau zu machen, ‚eine Literatur, die dem 15. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution würdig ist.‘

Nach dem ersten Wodka erteilt Gorki den Schriftstellern das Wort. Es folgen eine Reihe vorsichtiger Ansprachen (…) Stalin, der bis dahin pfeiferauchend zugehört hat, übernimmt nach dem holprigen Beginn die Regie. ‚Unsere Panzer sind wertlos‘, legt er los, ‚wenn die Seelen, die sie lenken müssen, aus Ton sind. Deshalb sage ich: Die Produktion von Seelen ist wichtiger als die von Panzern…‘ (…) Stalin fährt fort: ‚Jemand merkte hier eben an, daß Schriftsteller nicht stillsitzen dürfen, daß sie das Leben in ihrem Land kennen müssen. Der Mensch erneuert sich durch das Leben, und ihr müßt behilflich sein bei der Erneuerung seiner Seele. Das ist wichtig, die Produktion menschlicher Seelen. Und deshalb erhebe ich mein Glas auf euch, Schriftsteller, auf die Ingenieure der Seele.'“

Das ganze geht noch interessant weiter. Es wird mehrfach auf das Wohl von Stalin angestoßen.

„Plötzlich springt Georgi Nikiforow auf. ‚Ich habe es satt!‘ ruft er mit schwerer Zunge. Wir haben jetzt bestimmt schon eine Million hundertundsiebenundvierzigtausendmal auf Stalins Wohl getrunken. Sicher kann er es selbst auch bald nicht mehr hören.‘

Nikoforows Worte lassen die versammelte Mannschaft erstarren; das Gemurmel weicht einer ungemütlichen Stille. Stalin steht auf und streckt seine Hand aus. ‚Genosse‘, sagt er und zeigt mit den Fingern auf den vorlauten Schriftsteller. ‚Du hast recht. Ich danke dir. Ich kann es tatsächlich nicht mehr hören.'“

Die Sicherheitspolitik Stalinsvor dem faschistischen Überfall auf die Sowjetunion

Ulrich Huar

Die Sicherheitspolitik Stalins vor dem faschistischen Überfall auf die Sowjetunion

Über die Sicherheitspolitik Stalins in der Zeit zwischen dem Abschluß des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 und dem Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Diesen Text gibt es im offen-siv-Heft 2/07.

Weitere Texte von Huar zum Thema Stalin habe ich als Linksammlung auf stalinwerke.de zusammengefasst.

„Die rote Verschwörung“

Seit Jahren habe ich das Buch „Aurora“ von Robert Harris1 hier rumliegen. Bis heute habe ich es nicht geschafft, das zu lesen. Inzwischen gibt es das auch als Verfilmung mit dem Titel „Die rote Verschwörung“.

Der Inhalt klang ja Anfangs ganz interessant. Ein US-amerikanischer Historiker („Stalin-Experte“) erfährt von einem geheimen Tagebuch von J.W. Stalin. Über verschiedene Wege findet er das Buch schließlich, doch es stellt sich als Tagebuch einer jungen Komsomolzin heraus, welche von Stalin geschwängert wurde. Daraus entstand ein Sohn, der viele, viele Jahre in der tiefen russischen Wildnis lebte um in der heutigen Zeit als Stalins Nachfolger das alte Reich wieder aufleben zu lassen. Bla, bla, bla… Ende gut, alles gut, der Sohnemann wird erschossen und die Welt ist gerettet.

Ok, inhaltlich dann doch ziemlich flach. Ich kann nicht beurteilen, inwieweit sich die Verfilmung das das Buch von Harris hält, aber mehr als ein billiger brownscher „Sakrileg“-Verschnitt ist dabei nicht rausgekommen. Nur kälter und elender. immerhin kann man dem Film aber zu gute halten, dass er die Kontraste zwischen Reichtum und Elend in dem heute „demokratischen und befreiten“ Rußland zeigt. Was aus dem Land geworden ist, schildert ein alter Kommunist im Film sehr treffend: „Stalin hat eine Nation geerbt mit hölzernen Flügeln und hat uns eine Weltmacht hinterlassen mit atomaren Waffen. Die Männer, die nach ihm kamen machten es zunichte. Er hat es kommen sehen. Er sagte es voraus: ‚Nach meinem Tod werden die Kapitalisten euch alle ertränken wie blinde Katzenbabys.'“2

Aber um im Film nochmal an den Anfang zu springen: Da hält der Historiker, dargestellt von D. Craig, eine Rede auf einem Kongress. „Stalin kannte vor allem eines: Gewalt. Während seiner Herrschaft verloren 20 Millionen Menschen ihr Leben, 6 Millionen wurden ins Exil geschickt, 18 Millionen in Gulags abtransportiert. Stalin verbrachte seine Abende gerne im Bolschoitheater oder lies sich ironischerweise amerikanische Western im hauseigenen Kinosaal vorführen. In den späteren Jahren hatte er vor dem Zubettgehen gerne Todesurteile unterzeichnet für bis zu 6000 Menschen. Und selbst dann, selbst dann schrieb er an den Seitenrand ‚Nicht genug!‘. Man kann behaupten dass in den Jahren des Terrors Stalin der oberste Hexenjäger war. Er sagte ‚Die Auswahl der Opfer, die Vorbereitung der Pläne war minutiös. Den Durst nach unerbittlicher Rache zu stillen und dann zu Bett zu gehen, sei das Erquickenste auf dieser Welt.'“ Parallel dazu wird gezeigt, wie Berija den todkranken Stalin findet. (Und umbringt oder umbringen lässt.) Ja gehts noch primitiver? Wohl kaum.

Ach ja: Der Film lief im ZDF.

  1. Von Robert Harris stammt auch das Buch „Vaterland“, welches es ebenfalls als Verfilmung gibt. Beides kann ich wärmstens empfehlen. []
  2. Das Zitat mit den Katzenbabys konnte ich bisher außer in der Geheimrede von Chruschtschow nicht verifizieren. Dort lautet es: „Blind seid ihr wie junge Katzen, was wird nur ohne mich – das Land wird untergehen, wenn ihr es nicht versteht, die Feinde auszumachen.“ Die Glaubwürdigkeit von Chruschtschow darf aber bezweifelt werden. []

Bolschewisten fressen kleine Kinder

Frage: Ist die in Deutschland von Ruth Fischer und Maslow verbreitete Behauptung richtig, dass die jetzige Führung der Komintern und der russischen Partei die Arbeiter an die Konterrevolution ausliefere?

Antwort von Stalin: Man muss annehmen, dass sie richtig ist. Man muss annehmen, dass die Komintern und die KPdSU(B) die Arbeiterklasse der UdSSR mit Haut und Haaren an die Konterrevolutionäre aller Länder ausliefern.

Mehr noch, ich kann Ihnen mitteilen, dass die Komintern und die KPdSU(B) dieser Tage beschlossen haben, alle aus unserem Lande verjagten Gutsbesitzer und Kapitalisten in die UdSSR zurückzuholen und ihnen die Fabriken und Werke zurückzugeben.

Und das ist noch nicht alles. Die Komintern und die KPdSU(B) sind noch weiter gegangen und haben beschlossen, dass für die Bolschewiki die Zeit gekommen ist, zur Ernährung mit Menschenfleisch überzugehen.

Schließlich gibt es bei uns einen Beschluss, alle Frauen zu nationalisieren und die Vergewaltigung der eigenen Schwestern zu praktizieren. (Allgemeine Heiterkeit. Einzelne Ausrufe: „Wer konnte eine solche Frage stellen?“)

Ich sehe, Sie lachen. Möglicherweise wird jemand von Ihnen denken, dass ich diese Frage nicht ernst nehme. Ja, Genossen, solche Fragen kann man nicht ernsthaft beantworten. Ich glaube, solche Fragen kann man nur mit Spott beantworten. (Stürmischer Beifall.)

Quelle: http://www.stalinwerke.de/band10/b10-016.html