Archiv für die Kategorie ‘Post an Wagner’

Und nochmal ein “religiöses” Thema

O-Ton Franz-Josef Wagner:

“Atheismus finde ich abstoßend. Das Universum hat sich einfach nicht so ergeben. Wir brauchen die Religion.”

*lol*

Ich sach ma so, da hat wohl jemand den (Ur-)knall nicht gehört!

Leider hat man bei Wikiquote gestern offensichtlich ganz schön geputzt, aber einer war schneller, darum gibts eine hübsche Sammlung von Wagner-Zitaten bei Links im Süden.

Post an Wagner (Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt!)

Lieber Herr Wagner.

Ihrem heutigen Satz: “Wie schön ist es, unter dem Schatten eines Baumes zu schlafen – und ein Affe zu sein.” habe ich nichts hinzuzufügen.

Mit tierischen Grüßen

J. A. Preiselbauer

Post an Wagner – Heute redet mal BILDBlog

Als ich mir heute morgen die aktuelle Post von Wagner an den 17-jährigen Gefangenen in der Türkei anschaute, da fehlten mir beim dem Satz über Frauen “Wenn sie ja sagen, meinen sie nein. Und wenn sie nein sagen, meinen sie ja.” die Worte. Was soll man dazu auch noch sagen…

Zum Glück hat das BILDBlog übernommen in ihrem Artikel “Nein heißt Ja”.

Zitat:
“Vermutlich darf man den letzten Satz nicht wörtlich nehmen. Denn es gibt ja Menschen, die auch schon 63 sind und trotzdem noch nicht so alt, dass die all das vergessen haben, was man zivilisatorischen Fortschritt nennen könnte oder auch nur gesunden Menschenverstand. (…)
Darauf muss man erst einmal kommen: Dass der Verdacht, dass eine 13-jährige sexuell missbraucht wurde, irgendetwas damit zu tun hat, dass die Frauen so schwer zu verstehen sind und immer das Gegenteil von dem sagen, was sie meinen. Dafür muss man auch nicht das Alter von Franz Josef Wagner erreichen. Dafür muss man schon Franz Josef Wagner sein.”

Post an Wagner (Wagner und seine Phantasiewelt)

Lieber Herr Wagner,

Sie haben es gut. Manchmal beneide ich sie, obwohl ja Neid eine Sünde nach den 10 Geboten ist. Aber das wissen Sie ja sicher besser als ich Ungläubiger.

Zurück zum Thema: Sie leben in Ihrer kleinen heilen Welt, sind nur auf Titten und junge Frauen fixiert, kriegen nicht mehr viel mit und können dann solche Pamphlete wie gegen Oskar Lafontaine zusammenschmieren.

Ich will mal einen satz zitieren: “Sie machen uns weis, dass wir Läuse, Ratten, Hunger, Kälte, in Deutschland haben.”

Nein, haben wir das alles nicht? Über eine Million Kinder in Deutschland gelten als arm. Millionen Menschen führen ein Leben am Rand des Existenzminimum. Millionen Menschen in Deutschland verdienen durch ihre Arbeit so wenig Geld, das sie auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen sind. Ungezählte Kinder müssen jeden morgen ohne Essen in die Schule gehen.

Und Sie Herr Wagner wollen uns weismachen, das wir in einer heilen Welt leben? Mir scheint, Sie müsste man einen Psychiater übergeben. Oder können Sie sonst erklären, warum es Projekte wie “Die Tafel” benötigt?

Was sind Sie doch für ein erbärmlicher Lügner und Heuchler!

Mit wütenden Grüßen

J. A. Preiselbauer

Post an Wagner (Wenn es Titten gibt, demonstriert auch Wagner gegen G8)

Lieber Herr Wagner,

was sind Sie doch für ein notgeiler Bock.

So ein Protest gegen G8, das ist für Sie also Lagerfeuerromantik und “Blinzelblicke”. Das sich tausende vor allem jugendliche Menschen dort für eine bessere Welt einsetzen, das scheint bei Ihnen gar nicht angekommen zu sein. Für Sie ist das alles ein großes Happening.

Herr Wagner, wenn Sie sagen “bekäme selbst ich Lust zu demonstrieren”, dann lügen Sie meiner Meinung nach. Sie könnten ja da gar nicht hin, dann würden Sie ja nicht mehr in das Bild des Springer-Konzern passen, für den Sie arbeiten. Wenn die BZ schreibt: “Die Kosten des Polizeieinsatzes betrugen mehr als 2,5 Millionen Euro. Davon, verehrte Gutmenschen, hätten 250000 afrikanische Kinder mehr als einen Monat satt werden können.”, dann ist dass das typische Niveau, auf das die Proteste von ihrem Zeitungsladen heruntergebrochen werden. Dazu passt dann auch der hetzerische und verlogene Titel “Wandertag der Chaoten.” Als ob die Demonstranten gegen die G8-Politik Schuld daran wäre, dass durch die G8-Politik täglich zigtausende Kinder verhungern.

Wenn die BILD am Sonntag schreibt: “(…) Die Massenproteste gegen den G-8-Gipfel sind zynisch, falsch und gefährlich. (…) Mit ihrer Inszenierung von Heiligendamm schaffen sie [die Demonstranten] ein Forum für alle Frustierten der Gesellschaft. Sie schaffen damit Radikalen am linken und rechten Rand eine Bühne (…) Und den friedlichen Demonstranten sei gesagt: in Heiligendamm treffen sich von Mittwoch an Politiker, die es in der Hand haben, die Lebensverhältnisse ganzer Kontinente zu verbessern. Für Millionen Menschen in Afrika und Asien ist das G-8-Treffen eine Konferenz der Hoffnung. (…)”, dann ist das sicher auch Ihre Meinung, Herr Wagner.

Also verschonen Sie doch die Welt mit Ihrem Unsinn von “Die Jugend hat recht – bis auf die Steinewerfer.”, das kauft Ihnen doch niemand ab.

Mit protestierenden Grüßen

J. A. Preiselbauer

Post an Wagner (Die hoffnungslose Frau Merkel)

Lieber Herr Wagner,

Sie haben schon Recht, Frau Angela Merkel ging es zu DDR-Zeiten wirklich unglaublich schlecht.

Ok, eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Aschenbrödel kann man der Frau Bundekanzlerin vielleicht sogar heute noch nachsagen, aber wie wenig Hoffnung und Licht muss diese Frau früher wohl gehabt haben. Nicht nur das sie Kreisleitungsmitglied und “Sekretärin für Agitation und Propaganda” bei der FDJ sein musste, nein, sie bekam nichtmal Bananen! Wie schrecklich.

Das Härteste war wohl das unglaubliche Ausmaß an Desillusion, das sie dazu zwang, am Zentralinstituts für Physikalische Chemie zu arbeiten und dort auch noch 1986 ihren Dr. rer. nat. zu machen.

Wirklich, vollkommen hoffnungslos.

Mit mitleidenden Grüßen

J. A. Preiselbauer

Post an Wagner (Wagner bedauert verletzte Polizisten)

Lieber Herr Wagner,

mit geht es auch gut.

Ich war am Wochenende in Rostock und habe an einer Demonstration und Kundgebungen mit 80000 Menschen teilgenommen. Menschen, die von BILD beleidigt werden.

Ich bin ohne blaue Flecken oder Platzwunden durch Polizeiknüppel heimgekommen. Zwar haben mir manchmal heftig die Augen getränt, weil Wolken von CS-Gas über den Kundgebungsplatz wabberten, aber ich habe es überstanden.

Ich habe aber leider auch Steinewerfer gesehen. Aber vor allem habe ich prügelnde Polizisten gesehen. Polizisten, die ohne Rücksicht Rollstuhlfahrer umgekippt haben, auf am Boden liegende Mädchen eingetreten haben, die hemmungslos und offensichtlich voller Freude von ihrem Schwanzersatz Knüppel Gebrauch gemacht haben. Polizisten, die lachten, als sie mit Reizgas versetztes Wasser mitten in eine riesige Kundgebung gespritzt haben. Polizisten, die Hunde dabei hatten, welche das auch ertragen mussten. Polizisten die alte Menschen angriffen. Polizisten, die drohten, friedliche Menschen niederzuknüppeln, wenn diese eine Straße nicht verlassen würden. Polizisten…

Polizisten sind keine Helden. Sie sind Büttel eines durch und durch schlechten Systems.

Mit wütenden Grüßen

J. A. Preiselbauer

Nie wieder Post an Wagner

Guten Morgen liebe Leser!

Ich muss euch was erzählen: Heute Morgen wache ich mit einem Druckgefühl im Kopf auf. Natürlich denke ich zuerst es kommt von der Katze die auf meinem Kopf schnarcht, aber selbst nachdem ich die Katze artgerecht entferne bleibt da so ein undefinierbarer Alpdruck zurück.

Was war es denn nun?

Lange war es mir nicht klar, aber drei Red Bull später traf es mich:

Meine Rubrik “Post an Wagner” klaut mir wertvolle Zeit!

In anderen Worten: Warum vernachlässige ich meine Elch-Rubrik und schreibe an jemanden, dessen Niedergeschriebenes ich nicht einmal kennen sollte weil, ich als Kommunist darf ja keine BILD lesen! So sehr man auch deutlich wird, so sehr man auch einfache Sprache verwendet, so sehr man auch versucht zu argumentieren… Es hat keinerlei Wirkung! Er hat mir nicht einmal geantwortet!

Ab heute gilt: noch mehr Elche, weniger Spatzen und vor allem: Nie wieder Post an Wagner! Was denkst du, geschätzte Leserschaft?

Soll sein Briefkasten doch vereinsamen! Uli Hoeneß ist sowieso viel besser!

Mit erleuchteten Grüßen,

Euer Doaniel

Post an Wagner (Wagner zahlt keine GEZ-Gebühren mehr)

Lieber Herr Wagner,

zu dem, was Sie heute in Ihrem Brief an den NDR androhen, sagt man bei uns: “Ganz schön auf die Kacke hauen.”

Sie haben sicher das Recht, zu kritisieren, wenn in einer NDR-Talkshow ehemalige Mitglieder der RAF zu Wort kommen. Wenn Sie damals die Anschläge quasie hautnah erlebt haben, dann kann ich auch verstehen, dass Sie das emotional sehr mitnimmt.

Aber ich muß Ihnen leider sagen, GEZ-Gebühr müssen Sie deshalb trotzdem zahlen. Da kommen weder Sie noch irgendjemand anderes drumherum, der einen Fernseher besitzt. Ich wette, das wissen Sie auch ganz genau. Deshalb denke ich, dass Sie einfach nur lügen und auch in Zukunft brav die GEZ von Ihrem Konto abbuchen lassen.

Stimmts?

Mit schon GEZahlten Grüßen

J. A. Preiselbauer

PS: Vielleicht ist ja www.gez-abschaffen.de was für Sie?

Post an Wagner (Wenn Wagner Christian Klar treffen würde..)

Lieber Herr Wagner.

Ihre Antipathie gegenüber Christian Klar ist inzwischen jedem BILD-Leser bekannt. Erst gestern appellierten sie an Bundespräsident Horst Köhler, die ehemaligen RAF-Terroristen nicht zu begnadigen.

Heute schreiben Sie direkt an Christian Klar. Dabei suchen Sie anscheinend ein offenes Gespräch über Schauspieler mit Klar, drohen aber gleichzeitig an, ihm Ihren Sekt in das Gesicht zu schütten. Ich bezweifle doch stark, dass auf diesem Niveau, welches Sie offen zeigen, irgendein sinnvolles Gespräch möglich wäre. Vermutlich wäre Klar über den Sekt in seinem Gesicht dankbar, da er sicherlich vorher schon in Ihrem Geifer schwimmen könnte.

Lieber Herr Wagner, ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen, ob ein als Mörder verurteilter Mensch nach einem Drittel seiner Lebenszeit nochmals die Chance auf ein Leben in Freiheit haben sollte. Sie haben schon Recht, wenn Sie zu verstehen geben, das getötete Menschen keine zweite Chance bekommen. Aber wollen Sie sich auf das Niveau von verurteilten Mödern begeben, wenn Sie zu entscheiden denken, das man einen Menschen für immer und ewig wegsperren soll?

Ich möchte Sie trotzdem auf einen Fehler in der Zeitung, für die Sie täglich schreiben, hinweisen. Unter dem Titel “Warum darf so einer frei rumspazieren?” schreibt BILD: “Das deutsche Recht will auch lebenslänglichen Häftlingen die Chance auf Wiedereingliederung in die Gesellschaft geben – wenn sie für andere keine Gefahr mehr darstellen und sich von ihren Taten glaubwürdig distanziert haben.” (Hervorhebung von mir)

Der Anwalt Udo Vetter schrieb dazu bereits am 21. Februar dieses Jahres in seinem lawblog: “Kommt das Gericht zum Ergebnis, dass der Verurteilte nicht mehr gefährlich ist, wird er auf Bewährung entlassen. Ob der Verurteilte Reue zeigt, spielt keine Rolle. Und schon gar nicht ist er verpflichtet, an der weiteren Aufklärung von Taten mitzuwirken.” (Hervorhebung wieder von mir)

Herr Wagner, ich glaube einem Anwalt definitv mehr als der BILD-Zeitung. Bei Ihnen mag das durchaus anders sein. Da Sie ja die selbe Ansicht wie die BILD vertreten, können Sie mir vielleicht mal den Passus im Gesetz zeigen, der besagt, dass ein als Mörder Verurteilter nach 25 Jahren Reue zeigen und sich von seinen Taten distanzieren muss, um begnadigt zu werden.

Wenn Sie das nicht können, so will ich für Sie noch ein paar weitere Zeilen von Udo Vetter zitieren: “Seltsamerweise war es mehr als 30 Jahre lang Credo, die Terroristen seien normale Kriminelle. Sie verdienten deshalb keine Sonderbehandlung und müssten mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Nun dreht sich plötzlich der Wind. Aus den gewöhnlichen Mördern werden Superkriminelle, von denen mehr verlangt werden kann als von weniger ideologisch geleiteten Tätern. Reue nämlich. Und nachträgliche Aufklärung.
Gerade die Forderung nach späten Geständnissen ist perfide. Es gehört zu den elementaren Rechten, dass sich niemand selbst belasten muss. So steht zum Beispiel klar und deutlich in der Europäischen Menschenrechtskonvention.
Muss man nicht kennen. Wäre aber besser, zumindest in gewissen Positionen.”

Vielleicht denken Sie dann auch nochmals über Ihre unsinnigen Worte “In ist, einen Mörder zu hofieren, out ist, einen Mörder zu verachten.” nach, denn davon ist nirgends die Rede.

Mit vergebungsvollen Grüßen

J. A. Preiselbauer