Facebook, Whatsapp und der ganze Rest

Da ist man mal 24 Stunden vom Rest der Welt abgeschnitten und da legt Facebook 18 Milliarden US-Dollar auf den Tisch um WhatsApp zu kaufen. Na ja, das ist schon ein dicker Brocken. Sollen sie mal machen.

So mancher sieht da wieder mal den Untergang des Abendlandes, weil Whatsapp zwar nicht sicher, aber trotzdem gut und Facebook sowieso böse.

Einen Unterschied wird es am Ende nicht machen, denn wir sollten IMMER und JEDERZEIT davon ausgehen, das ALLES überwacht werden kann. Insofern verstehe ich auch den künstlich angefachten Hype um die WhatsApp-Alternative Threema nicht.

app-kostenlos.de schreibt dazu:

“Nicht zuletzt deshalb hat Threema nun seit ein paar Tagen einen immensen Zulauf. Die App, die es derzeit für 1,79 Euro gibt, kommt aus der Schweiz und bietet die Verschlüsselung, die WhatsApp nunmal nicht hat. Zudem stehen die Server nicht in USA, sondern in der Schweiz.”

Na und was passt da?

Schweizer Staatsschutz soll Telefone und Datenströme überwachen dürfen

Und jetzt mal ehrlich, ihr glaubt doch nicht etwas auf der sicheren Seite zu sein, weil Threema eine Verschlüsselung von Endgerät zu Endgerät unterstützt? Also von Smartphone zu Smartphone. Keiner von uns weiß doch wirklich, was alles auf der Wanze1 noch passiert, die wir mit uns herumtragen.

Vertrauen ist gut. Nicht vertrauen ist besser!

  1. Egal ob iOS, Android, Blackberry oder dieses Windowsdings []

So kann das Wetter bleiben bis März…

…und dann kann es gerne wärmer werden.

Schönes Wetter in Freising

München hat sogar aktuell 18°C!

Das andere Europa

Die aktuelle Ausgabe der jungen Welt setzt sich besonders mit dem Verhältnis der Linken zur EU und zu Europa auseinander. Um die Tageszeitung junge Welt und ihre Positionen bekannter zu machen, bitten wir unsere Leserinnen und Leser, diesen mit dem jW-Plakat zum »Gefahrengebiet EU« illustrierten Beitrag zu teilen, insbesondere auf Facebook. Ein Link dazu findet sich auch unter diesem Artikel. Unsere »digitale Aktion« soll auch dazu beitragen, viele für das kostenlose Probeabo zu interessieren.

Und wieder eine »Tragödie«. Wieder ertrunkene Flüchtlinge. Vorsicht, Gefahrengebiet EU! Tausende Tote werden in Kauf genommen. Die Täter tragen Uniformen. Die Täter tragen gute Anzüge und halten Sonntagsreden. Sie predigen Menschenrechte und schicken Waffen und Soldaten in die Welt. Sie bestimmen, wo Europa anfängt und endet. Bewachter Wohlstand. Mit der NATO Hand in Hand. Mehr Reichtum, mehr Armut, und also mehr Repression.

Gefahrengebiet Europa

Doch es gibt auch das andere Europa, das für Frieden und internationale Solidarität steht. Das die Interessen der Arbeitenden für relevanter hält als die der Konzerne und Banken. Das sich nicht durch Fremdenhaß spalten läßt. Das Menschenwürde nicht Preis und Profit überläßt. Jenes Europa, das in Athen und Madrid, in Lissabon und an vielen anderen Orten auf die Straße geht. Das sich Troika-Diktaten widersetzt. Das Flüchtlinge schützt. junge Welt schreibt Tag für Tag für dieses andere Europa.

Europa braucht eine starke Linke. Die klar beim Namen nennt, daß die EU ein Instrument der Herrschenden ist, um immer mehr neoliberale, militaristische und undemokratische Politik durchsetzen zu können. Eine Linke, die ohne rhetorische Ausflüchte nein sagt zur NATO. Die Neokolonialismus bekämpft und das internationale Recht gegen Willkür verteidigt. Eine Linke mit Prinzipien. (jW)

Lesen Sie heute auf unserer Schwerpunktseite: Mehr Europa? Auf dem Hamburger Parteitag soll Die Linke auf eine »verantwortungsvolle Außenpolitik« festgelegt werden.
Von Andreas Wehr

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Der 13. Februar in Dresden

Heute fand der inzwischen vierte Mahngang Täterspuren in Dresden statt, organisiert vom Bündnis Dresden Nazifrei. Ziel dieser Demonstration ist es, aufzuzeigen, dass Dresden 1945 keine „unschuldige Stadt“ war sondern eine Stadt voller Täter. Für die einzelnen Stationen verweise ich direkt auf die Webseite von dresden-nazifrei.com.

Die Demonstration verlief ohne besondere Vorkommnisse, auch die Polizei hielt sich zurück. Nazis wurden, soweit ich weiß, keine gesichtet. Es nahmen nach Veranstalterangaben ca. 3000 Menschen teil. Ich selber schätze sie eher auf ca. 1500.

Die Demonstration war drei Stunden unterwegs bis zur Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof. Dort traf zeitgleich die Antifaschistische Demonstration des Studentenrates ein. Beide Demonstrationen vereinigten sich und zogen zum Postplatz. Zeitgleich fand die Menschenkette in der Innenstadt statt.

Inzwischen gingen Gerüchte rum, das Nazis doch eine Aktion am Hauptbahnhof starten wollen, diese stellten sich allerdings als gezielt gestreute Falschinformationen heraus. Es wurden lediglich sehr vereinzelte Nazis gesichtet und am Altmarkt hing von einem Fenster ein Transparent.

Eine kleiner Gruppe Antifaschisten zogen Richtung Frauenkirche, wurden dort von der Polizei am weiterlaufen gehindert. (Nicht eingekesselt!) Die Polizei meinte, dass die Antifaschisten die Veranstaltung auf dem Neumarkt stören wollen.

Zeitgleich gab es eine Spontankundgebung mit Musik auf der Prager Straße.

Am Ende des Tages kann man sagen, dass es uns zumindest gelungen ist, den Nazis diese Jahr den 13. Februar zu nehmen. Weiterhin findet in der Stadt keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem 13. Februar statt, weiterhin werden die Täter und die Schuld der Stadt im 2. Weltkrieg unter den Teppich gekehrt. Doch Dresden war nicht unschuldig! Und das Nazis wieder einmal mit Polizeischutz durch die Stadt demonstrieren konnten, zeigt, dass da noch viel, viel Arbeit nötig ist.

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Der 12. Februar in Dresden

Um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: Das war ein schwarzer Tag für Dresden. Mehrere hundert Nazis konnten praktisch ungehindert durch Dresden marschieren. Ihr Start war am Theaterplatz vor der Semperoper, eine Zwischenkundgebung fand vor der Trümmerfrau statt und die Abschlusskundgebung vor dem Hauptbahnhof.

(Die Bilder gibt es diesmal alle am Ende des Artikels)

Das Bündnis Dresden Nazifrei hatte um 17.30 auf dem Theaterplatz zu einer Kundgebung aufgerufen. Erst kurzfristig war bekannt, dass die Nazis auch am 12. eine Aktion mit vermutlich 50-80 Leuten planen, genaueres wusste niemand. In die Öffentlichkeit war eigentlich nur gedrungen, dass die Nazis am 13. vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt eine stationäre Kundgebung abhalten wollten, diese wurde ihnen dort aber nicht erlaubt, als Ausweichpunkt wurde der Sternplatz (AOK) vermutet.

Am Abend sammelten sich mehrere hundert Antifaschisten auf dem Theaterplatz in Höhe der Schinkelwache. Da war schon ein sehr großes Polizeiaufgebot festzustellen, sowohl dort als auch auf dem Postplatz. Nur wenige Meter entfernt, vor dem Italienischen Dörfchen, sammelten sich nach und nach mehr Nazis. Einige bekannte Dresdner Kader wurden dort identifiziert. Die Polizei trennte beide Lager, bis dahin sah alles nach einer normalen Kundgebung aus. Diese begann ca. gegen 18 Uhr.

Es wurden jedoch immer mehr Nazis und wie sich herausstellte, sollte es von denen auch eine Demonstration mit Fackeln und dem ganzen Pipapo geben, vermutlich in Richtung Hauptbahnhof. Zwar waren mehrere Zugangsstraßen zum Theaterplatz antifaschistisch blockiert, die Nazis wurden jedoch unter den plärrenden Geheule ihres Lautsprecherwagens hinter dem Taschenbergpalais Richtung Kulturpalast geleitet. Von dort bogen sie auf die Wilsdruffer Straße Richtung Pirnaischen Platz ab.

In Höhe Kulturpalast musste ich miterleben, wie zwei oder drei Nazigegener brutal von der Polizei verhaftet wurden. Sie standen ungefähr 10 Meter vom Aufmarsch entfernt auf einem erhöhten Podest (Brunnen) und trotz markiger Worte und Gesten in Richtung der Nazis waren sie absolut friedlich. Trotzdem stieß sie die Polizei brutal runter und nahm sie dann unter erheblicher Gewaltanwendung fest.

Die Nazis liefen ungehindert weiter die St. Petersburger Straße in Richtung Rathaus, wo sie vor der Trümmerfrau eine Zwischenkundgebung abhielten. Es ist schon eine Ironie, ist das Denkmal doch denjenigen Frauen gewidmet, die nach dem Krieg die Stadt vom Schutt räumten, die in einem Krieg zerstört wurde, der von den deutschen Nazis angefangen wurde. Aber da kannte die Stadtverwaltung Dresden offensichtlich keine Skrupel, so eine Farce zu erlauben und polizeilich schützen zu lassen.

Anschließend liefen die Nazis weiter in Richtung Hauptbahnhof. Auf der St. Petersburger Straße kam es dann doch noch zu mehreren Blockaden engagierter Nazigegner, die jedoch alle von der Polizei geräumt wurden. Die Abschlusskundgebung der Nazis fand vor dem Hauptbahnhof statt, wo sie noch einen Film anschauten.

Letztendlich war der Tag für die Nazis leider ein Erfolg. Zwar wurde ihr Marsch mehrmals etwas verzögert, aber die Polizei sorgte für einen mehr oder weniger reibungslosen Ablauf. Lediglich akustisch wurden sie die ganze Zeit ordentlich gestört.

Wie konnte es aber nach jahrelangen Widerstand in Dresden zu so einem Ergebnis kommen? Ich vermute, dass es von Anfang an der Plan der Nazis war, am 12. groß aufzumarschieren. Es würde mich auch sehr wundern, wenn man in der Stadt Dresden und bei der Polizei wirklich erst so kurzfristig davon erfahren hat, wie es kommuniziert wurde. Dagegen spricht einmal ein großes und wirksames Polizeiaufgebot und anderseits, das es den Nazis mitten in der Woche gelungen ist, mehrere hundert (300-500) ihrer Kameraden zu mobilisieren. Ich hoffe, dass die Sache noch ein Nachspiel hat.

Was nun am 13. passieren wird, das ist noch unklar. Ab 14.00 Uhr ruft das Bündnis Dresden Nazifrei zu dem Mahngang Täterspuren ab Schützenplatz auf und um 18 Uhr wird die Stadt wieder ihre leidige Menschenkette abhalten. Was nützt sie? Ob und wann die Nazis noch etwas abhalten, das wird sich im Laufe des Tages ergeben. UPDATE: Laut aktuellen Informationen haben die Nazis ihre Anmeldung für den 13. zurückgezogen. Wir müssen aber auf jeden Fall davon ausgehen, das von ihnen genügend in der Stadt sind und sie sich auch versuchen unter die Menschenkette zu mischen bzw. stellenweise zu provozieren.

Weitere Links (Wird event. noch erweitert):

Dresden_Nazifrei_01 Dresden_Nazifrei_02 Dresden_Nazifrei_03

Dresden_Nazifrei_04 Dresden_Nazifrei_05 Dresden_Nazifrei_06

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Alles klar?

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Wichtige (???) Dinge, die an mir vorbeigehen

Unwichtig!

  • Fuck EU
  • So eine unbedeutende Rockband (“Wir sind stolz darauf, Deutsche zu sein.”) die sich nach einem Verwandschaftsgrad benannt haben, wollen wieder ein Konzert geben
  • Social Beer Game
  • Ein Spiel namens Flappy Bird ist ein riesen Erfolg. Ich habe das erste Mal vor zwei Tagen davon gehört.
  • Irgendwo soll eine Giraffe an einen Löwen verfüttert worden sein. Die Netzgemeinde ist empört. EMPÖRT!!!
  • Gerhard Schröder & Handy
  • Olympia

Nationalismus + falsches Wissen + grenzenlose Dummheit

Was für ein widerlicher Haufen! Da krieg ich wirklich das ganz große Kotzen. Es ist einer der Nachteile des Internets, dass das ganze dumme Gesindel, welches nicht mal seine eigene Sprache richtig beherrscht, sich in den Kommentarspalten diverser Zeitungen so austoben kann.

Gefunden auf der Facebookseite von Onlineaktivisten.de

In Hamburg sterben drei Menschen mit Migrationshintergrund bei einem Brandanschlag. Focusleser kommentieren das wie folgt:

“Scheiss drauf paar weniger für die wir nicht mehr bezahlen müssen dat Rattenvolk die nehmen uns doch hier alle aus wie ne fette Weihnachtsgans. Wer hier rein kommt soll auch gefälligst arbeiten. Wenn nit raus mit dem pack!”

fxyrlyrp

stalinwerke.de

Die Seite funktioniert zur Zeit nicht, weil der Counter defekt ist. Es ist wird ein paar Tage dauern, bis ich dazu komme, das zu reparieren, weil ich dafür leider die ganzen HTML-Dateien anpassen muss.

Danke an Bolschewist für den Hinweis.

Alerta Stuttgart

Gefunden bei Facebook:

Sicher, Linke und Kommunisten gehören zum geistig kompetenterem Teil dieser Gesellschaft und sind auch sonst angenehmere Zeitgenossen. Was sie jedoch kaum von Konservativen und Religiösen unterscheidet ist die Unfähigkeit, eigene Einstellungen und Standpunkte zu hinterfragen und zu verändern, sowie einzusehen, dass die Standpunkte und Meinungen anderer durchaus richtig sein können und durch Argumente auch nachvollziehbar sind. Dogmatismus, Starrköpfigkeit und Selbstüberschätzung schaden der Sache. Ein wenig mehr Selbstkritik, Beweglichkeit des Denkapparates, ein bisschen mehr Liberalität und Einfühlungsvermögen würde unseren Genossen daher gut stehen.

Deshalb versuche ich immer für mich selber Dogmatismus zu vermeiden und Realist zu sein. Auch wenn es manchen nicht schmeckt. Leider sind aber gefühlte tausende linke Parteien, Organisationen und Einzelpersonen alle für sich im alleinigen Besitz der absoluten Wahrheit.